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Do, 09:32 Uhr
04.03.2010

Frühjahrsputz für die Hausapotheke

Nach einem langen Winter mit viel Schnee, Glätte und tiefen Temperaturen kündigen die ersten Sonnenstrahlen endlich den Frühling an. Damit steht auch der Frühjahrsputz vor der Tür. Doch nicht nur Wohnung und Garten sollten auf Vordermann gebracht werden. Auch die Hausapotheke benötigt eine Durchsicht, empfehlen Thüringens Apothekerinnen und Apotheker des Freistaats.

Einzeln herumliegende Pflaster, halb leere Blister ohne Verpackung und Beipackzettel - nicht immer herrscht im Arzneimittelschrank Ordnung. Zu Verbandsmitteln und Schmerzpräparaten gesellen sich vom Arzt verordnete und nicht aufgebrauchte Medikamente. Werden die Produkte nicht verwendet, gerät der Bestand schnell in Vergessenheit.

»Alle Präparate der Hausapotheke sollten regelmäßig auf ihre Haltbarkeit geprüft werden«, so der Rat von Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Region |PRSREGION. "Abgelaufene Medikamente dürfen nicht mehr verwendet werden, egal wie stark die Beschwerden sind." Denn Arzneistoffe ändern sich im Laufe der Zeit und können dadurch unwirksam werden oder im schlimmsten Fall sogar schädliche Nebenwirkungen hervorrufen.

Allerdings: »Nicht nur Arzneimittel können verfallen. Auch Kompressen, Binden und Pflaster sind mit einem Haltbarkeitsdatum versehen und sollten kontrolliert werden«, sagt Garke. »Sterile Verbandsmittel sind nach Ablauf der Haltbarkeit nicht mehr ausreichend steril und können an offenen Wunden Infektionen verursachen.« Schreiber empfiehlt zudem, den Verbandskasten im Auto zu prüfen.

»Die Produkte, deren Haltbarkeit überschritten sind, müssen aussortiert und umweltgerecht entsorgt werden«, so Garke. Die ausrangierten Arzneimittel sollten jedoch auch wieder ersetzt werden. Denn Beschwerden treten meist plötzlich auf, und schnelle Hilfe ist gefragt. Bei der Bestückung kann die Apotheke vor Ort zu Rat gezogen werden.

»In die Hausapotheke gehören vor allem Produkte für den Notfall«, sagt Garke. Dazu zählen Präparate für kleine Verletzungen wie Pflaster, Mullbinden, elastische Binden, Kompressen und Desinfektionsmittel für Wunden. Außerdem sollten leichte Schmerz- und Fiebermittel sowie Arzneimittel, die gegen Erbrechen und Durchfall helfen, vorrätig sein. Alles andere ergibt sich aus den individuellen Bedürfnissen und der Jahreszeit. Während im Winter vor allem Erkältungen ein Thema sind, gilt es im Sommer, Mittel gegen Sonnenbrand und Insektenstiche sowie Repellentien vorrätig zu haben. Was ebenfalls nicht fehlen darf, sind Schere, Pinzette und Fieberthermometer.

Garke empfiehlt, Tabletten, Kapseln oder Säfte in ihrer Originalverpackung mit Beipackzettel zu lagern. Dann könne jederzeit das eingestanzte Verfallsdatum überprüft werden. Auf Säfte oder Tropfen, die nach Anbruch in der Regel nur wenige Wochen haltbar sind, kann das Öffnungsdatum notiert werden. Generell sollten Arzneimittel dunkel und trocken sowie vor Kindern verschlossen aufbewahrt werden. Damit sind Bad und Küche tabu. Besser eignen sich dagegen Flur oder Schlafzimmer.
Autor: nnz

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