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Mo, 12:17 Uhr
10.08.2009

Jede Minute zählt

Den Ärzten, Krankenschwestern und Pflegern der Schlaganfall-Spezialstation (Stroke Unit) im Nordhäuser Südharz-Krankenhaus wurde vor einigen Tagen ihre hervorragende Qualitätsarbeit von unabhängiger Stelle bestätigt. Der Chefarzt der Klinik für Neurologie, Dr. med. Ulrich Erdmann, konnte die Urkunde der überregionalen Zertifizierung entgegennehmen.


Sitzend, von links: die Assistenzärztin Rosa Drüke sowie Schwestern Sandra Fiedler und Sabine Krauel, dahinter stehend: Chefarzt Dr. Ulrich Erdmann (links) und Oberarzt Robert Rejmus

Damit wird dem gesamten Team eine Spitzenversorgung der Schlaganfallpatienten im gesamten Nordthüringer Raum attestiert. Die nächsten Schlaganfallzentren ähnlicher Qualität gibt es in Erfurt, Göttingen, Halle und Magdeburg, wobei nicht alle eine überregionale Zertifizierung aufweisen können.

Während der Zertifizierung hatten sich deutschlandweit anerkannte Fachleute die Arbeit des 25köpfigen Teams im Südharz-Krankenhaus genauestens angesehen, hatten kontrolliert, wieder gecheckt und Abläufe überwacht. Insgesamt mussten 60 Kriterien erfüllt werden.

„Die Zertifizierung ist ein enormer Anspruch an unsere Arbeit. Dieser Anspruch ist jedoch nicht statisch, immer wieder müssen die Qualitätsanforderungen überprüft und angepasst werden. Dem jährlichen internen Audit schließt sich alle drei Jahre die erneute externe Überprüfung an“, so Chefarzt Erdmann.

Die hohe Qualität der Versorgung der Schlaganfallpatienten beginnt zum Beispiel mit der internen Logistik. Patienten mit Schlaganfallsymptomen werden von den Fachleuten bereits in der Notaufnahme des Krankenhauses erstversorgt. Das Team der Spezialstation überprüft die Blutwerte, parallel wird ein CT gemacht und danach unmittelbar mit der Therapie begonnen.

Nichts ist bei einem Schlaganfall wichtiger als der Faktor Zeit. Ist deutschlandweit vorgeschrieben, dass der Abschnitt von der Einlieferung bis zum Beginn der Therapie maximal bei einer Stunde liegt, so kommt das Südharz-Krankenhaus in Nordhausen auf 20-30 Minuten. Zeit, die oft über eine dauerhafte Behinderung oder Genesung entscheidet. Genauso entscheidend ist die Zusammensetzung des interdisziplinären Teams, das in Nordhausen aus speziell geschulten Ärzten wie Neurologen, Kardiologen, Radiologen, Gefäßchirurgen bis hin zu Krankengymnasten, Sprach- und Ergotherapeuten besteht.

Dr. Ulrich Erdmann appelliert deshalb an die Leser, bei Lähmungserscheinungen, Seh- oder Sprachstörungen sofort den Notarzt oder die Rettungsleitstelle zu informieren. Im vergangenen Jahr wurden im Südharz-Krankenhaus etwa 700 Schlaganfallpatienten behandelt. Natürlich sind Raucher, Menschen mit Bluthochdruck, mit Diabetes oder mit Herzrhythmusstörungen besonders gefährdet, die kontinuierlich steigende Zahl der Schlaganfälle hat in erster Linie mit dem ständig steigenden Alter der Menschen zu tun. Beispiel: Ein 70 Jahre alter Mensch ist doppelt so stark gefährdet wie ein 60jähriger.
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Kommentare

12.08.2009, 13.34 Uhr
Bonefatius K. | Südharz-Krankenhaus NDH
Wir können uns glücklich schätzen, ein so hervorragend organisatorisch, technisch und medizinisch ausgerüstetes Krankenhaus unser eigen nennen zu dürfen!

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12.08.2009, 15.38 Uhr
Bürgerin | bitte nicht immer nur die Sahnehäubchen zeigen
Noch viel mehr könnten wir es zu schätzen wissen, wenn es auch genug Personal gäbe für dieses "hervorragend organisatorisch, technisch und medizinisch ausgerüstete Krankenhaus".

Vielleicht sollte man weniger Wert auf ständig neue mediz. Geräte legen und zunächst Ärzte und Pflegepersonal finden, die gern und effektiv in diesem ach so tollen Krankenhaus arbeiten. Daran fehlt es nämlich immer noch und dies ist eine Zumutung für alle Patienten dieses Hauses.

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12.08.2009, 17.35 Uhr
Heimathistoriker | sie haben ja nicht ganz unrecht
sehr geehrte Bürgerin!

Ja, vielleicht sollte man das, was sie hier ansprechen tun. Aber leider ist dies auch eine Frage des Geldes und des Managements. Ich selber bin kein Angestellter des SHK, weiß aber durch eine Unterhaltung, welche ich erst vor einiger Zeit mit Personal des Krankenhauses hatte, das selbiges dort auch unzufrieden mit den Management ist.

Was soll aber auch die Personalpolitik unseres Krankenhauses, wenn ich, wie neulich erst in meiner näheren Bekanntschaft gesehen, wenn ich wenige Kilometer "im Westen" als Krankenschwester etwa das doppelte bezahlt bekomme, wie hier???

Vielleicht sollten hier j mal Politiker, Krankenkassen und Volks- und Betriebswirte mal an den eigenen Gehältern arbeiten, bzw. die Pfleger und Ärzte gerecht entlohnen!

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12.08.2009, 19.58 Uhr
Bürgerin | wenn es nur das wäre
wenn das nur das Problem wäre, würde ich IHnen rechtgeben, aber es ist nicht nur eine Frage des Geldes für einen Arzt dort, sondern es ist das Gesamtpaket und scheinbar ist es der Geschäftsleitung wichtiger sich selbst ständig "über den Klee zu loben"und weniger sich mal um die Vorschläge und Anliegen des Personals zu kümmern.

Da läßt man dieses lieber ziehen, auch wenn das zu Lasten der Patienten geht, die immer länger auf wichtige Behandlungen warten müssen.

Ich bin sehr unzufrieden mit der Versorgung dort gewesen und die Zahl derer, denen es wie mir ergangen ist wird allein in meinem Bekanntenkreis drastisch größer, aber selbst offene Kritik wird nicht wahrgenommen oder "unter den Teppich gekehrt".

Ich habe Angst, mal wirklich enrsthaft zu erkranken und auf kompetente ärztliche Hilfe des Krankenhauses angewiesen zu sein. Da kann da noch soviel zertifiziert werden, schaut man sich den Alltag und normalen Ablauf auf vielen Stationen an, sieht man etwas anderes.

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13.08.2009, 12.29 Uhr
denk-mal | Teppiche und sonstige Endsorger
Es wird überhaupt generell alles totgeschwiegen was mit oder besser in diesem komunalgeführten Krankenhaus geschieht. Schlagzeilen, wie das kündigen kompletter Teams schrecken mal kurtz auf, aber es wird sofort als "normal" beschrieben, das so etwas derartiges passiert.

Da kommt so ein Zertifikat gerade recht um mal wieder etwas positives zu veröffentlichen. Sicherlich ist es bemerkenswert und nicht hoch genug zu achten, wenn man Leistungen, wie beschrieben achtet und vor allem auch würdigt und anerkennt.
Es wäre ungehörig da zu widersprechen!

Aber unser Krankenhaus hat eben nicht nur dieses Aufgabengebiet zu besetzen. Die technische Ausrüstung bietet sehr viel mehr. Was nützen die tollsten Autos oder der beste Rennstall wenn die Fahrer oder Jockeys fehlen - eben wenig.
Bis her wird doch alles was nicht so passt, nicht genannt und unter den berühmten Teppich verlagert.

Hoffentlich kommt es nun mehr und mehr zu solchen zertifikaten und Anerkennungen, es wäre wünschenswert, für das Ansehen des Hauses aber noch mehr für die zuversorgenden Patienten.

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13.08.2009, 16.07 Uhr
Heimathistoriker | Kommunales Unternehmen...
Sehr geehrter Herr Höfer,

Sicher, Ihnen, als FDP-Politiker ist es nicht neu, was in diesen Krankenhaus passiert, aber auch die FDP tut nichts, absolut nichts, gegen die Missstände in SHK.

Wann hat sich denn Ihre Partei das letzte mal zu Wort gemeldet, wenn es um soziale Sachen geht???

Sie sehen das wohl wider dem tierischen Ernst oder, wie viele meiner Mitbürger schön durch die Massenmedien gelenkt, durch die Rosabrille.

Achja: Was nutzen einem die besten Zertifikate, wenn es an fähigen Personal fehlt bzw. das Personal überfordert ist???

Warum ist denn die FDP die "Wirtschaftspartei"? Sicher nicht, weil sie sich sozial engagiert! Also, denkt mal..., wie Sie das immer so schön zu Schreiben Pflegen, Herr Höfer!

Ich verbleibe dennoch mit freundlichen Grüßen

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13.08.2009, 18.45 Uhr
denk-mal | c.b.
diese zeitung als chat zu benutzen, in der eigenen deckung bleiben und dann unqualifiziert schießen, ist weder eine feine noch niveauvolle art. Sie bemerken und verlangen denken? ich würde mich gern geistig duellieren, aber das wird nicht gehen, denn es scheint mir, sie sind unbewaffnet.

noch eine mitteilung an die redaktion es liegt keine beleidigung vor !!!!!

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13.08.2009, 19.14 Uhr
Heimathistoriker | denk-mal
Sehr geehrtes denk-mal,

leider lassen Sie mir keine andere Wahl, als diese Zeitung als Chat zu benutzen...

1. sie sprechen hier von fein und niveauvoll, ich denke, dass bin ich, denn ich bin zurzeit weder in der einen, noch in der anderen Partei (CDU - FDP)

2. denke ich Links (bin jedoch noch (nicht) in einer Partei!!!)

3. Wie heißt es doch so schön: getroffene Hunde bellen...


Aber wir wollen doch beim Thema bleiben, denn im Artikel geht es ja ums SHK und nicht um uns, oder irre ich mich da???

Also denk-mal: ich beende mal wieder meinen Beitrag mit den von Ihnen gern zitierten ausspruch: Denkt doch mal...

Noch was für die Reaktion: Wer hat denn jetzt angefangen, die Zeitung als Chat zu benutzen?

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