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31.08.2009

nnz-Forum: Thüringen nach der Wahl

Thüringen hat gewählt, doch ein Leser der nnz kann das Ergebnis nicht gänzlich einordnen...


Was hat das Wählen, oder Kreuzchenmachen, nun gebracht? Eine Frage, die bestimmt nicht nur mich, sondern viele beschäftigt. Tausende sind in Thüringen zu den Wahlurnen gegangen, um mit ihrer Stimme, wie aller Orten der Wahlslogan hieß: „Das System Althaus“ abzuwählen.

Ja, Althaus und seine CDU hat richtiger Weise die Wahl verloren. Hat sie sie tatsächlich? Jedenfalls das Auftreten der Personalie Matschie in den gestrigen Wahlsendungen erzeugte bei mir, wie man so sagt: einen solchen Hals. Während Althaus und Ramelow schon unter der Dusche standen kam Matschie erst durchs Ziel und erklärte sich dann als der wahre Sieger.

Er zeigte sich als das, was er schon immer war, ein durch Machtgeilheit getriebener, der lieber mit Althaus kuschelt als sozialdemokratische Politik durchzusetzen. In diesem Sinn wird er seine Wähler für das Amt als stellvertretender Ministerpräsident an die CDU verraten. Gut, auf die SPD ist ja nun schon 95 Jahre kein Verlass. Sie waren, sind und bleiben Steigbügelhalter.

So gesehen wäre die Linke als zweitstärkste Kraft in Thüringen defacto der Wahlverlierer.
Jürgen Nagel, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare

31.08.2009, 10.04 Uhr
Gonzales | Kein Verlierer
Die LINKE ist natürlich nicht der Wahlverlierer, denn sie konnte ja noch mehr Stimmen einheimsen als vorher. Das Problem sind diese Undemokratischen Parteien, die mit Möchtegern - Politikern selbst Ihre Eltern für Macht verraten würden. Matschie ist da leider nicht besser als Althaus.

Mal abgesehen davon, das man gestern Abend wieder versuht hat die LINKE als undemokratisch hinzustellen. Lachhaft!

Wählen wir nun genau deshalb noch Kohls Mädchen ab. Dann haben wir alle gewonnen!

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01.09.2009, 12.46 Uhr
H. Buntfuß | Begeht die SPD wieder Wahlbetrug?
Die Thüringer Wahlen sind Geschichte, jetzt kann man darauf gespannt sein, wie sich die SPD entscheidet. Angetreten waren sie mit den Wahlslogan „Althaus muss weg!“. Sie wollten einen Regierungswechsel, nun muss man Farbe bekennen, ob man sich an diese Wahlversprechen hält, oder ob man wie die Bundespolitiker dem Wähler nur Sand in die Augen streut.

Oder nennt man es einen Regierungswechsel, wenn man sich zum Handlanger von Althaus macht? Eine sehr wichtige Frage für Nordhausen ist es, was aus Matschies „Prinzessin“, Frau Rinke wird, oder wird sie jetzt das „Aschenputtel“ von Althaus?

Die Antwort auf diese Frage, werden wir erst nach der Bundestagswahl bekommen, so wie ich das sehe. Die Angst vor gravierenden Stimmenverlusten bei SPD und CDU ist sehr groß. Ich erinnere hier nur an die Hessenwahl, wo plötzlich drei SPD-Genossen ihr Gewissen entdeckten, man sprach sogar von Beeinflussung. Das kostete den Genossen viele Stimmen.

Wie will man den Wählern eine Zusammenarbeit mit der CDU glaubwürdig erklären? Mit gemeinsamen Schnittpunkten wird das nicht gehen, es sei denn, die SPD schreibt ihr Programm um. Das traue ich der SPD ohne weiteres zu, nachdem, was der Kanzlerimitator Steinmeier in Hannover von sich gegeben hat. Nur gut, dass ich mir das Programm besorgt habe, ich werde die SPD-Genossen dann zur gegebenen Zeit an ihre Versprechen erinnern.

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