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Mo, 14:35 Uhr
23.02.2026
Badehaus beteiligt sich an Landespetition

Bäder in Not

Die Badehaus Nordhausen beteiligt sich an der Petition mit den Forderungen an die Landesregierung zum Erhalt der Thüringer Hallenbäder und ruft die Bürgerinnen und Bürger der Region zur Unterstützung auf...

Ziel ist es, den Erhalt der kommunalen Hallenbäder langfristig zu sichern und eine verlässliche Finanzierung durch das Land Thüringen zu gewährleisten.

Hallenbäder sind weit mehr als Sportstätten. Sie gehören zur kommunalen Daseinsvorsorge, sind Orte der Begegnung für alle Generationen und leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesundheit, Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Jährlich lernen in Thüringen rund 40.000 Kinder schwimmen, insgesamt besuchen fast fünf Millionen Menschen pro Jahr die Hallenbäder im Freistaat. Auch für Vereine, Selbsthilfegruppen, Reha-Angebote und den Schulsport sind sie elementar. Die Träger der Hallenbäder (Kommunen oder kommunale Gesellschaften) haben in den vergangenen Jahren bereits erhebliche Anstrengungen unternommen, um ihre Einrichtungen zu modernisieren und Betriebskosten zu senken.

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Bad Frankenhausen investiert aktuell ca. 17 Mio. Euro in die Attraktivitätssteigerung der Kyffhäuser-Therme sowie in die Erneuerung der Technik, um langfristig Energiekosten zu sparen und effizienter zu wirtschaften. Dennoch sind Bäder strukturell Zuschusseinrichtungen – Gewinne zu erwirtschaften ist weder realistisch noch Teil ihres gesellschaftlicher Auftrag.

Mit der Petition werden klare Forderungen an die Thüringer Landesregierung gerichtet:
  • Einhaltung der Zusagen aus dem Koalitionsvertrag zur Unterstützung der kommunalen Hallenbäder
  • Einstellung von jeweils 30 Millionen Euro für die Thüringer Hallenbäder in den
  • Doppelhaushalt 2026/2027
  • Benennung eines Bäderbeauftragten auf Staatssekretärsebene
  • Fertigstellung einer zukunftsfähigen Thüringer Bäderkonzeption 2040 bis Ende 2026

Aus Sicht der Initiative „Bäder in Not“, in der sich über 30 Hallenbäder engagieren, werden bislang keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen, um die Thüringer Bäder nachhaltig zu sichern.

Aktionstag am 25. Februar – Unterschriften vor Ort
Ein besonderer Schwerpunkt der Kampagne ist der landesweite Aktionstag am 25. Februar. Auch Bad Frankenhausen wird an diesem Tag vor Ort Unterschriften sammeln und über die Hintergründe informieren. Ziel ist es, möglichst viele Unterstützerinnen und Unterstützer aus der Region zu gewinnen.

Die Unterschriftslisten liegen in der Tourist-Info sowie im Rathaus der Kurstadt Bad Frankenhausen aus. Die gesammelten Unterschriften werden dem Thüringer Landtag übergeben. Alternativ kann die Petition auch online unterzeichnet werden.

Aufruf an Politik und Öffentlichkeit Wir laden die regionalen und lokalen Medien herzlich ein, sich am Aktionstag vor Ort ein Bild von der Situation zu machen, mit Verantwortlichen und Nutzerinnen und Nutzern ins Gespräch zu kommen und über die Bedeutung unseres Hallenbades für die Region zu berichten.

Weitere Informationen zur landesweiten Petition und zu den Hintergründen finden sich unter: www.baeder-in-not.de
Autor: red

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Kommentare
Artemidor
23.02.2026, 16:05 Uhr
Es ist lobenswert,
dass das Badehaus Nordhausen sich an der Petition zur Unterstützung der Thüringer Hallenbäder beteiligt und sich für deren langfristige Sicherung einsetzt. Die Hallenbäder sind in der Tat ein unverzichtbarer Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge und leisten einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit, Bildung und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Allerdings möchte ich in diesem Zusammenhang auch auf eine problematische Praxis hinweisen, die leider nicht unerwähnt bleiben sollte. In Anbetracht der finanziellen Notlage vieler Bäder, wäre es wünschenswert, wenn auch alle Gäste des Badehauses in Nordhausen ihren Besuch entsprechend den gängigen Eintrittspreisen begleichen würden. Es ist bedauerlich, dass offenbar durch persönliche Beziehungen, durch das Führen eines Doktortitels oder durch die Mitgliedschaft im Stadtrat, einigen Personen der freie Eintritt gewährt wird. Ein solches Vorgehen könnte den Anschein erwecken, dass es bei der Unterstützung des Badehauses nicht nur um das Wohl der Allgemeinheit geht, sondern auch um private Vorzugsbehandlungen.

Es ist wichtig, dass wir alle gleichermaßen Verantwortung übernehmen, wenn es darum geht, die Zukunft unserer Hallenbäder zu sichern. Ein fairer und transparenter Umgang mit den Eintrittspreisen würde nicht nur die finanzielle Grundlage des Badehauses stärken, sondern auch ein Zeichen für Gerechtigkeit und Gleichbehandlung setzen. Denn nur so kann das Badehaus langfristig als öffentliche Einrichtung erhalten bleiben und allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen.

Ich hoffe, dass auch diese Aspekte in die laufende Debatte einfließen und der Weg zu einer fairen, für alle transparenten Lösung gefunden wird.
Anmerkung techn. Support:
Können Sie ihre Behauptungen belegen oder ist es nur ...?
Artemidor
23.02.2026, 20:12 Uhr
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