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Fr, 18:10 Uhr
03.10.2014

Eine kleine Geschichte durch unsere Zeit (4) – Kommentare

Kommentare - ein kontroverses Thema. Die einen sagen, es ist das Salz in der nnz-Suppe, andere hassen Kommentare wie die Pest. Unstrittig ist, dass leider sehr viel "Unkonventionelles" verbreitet wird...


Wenn ich mich richtig erinnere, war es sogar meine Idee Kommentare zu Artikeln zu ermöglichen. Die Implementierung war, verglichen mit anderen Bausteinen, relativ einfach, wenn auch trotzdem zeitintensiv.

Es gab von den Kleinanzeigen schon eine externe Nutzerverwaltung und so war es eher eine Fleißaufgabe. Der Startschuss fiel am 11. November 2008 und verlief alles andere als reibungslos.

Gleich am ersten Tag »kaperten« die Rechten die Kommentarfunktion und schrieben gefühlt zu jedem Beitrag unerträgliche braune Souce. Die Konsequenzen spürt jeder Leser noch heute, Kommentare werden vor der Freigabe gegengelesen. Das ist sehr unschön und führte in der Vergangenheit oft zu kontroversen Diskussionen. Häufig werden Kommentare freigeschaltet, die unserer eigenen Meinung total zuwider laufen und es widerstrebt mir förmlich manches zu veröffentlichen. Besonders schwer ist es, wenn Menschen, die ich kenne, angegriffen werden, aber das ist Meinungsfreiheit. Anfangs habe ich mehr Kommentare freigeschaltet, seit vier Jahren und diversen Diskussionen habe ich diese undankbare Tätigkeit aber fast komplett auf Peter Stefan abgewälzt.

Kommentare erhöhen die Attraktivität der nnz ungemein und ermöglichen den Meinungsaustausch unserer Leser untereinander.

Bevor es im letzten Teil meiner kleinen Geschichte unserer Zeit um das neue Layout geht, hier noch etwas Statistik.

Statistik, Stand September 2014:


  • wir haben über 280.000 Bilder im Archiv
  • für alle 3 Portale gibt es bis heute über 124.000 Artikel
  • der erfolgreichste Artikel hatte ca 50.000 Aufrufe
  • es gibt 570 Umfragen
  • im September wurden rund 1100 Kleinanzeigen und über 900 Kommentare geschaltet
Volker Georg Franke, wirsinds


Zum 1. Teil der nnz-Geschichte.
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Kommentare

03.10.2014, 18.52 Uhr
Albert | Extrem viele Fehler
Unstrittig ist vor allem, dass extrem viele Fehler geschrieben werden. Das ist oft so schlimm, dass ich es beim Lesen regelrecht schmerzt. Einige Kommentatoren sollen hier unbedingt ausgenommen werden, aber leider nur einige. Sehr häufig strotzen aber schon die Urtexte von Fehlern, so ist auch dieser nicht frei davon. Den Unterschied zwischen "das" und "dass" scheint vollkommen vergessen zu sein. Mein Vorschlag: Fehlerhafte Texte werden nicht mehr veröffentlicht. Vielleicht bemühen sich die Autoren dann etwas mehr. Es täte zumindest mit beim Lesen gut.
03.10.2014, 20.54 Uhr
Egon O. | Noch mehr Fehler
Zitat @Albert: "Das ist oft so schlimm, dass ich es beim Lesen regelrecht schmerzt"

Na @Albert, ich schmerz es jetzt auch beim lesen! Immer schön die Bälle flach halten. ;)
03.10.2014, 21.06 Uhr
Overhead | Kommentare
ich frage mich schon lange, wann die kommentarfunktion eingestellt wird. den grund sehe ich allerdings nicht wegen der vielen fehler, sondern wegen politischer einflussnahme. ich kann mir lebhaft vorstellen, dass die politiker/innen sturm laufen, gegen diese funktion.

sind es doch imme röfter sie, die an den pranger gestellt werden. auch werden viele probleme an die öffentlichkeit getragen und das möchte man doch sehr gern verhindern, nicht wahr albert?
03.10.2014, 22.04 Uhr
Boris Weißtal | lieber VGF
du hast das Herz auf dem rechten Fleck. Bei dem was hier gepostet wird, ist es wirklich schwer erträglich, den "Richter" spielen zu müssen.

Aber vielleicht noch eine Anregung zur Kommentarfunktion:
Wie wäre es mit einem Like UND Dislike-Button unter jedem Kommentar? Dann kriegt jeder Schreiber Feedback auch von nicht Kommentarschreibern.
04.10.2014, 00.07 Uhr
VGF | Kein Richter
Genau das musste ich lernen. Es geht nicht darum Richter zu sein. Dann müsste ich bei jedem Kommentar entscheiden ob er mir gefällt und das kann und will ich nicht.
Ich denke, wir müssen eher entscheiden, ab wann es ein persönlicher Fehlgriff bzw. persönlichkeitsverletzend ist.
Schwachsinn hingegen schalte ich gerne frei, immer in der Hoffnung, dass die breite Masse es auch merkt.

Ein Formular zum Melden von grobem Unfug (besonders für Kleinanzeigen) habe ich übrigens schon vor einem Jahr programmiert. Leider ist es nie ganz fertig geworden. Vielleicht finde ich die Zeit jetzt, wo das neue Layout online ist.

Zum Thema Rechtschreibung. Ja, das ist ein ärgerliches Problem für das ich keine Lösung habe.
04.10.2014, 01.57 Uhr
othello | Kommentare und Innovation
Aus dem Ausland zurück, muss ich weiter irgendwelchen Schwachsinn in der Kommentarseite lesen. Die Rechtschreibung und Ausdrucksform ist für mich völlig unerheblich, außer, dass diese Rückschlüsse auf den Intellekt des Schreibers zulassen. Wichtig für mich sind nur die Inhalte. Die Inhalte und Meinungen widerspiegeln nur die Meinung der Leser der NNZ, die nicht gleich zusetzen sind, mit der allgemeinen Meinung der Bevölkerung in Nordhausen. Hier in der NNZ melden sich hauptsächlich nur Kommentatoren, die unzufrieden sind mit politisch aktuellen Personen oder mit Parteiorganisationen, oder deren Entscheidungen.

Dieses geschieht oft nicht ohne Grund. Der Redaktion muss ich bescheinigen, dass im Verlauf ihres Daseins auch ein Umdenken vollzogen wurde, denn Kommentare wurden immer weniger unterdrückt, auch wenn sie den Redakteuren in ihrer Grundhaltung widersprachen. Dieses ist gut so!

Als ich hier in der NNZ erstmals mit Kirchenkritik und Religionskritik aufgeschlagen bin, wurde vielen meiner Kommentare die Zulassung verweigert, warum auch immer. Hier gab es ein Umdenken, nicht nur zur Zufriedenheit meiner Kritiker. Es ist auch ein Erfolg der NNZ und ihrer Kommentatoren, dass sie in der Öffentlichkeit wahr genommen werden und davon lebt auch die NNZ. Wenn die Redaktion ehrlich ist, müsste sie sich auch bei den Kommentatoren bedanken, die den Erfolg der NNZ ausmachen.

Ohne die Kommentarseite wäre die NNZ nur halb so viel wert. Über die Kommentatoren kann man tatsächlich unterschiedlicher Meinung sein ,denn deren Niveau ist wirklich von Vorzüglich bis „ Grottenschlecht“ einzuordnen, doch darüber muss der Leser entscheiden. Eine Illusion muss ich aber ansprechen, nämlich die, dass Kommentatoren glauben, dass sie irgendwelche Meinungen beeinflussen können.

Sie können nur bestehende Meinungen untermauern oder bestätigen, oder diese negieren. Wirkliche Argumente gegen oder für eine Meinung werden in der Regel ignoriert, da die Meinungen der Kommentatoren bereits fest stehen.
Deshalb sollten regionale Politiker nicht glauben, dass sie mit einem eigenen Beitrag hier eine Meinungswende erreichen können. Sie bekommen nur Zuspruch oder vehemente Ablehnung. Diese Meinung beziehe ich aber nur auf die hier auftretenden Kommentatoren, nicht auf den „ stillen Leser „ der NNZ. Deshalb sollten regionale Politiker nicht davor zurück schrecken, hier in der NNZ klar und deutlich ihre Meinung zu regionalen Aspekten vorzutragen. Diese öffentlich vorgetragenen Argumente der örtlichen Politiker vermisse ich, und offene Worte zu allen Schwierigkeiten sind sehr zu wünschen.

Herrn Greiner und der gesamten Redaktion kann ich nur vorschlagen, dass sie sich noch mehr innovativ und kritisch in die Lokalpolitik einmischen . In diesem Sinne tragen sie selbst zum Erfolg ihrer Zeitung bei und handeln im Interesse ihrer Leser. Mehr Mut, Herr Greiner mit Redaktion, und sie werden zu einem beachteten lokalen Medium im Kreis Nordhausen.
04.10.2014, 08.21 Uhr
Riese 87 | Im letzten Jahr hat die nnz die Pressefreiheit gerettet, bis auf eine schwarze Stunde
Die nnz kann zurecht stolz sein. Man sollte sich klar sein, ohne sie gäbe es ein Zeitungsmonopol in Nordhausen. In der nnz werden auch Beiträge zugelassen, die sich kritisch mit der Redaktion auseinandersetzen.

Und vor allem werden kaum Leserbriefe unterdrückt. Wer sich in Nordhausen umhört, weiß, dass beim Mitbewerber der nnz dies sehr oft der Fall ist, wenn sich diese Briefe gegen bestimmte Politiker richten bzw. gegen Ansichten, die die Redaktionsleitung vertritt.

Im vergangenen Jahr dürfte die nnz die Pressefreiheit in Nordhausen gerettet haben.

Als in der "Affäre Jendricke" in der anderen Redaktion eine für Nordhausen wohl bis dato unbekannte Unterstützungskampagne für Jendricke gefahren wurde unter Flakfeuer von Leserbriefen und Kommentaren, die vermeintliche Jendricke-Gegner diffamierten, da war es ein Segen, dass die nnz-Redaktion eines war, was jeder Journalist sein sollte: Unabhängig von den Politikern. Das zeigte sich in einer sehr differenzierten Berichterstattung.

(Man sollte übrigens das, was im vergangen Jahr in Nordhausens Redaktionen vor sich ging, in seiner Langfrist-Wirkung nicht unterschätzen. Bis heute wird, nicht nur in Juristenkreisen, der Umgang der Nordhäuser Zeitungen mit dem Vorfall Jendricke heiß diskutiert, besonders dessen Folgen für die Wahrnehmung von journalistischer Unabhängigkeit)

Die Strafe folgte: Jendricke ließ einen ihm unbequemen Artikel zensieren. Die nnz beugte sich damals diesem juristischen Druck, obwohl Juristen später feststellten, dass jeder Satz der Meldung stimmte. Das war ein schwarzer Tag für die nnz. Es blieb bei diesem einen einzigen.

Vor allem für diese Unabhängigkeit, für die Chuzpe der nnz Redaktion auch heiße Eisen anzupacken meinen großen Respekt vor der Redaktion und den Technikern. Die nnz dürfte eine gute Zukunft haben. Glückwunsch!
04.10.2014, 10.28 Uhr
Paulinchen | Es wäre…
…schlimm, wenn wir alle nur der gleichen Meinung wären. Gerade die Meinungsverschiedenheiten machen unsere Demokratie ja aus und bringen uns gewiss, wenn auch nur in kleinen Schritten, stets einen Schritt voran.

Was das Thema Rechtschreibung betrifft, so ist dies ein Fall für sich. Ich denke hier, dass sich dieses Problem eher verschlechtern wird, da wir in unseren Schulen ja einen migrationsfreundlichen Deutschunterricht haben (keine Diktate und keine Lesenoten in den unteren Klassen). Darüber hinaus, so wollen es einige Politiker, mögen die Kinder zu Beginn ihrer Schulzeit schreiben dürfen, wie sie es für richtig halten. Mir graut es schon heute vor den künftigen Ergebnissen, da ich hier eine zusätzliche Verkomplizierung der deutschen Rechtschreibung und Grammatik für sie befürchte.

Außerdem halte ich es nach wie vor für falsch, dass wir Deutschen nach der Rechtschreibreform unter keinen Umständen auf unser „ß“ verzichten wollten. Sicher bei den Namen, in denen dieser Buchstabe enthalten ist, kann und muss es ja bleiben, aber bei „Straße“ hätten wir uns doch gewiss keine Perle aus der Krone gebrochen, wenn wir es schreiben würden wie die „Ösis“ und die Eidgenossen (Strasse). Aber so sind wir halt eben, WIR Deutschen!

PS: Dann und wann wird sich bei jedem von uns auch mal der Fehlerteufel einschleichen.
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