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Mo, 19:51 Uhr
07.07.2014

Auszeichnungen auf Tourismustag

Thüringens Wirtschaftsminister Uwe Höhn beim Tourismustag: Tourismusförderung wird stärker auf Kooperation und Angebote ausgerichtet. Zwei Preise gingen in den Norden Thüringens. „Kooperation und Alleinstellung“ Schwerpunkt beim Thüringer Tourismustag 2014 / Sieger des 3. Thüringer Tourismuspreises gekürt

Das Thüringer Wirtschaftsministerium justiert die Tourismusförderung neu. Kriterien wie Kooperation, Angebotsqualität und Qualifikation der Mitarbeiter spielen bei der Vergabe von Fördermitteln künftig eine größere Rolle. „Wir brauchen mehr Zusammenarbeit, gute Angebote und mehr Serviceorientierung im Thüringen-Tourismus“, sagte Wirtschaftsminister Uwe Höhn heute beim „Thüringer Tourismustag“ auf der Erfurter Messe. „Dafür wollen wir mit unseren Förderinstrumenten zusätzliche Anreize setzen.“

So werden im Förderprogramm Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) neue Zuschlagskriterien für touristische Investitionen eingeführt. Dazu zählen Kooperationen zwischen Tourismusanbietern, Zertifikate über eine geprüfte Servicequalität (z.B. das Qualitätssiegel ServiceQualität „Q“ oder die Sterne-Einstufung), Barrierefreiheit oder eine regelmäßige Weiterbildung von Mitarbeitern. Für jedes dieser Kriterien sind Zuschläge von jeweils drei Prozentpunkten möglich.

Im Landesprogramm Tourismus waren bereits 2012 neue Förderschwerpunkte eingeführt worden so kann Förderung u.a. für gemeinsame Marketingprojekte, touristische Kooperationen oder Vernetzungsprojekte beantragt werden. Insgesamt sind aus beiden Programmen in der laufenden Legislaturperiode (2009 bis Ende 2013) bislang rund 270 Millionen Euro Fördermittel zugesagt worden das sind rund 50 Millionen Euro pro Jahr. „Wir wollen die Tourismusförderung auch in den kommenden Jahren etwa auf diesem Niveau fortsetzen“, kündigte der Wirtschaftsminister an. „Wir müssen das Kirchturmdenken im Thüringen-Tourismus endgültig beenden und unser Angebotsprofil schärfen“, sagte Höhn. Mit den neuen Förderkriterien könne man diesem Ziel zusätzlichen Nachdruck verleihen.

Darüber hinaus gebe es aber weitere Instrumente, um Qualität und Serviceorientierung zu verbessern. Der Minister verwies u.a. auf das neue Beratungsnetzwerk „Qualitätskompetenz im Thüringer Tourismus“ bei der Thüringer Tourismus GmbH (TTG), das Vor-Ort-Begehungen in touristischen Betrieben Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen etc. durchführt. Dabei werden Standards und Qualitätskriterien überprüft. „Insgesamt sollen rund 500 Anbieter besucht werden“, sagte Höhn. Weit über die Hälfte sei inzwischen überprüft worden. „Davon haben bisher etwa 80 die Qualitätskriterien nicht erfüllt sie können jetzt aber nachbessern.“ 16 Häuser wurden dagegen bereits von der überregionalen Vermarktung durch die TTG ausgeschlossen.

„Wir machen ernst mit unserem Ziel, Thüringen zu einem Land für Qualitätstourismus zu entwickeln“, sagte der Wirtschaftsminister. Man könne aber feststellen, dass es eine Vielzahl von herausragenden Tourismusanbietern und touristischen Betrieben gebe. Wirtschaftsminister Höhn verwies dazu insbesondere auf die drei Sieger des diesjährigen 3. Thüringer Tourismuspreises, der gemeinsam mit dem ADAC Hessen-Thüringen vergeben wird:

Kategorie „Marketing/Kooperationen“:
Leuchtenburg b. Kahla: Gesamterlebnis Leuchtenburg und das Konzept „Porzellanwelten“

Kategorie „Angebot/Qualität“:
Klausenhof in Bornhagen/Eichsfeld: Vier-Sterne-Hotel und -Restaurant mit mittelalterlichem Gastronomie- und Beherbergungskonzept

Sonderpreis „Unternehmerisches Engagement“:
„Erlebniswelt Goethe Schokoladenmanufaktur“ in Oldisleben: Schaumanufaktur mit Goethe-Café, Schokoladen-Kultur wie zur Goethe-Zeit


Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht im Juli 2013 zu Gast in der Manufaktur, hier im Gespräch mit Geschäftsführerin Juliane Finger.

Jeder Preis ist mit 1.500 Euro dotiert und mit einem Imagefilm, einer Urkunde und einem Glasschild mit Tourismuspreis-Logo für Marketingzwecke verbunden. Die Gewinner waren unter insgesamt 35 Vorschlägen von einer Jury ausgewählt worden.

Der Tourismustag stand in diesem Jahr unter der Überschrift „Alleinstellung und Kooperation“. Rund 300 Akteure aus der Tourismusbranche waren gekommen, um sich über Konzepte und Praxisbeispiele zu informieren und mit Experten zu diskutieren.
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