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Mi, 09:03 Uhr
18.03.2009

Konzepte werden vorgestellt

Wie von Hans-Joachim Hartwig, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung von stillgelegten Bergwerksbetrieben mbH (GVV), im Februar in einem Pressegespräch mit kn angekündigt, begannen gestern in Sondershausen die Gespräche um eine mögliche Zukunft eines Kaliwerkes Roßleben...

Bei diesem Treffen in Sondershausen sollen die Interessenten ihre Konzepte nicht nur näher vorstellen, sondern sie werden auch durch die GVV nach wichtigen Details befragt, ohne deren Kenntnis eine Vergabe überhaupt nicht möglich wäre.
In Sondershausen begannen am Dienstag die Verhandlungen zum ehemaligen Bergwerk in Roßleben. In der Ausschreibung um die Lagerstätte hatten sich laut GVV das deutsch-israelische Konsortium Florett und das Unternehmen K+S aus Kassel beworben.

Standort neuer Kalischacht (Foto: Hans-Jürgen Schmidt) Standort neuer Kalischacht (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)

In etwa in diesem Gebiet (bei Reinsdorf Sachsen-Anhalt) wird der eigentlichen Förderschacht für das neue Kaliwerk liegen, so sehen es wohl beide Konzepte vor.

In Roßleben können theoretisch noch rund 200 Millionen Tonnen Kalirohsalz abgebaut werden. Neben der Fragen der Arbeitskräfte und den Erlösen für die GVV werden besonders Fragen zur Umweltverträglichkeit eine wichtige Rolle spielen, so GGV -Geschäftsführer Hans-Joachim Hartwig, bei einem Gespräch vorab mit kn.

Gestern stellen die Vertreter von K + S um Geschäftsführer Dr. Ralf Dieckmann (mit dabei Frank Hunstock, Sondershäusern nicht unbekannt) ihr technisches Konzept vor. Bisher nur aus den Gesprächen bekannt ist, dass man sich im Mai erneut treffen will. Heute sind die Vertreter des Konsortiums Florett um Jaap van Engers und Ralph Haase, Geschäftsführer der Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft mbH (GSES), dran, ihr technisches Konzept vorzustellen.

Brücke ICE Trasse (Foto: Hans-Jürgen Schmidt) Brücke ICE Trasse (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)

Eine sehr wichtige Rolle wird auch die ICE-Trasse spielen, hier ein Brückenfoto ganz in der Nähe, weil die ICE-Trasse die Lagerstätte förmlich teilt. Und die Bahn AG hat bereits angekündigt, dass es Nulltoleranz zu Bergbausenkungen gibt. Der Abbau auf nachgiebigen Pfeilern war ja zu DDR-Zeiten in der Kaliindustrie durchaus nicht selten, so z.B. im damaligen Kalibetrieb Zielitz. (Fotos: Hans-Jürgen Schmidt.)

Übermäßige Euphorie über die aufgenommenen Gespräche ist hier nicht am Platze. Es wird mindestens ein halbes Jahr dauern, ehe in der GVV die Entscheidung fällt, welcher der beiden Bewerber den Zuschlag erhält. So eine Entscheidung braucht viel Augenmaß, denn es geht um Investitionen von fast einer Milliarde Euro. Die hat niemand, auch die Kali & Salz AG nicht, in der Portokasse. Und ehe die laufende Produktion beginnt, werden sicher nochmals mehrere Jahre vergehen, schon wegen der vielen Genehmigungsverfahren.

Den vollständigen Artikel des im Februar geführten Pressegesprächs mit Hans-Joachim Hartwig finden Sie hier:
Gespräch mit Hartwig
Autor: khh

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