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Do, 08:57 Uhr
04.03.2010

Treue Hundeseele

Der angeblich in Sondershausen und Umgebung gesehene Wolf war nicht nur ein ausgebüxter Hund, sondern auch eine ganz liebe Seele. Hier nnz/kn mit der rührenden Geschichte...


Über den angeblich in Großfurra gesichteten Wolf hatten wie bereits berichtet. Das einem Wolf sehr ähnliche Tier wurde da auch mehrfach gesichtet. Da es aber ständig in der Nähe des Menschen gesehen wurde, hatte der Naturschutzexperte des Landratsamtes, Wolfgang Sauerbier, von Anfang an seine Bedenken, dass es ein Wolf sein könnte (Wölfe gesichtet).

Es dauerte aber nicht sehr lange, dann lief ein Anruf bei Wolfgang Sauerbier ein. Der Gnadenhof in der Schachtstraße informierte, dass ein neu aufgenommenes Tier gleich nach dem Empfang ausgebüxt war. Der Zufall wollte es, dass das Tier tatsächlich eine recht große Ähnlichkeit mit einem Wolf hat. Vom zeitlichen Ablauf her war damit aber auch klar, der ausgebüxte Hund konnte nicht verantwortlich für das gerissene Muffelwild in der Hainleite sein.

Aber eine andere interessante Feststellung machte Wolfgang Sauerbier, wie er gegenüber nnz/kn berichtete. Nach und nach waren insgesamt neun Meldungen über die Sichtung bei ihm auf den Schreibtisch gelangt. Erst hatte er die Meldungen zeitlich nach dem Eintreffen bei ihn geordnet. Da ergab sich ein sehr uneinheitliches Bild. Zum Glück hatten alle Beobachter die Uhrzeit der Sichtung dazugeschrieben.

Als die Meldungen jetzt neu geordnet wurden, ergaben sie ein verblüffendes, aber völlig nachzuvollziehendes Bild einer treuen Hundeseele. An Hand der zeitlichen Meldungen konnte man verfolgen, wohin das Tier wollte. In der zeitlichen Reihenfolge waren die Sichtungen in Großfurra, Sondershausen Brückental, Sondershausen Dickkopf (oberhalb Berka), Berka und anschließend Hachelbich.

Wenn man jetzt noch weiß, dass das Herrchen des Hundes aus Oldisleben stammt, dann kann man sicht zurechtreimen was in dem Hund vorging. Der war ausgebüxt, weil er wieder zurück nach Oldisleben wollte. Eine Geschichte, wie es nur das Leben schreibt. An der Treue könnte sich mancher Mensch eine "Scheibe abschneiden".
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