Fr, 14:36 Uhr
20.02.2026
Linke kritisiert Arbeitsmaßnahmen des Landtratsamtes
Schaufensterpolitik auf dem Rücken junger Menschen
Ende Januar ist die erste Runde der Arbeitsmaßnahme für junge Menschen im Landkreis Nordhausen ausgelaufen. Die Linke im Kreistag sieht ihre Kritik an der Vorgehensweise bestätigt, außer "Schaufensterpolitik" sei nicht viel erreicht worden...
"Das haben wir zum Anlass genommen, eine umfangreiche schriftliche Anfrage beim Landrat einzureichen, die diese Maßnahme kritisch beleuchten sollte", erklärt dazu Tim Rosenstock, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Linken im Nordhäuser Kreistag. "Die, sehr lückenhafte, Beantwortung dieser Anfrage bestätigt dabei unsere Kritik, die wir bereits zu Beginn hatten: Diese Maßnahme ist weder geeignet strukturell gegen Jugendarbeitslosigkeit vorzugehen,noch zeigt sie kurzfristig nennenswerten Erfolg. Es entsteht zunehmend der Eindruck, dass hier nur Schaufensterpolitik auf dem Rücken junger Menschen und des Kreishaushaltes betrieben wird, anstatt dem realen Problem der zu hohen Arbeitslosigkeit bei unter 25-Jährigen tatsächlich etwas entgegenzusetzen", kritisiert Rosenstock.
"Die Beantwortung lässt mehr als die Hälfte unserer Fragen unbeantwortet. Dieses ganzes Projekt ist, obwohl es permanent in den Medien erscheint, total intransparent, wenn man es aus sozialarbeiterischer Perspektive beleuchten will. Uns fehlt in dieser Maßnahme sowohl die sozialpädagogische Betreuung für die Teilnehmenden, als auch ein belastbarer Evaluationsprozess sowie einer nachhaltigen Vorbereitung auf die Integration in den ersten Arbeitsmarkt", so Rosenstock weiter.
"Es ist ebenso wenig ersichtlich wie die jungen Menschen ausgewählt worden sind und warum nicht einmal 20 Prozent der betroffenen Bevölkerungsgruppe kontaktiert wurde. Gerade auch als ersichtlich wurde, dass es Personen gibt, die an dem Projekt nicht teilnehmen werden. Warum war es dann nicht möglich, weitere Personen zu kontaktieren? Auch mehrere rechtliche Fragen unsererseits blieben unbeantwortet. Uns ist nicht ersichtlich, warum hier solche Lücken über die konkreten Inhalte und Rahmenbedingungen für dieses Projekt gelassen werden. Wie der Landrat vor diesem Hintergrund auf die Idee kommt, dass er sich auf dem richtigen Weg befindet, ist uns schleierhaft", zeigt sich der linke Kommunalpolitiker unzufrieden. "Die Idee junge Menschen wieder in den ersten Arbeitsmarkt integrieren zu können, trifft grundsätzlich erst einmal unsere Zustimmung. Dann braucht es aber eine intensive sozialpädagogische Begleitung, einen messbaren Evaluationsprozess und ein Konzept für die nachhaltige Integration.
Auch darf das Projekt nicht für sich allein stehen. Man muss schon früher bei jungen Menschen ansetzen, damit sie gar nicht erst in der Arbeitslosigkeit landen. Dazu wäre es unter anderem auch wichtig, dass Schulsozialarbeit an allen Schulen auch stattfindet. Anstatt ständig neue Presse- und Fernsehtermine zu diesem Thema wahrzunehmen, sollte der Landrat lieber darin Energie verwenden", fordert Rosenstock
abschließend.
Die Linke im Kreistag
Autor: red"Das haben wir zum Anlass genommen, eine umfangreiche schriftliche Anfrage beim Landrat einzureichen, die diese Maßnahme kritisch beleuchten sollte", erklärt dazu Tim Rosenstock, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Linken im Nordhäuser Kreistag. "Die, sehr lückenhafte, Beantwortung dieser Anfrage bestätigt dabei unsere Kritik, die wir bereits zu Beginn hatten: Diese Maßnahme ist weder geeignet strukturell gegen Jugendarbeitslosigkeit vorzugehen,noch zeigt sie kurzfristig nennenswerten Erfolg. Es entsteht zunehmend der Eindruck, dass hier nur Schaufensterpolitik auf dem Rücken junger Menschen und des Kreishaushaltes betrieben wird, anstatt dem realen Problem der zu hohen Arbeitslosigkeit bei unter 25-Jährigen tatsächlich etwas entgegenzusetzen", kritisiert Rosenstock.
"Die Beantwortung lässt mehr als die Hälfte unserer Fragen unbeantwortet. Dieses ganzes Projekt ist, obwohl es permanent in den Medien erscheint, total intransparent, wenn man es aus sozialarbeiterischer Perspektive beleuchten will. Uns fehlt in dieser Maßnahme sowohl die sozialpädagogische Betreuung für die Teilnehmenden, als auch ein belastbarer Evaluationsprozess sowie einer nachhaltigen Vorbereitung auf die Integration in den ersten Arbeitsmarkt", so Rosenstock weiter.
"Es ist ebenso wenig ersichtlich wie die jungen Menschen ausgewählt worden sind und warum nicht einmal 20 Prozent der betroffenen Bevölkerungsgruppe kontaktiert wurde. Gerade auch als ersichtlich wurde, dass es Personen gibt, die an dem Projekt nicht teilnehmen werden. Warum war es dann nicht möglich, weitere Personen zu kontaktieren? Auch mehrere rechtliche Fragen unsererseits blieben unbeantwortet. Uns ist nicht ersichtlich, warum hier solche Lücken über die konkreten Inhalte und Rahmenbedingungen für dieses Projekt gelassen werden. Wie der Landrat vor diesem Hintergrund auf die Idee kommt, dass er sich auf dem richtigen Weg befindet, ist uns schleierhaft", zeigt sich der linke Kommunalpolitiker unzufrieden. "Die Idee junge Menschen wieder in den ersten Arbeitsmarkt integrieren zu können, trifft grundsätzlich erst einmal unsere Zustimmung. Dann braucht es aber eine intensive sozialpädagogische Begleitung, einen messbaren Evaluationsprozess und ein Konzept für die nachhaltige Integration.
Auch darf das Projekt nicht für sich allein stehen. Man muss schon früher bei jungen Menschen ansetzen, damit sie gar nicht erst in der Arbeitslosigkeit landen. Dazu wäre es unter anderem auch wichtig, dass Schulsozialarbeit an allen Schulen auch stattfindet. Anstatt ständig neue Presse- und Fernsehtermine zu diesem Thema wahrzunehmen, sollte der Landrat lieber darin Energie verwenden", fordert Rosenstock
abschließend.
Die Linke im Kreistag

