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Mi, 10:29 Uhr
18.03.2009

Gut beschäftigte Floriansjünger

Zu durchschnittlich vier Einsätzen pro Tag wurde im vergangenen Jahr die Nordhäuser Berufsfeuerwehr gerufen. Das sagte jetzt Bürgermeister Matthais Jendricke der nnz online.

„Die Beamten hatten insgesamt 1412 Einsätze. Darunter fielen 161 Brände, 1063 Hilfeleistungen sowie 188 Fehlalarme.“ Die Schadenssumme habe insgesamt 1,6 Millionen Euro betragen.

Gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren der Stadt- und Ortsteile seien 60 Einsätze gefahren worden – darunter 22 Brände. Besonders anerkennenswert sei die Arbeit der 14 Freiwilligen Stadt- und Ortsteilwehren, „die wesentlich dazu beigetragen haben, dass die Sicherheit und das Wohlergehen der Menschen in unserer Stadt gewährleistet ist“, so der Bürgermeister.

stadt ndh (Foto: stadt ndh) stadt ndh (Foto: stadt ndh)


Zum Bild: Der Job des Feuerwehrmannes bzw. der –frau ist ein harter. Hier ein Bild von der jüngsten Großübung aller Nordhäuser Feuerwehren auf dem Betriebsgelände der van-Asten-GmbH. Foto: I. Bergmann

Der mit einer Schadenssumme von 1 Million Euro größte Brand sei der am 5. Juli im Studentenwohnheim der Fachhochschule gewesen, gefolgt von einem weiteren Großbrand in einem Eigenheim am Kohnsteinweg mit einer Schadenssumme von 200.000 Euro. An dritter Stelle mit einer Schadenssumme von 50.000 Euro stehe ein Brand auf einem Fabrikgelände in der Bleicheröder Straße.

Insgesamt habe sich der Schwerpunkt der Einsätze weg von den Bränden hin zu den technischen Hilfeleistungen verlagert. „Dies ist sicher auch ein Erfolg des vorbeugenden Brandschutzes“, so Gerd Jung, der Leiter der Nordhäuser Berufsfeuerwehr. Allerdings nehme die Zahl der technischen Hilfeleistungen Jahr für Jahr zu.

Insgesamt habe die Stadt Nordhausen im vergangenen Jahr 2,3 Millionen Euro für den Unterhalt der Feuerwehren ausgegeben. ausgegeben. Darunter falle u.a. die Anschaffung eines Hilfeleistungslöschfahrzeugs für die Berufsfeuerwehr mit 230.000 Euro und der Neubau des Feuerwehrhauses in Stempeda mit 188.000 Euro.
Autor: nnz

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Kommentare
stimme-der-wahrheit
20.03.2009, 14:10 Uhr
Keiner fragt nach den Kosten!
Wo her kommt die Diskrepanz zwischen der Zahl der Einsätze der Freiwilligen Feuerwehren und der Berufsfeuerwehr der Stadt Nordhausen?

Auf die Freiwilligen Feuerwehren entfallen nach dieser Statistik weniger als 5% des Einsatzvolumens im Verhältnis zu den "Beamten". Interessant wäre mal ein Vergleich der Kosten des Verwaltungshaushaltes (laufende Kosten) zwischen Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren. So kommt im Falle eines kostenpflichtigen Einsatzes der Einsatz von bezahlten Feuerwehrangehörigen/Beamten den Kostenschuldner (z.B. Halter eines verunfallten Fahrzeuges) deutlich teurer als der von Freiwilligen Fw-Angehörigen, da diese unentgeltlich arbeiten.

Andere Städte mit Berufsfeuerwehr wie z.B. Erfurt binden ihre Freiwilligen deutlich stärker in das Einsatzaufkommen mit ein. Warum geht das in Nordhausen nicht?

Investitionen:

Wenn hier mit Zahlen für die Beschaffung eines Hilfeleistungslöschfahrzeugs geworben wird, so sollte man dem Leser doch auch die Tatsache nicht vorenthalten, das die Beschaffung des Fahrzeugs mit 125.000,- € vom Land Thüringen bezuschusst wurde und der Landkreis Nordhausen ebenfalls einen Beitrag zu diesem Fahrzeug leistet. Auch für den Neubau/Sanierung von Gerätehäusern gibt das Land nicht unerhebliche Förderungen.

In Deutschland beträgt die Freiwilligenquote 96% im Feuerwehrwesen. Es ist ein flächendeckendes- hoch effizientes- und vor allem kostengünstiges System für die Sicherheit unserer Bürger, welches die „Freiwilligen“ überwiegend stellen.
Contra
22.03.2009, 10:27 Uhr
@ oberbrandmeister
In Nordhausen müssen nicht bei jedem Einsatz gleich 3-4 Feuerwehren eingesetzt werden! Im Landkreis werden (müssen) gleich mehrere Feuerwehren eingesetzt werden wenn ein kleiner Ölfleck auf der Straße ist! Wo bleibt da die Kostenfrage?
Peppone
22.03.2009, 14:41 Uhr
Polizei oder Einsatzzentrale entscheiden
in der Regel über den Einsatz von Feuerwehren bei der Beseitigung von Ölspuren.

Kommentare kommentieren ist eigentlich nicht mein Ding, aber hier scheint es zum besseren Verständnis angebracht zu sein. Grundsätzlich ist für die Beseitigung von Ölspuren, oder wie hier von "Contra" bemerkt "kleinen Ölflecken", der Straßenbaulastträger zuständig. Also die Gemeinde, Stadt, Land, der Bund oder bei einer Privatstraße der Besitzer!

Auf öffentlichen Straßen ist hier meist die Polizei oder die Einsatzzentrale Derjenige, der hier sofort "Amtshilfe" leisten muss und dafür sorgt, dass die Straße schnellstmöglich wieder in einen verkehrssicheren Zustand gebracht wird. Bei einer kilometerlangen Ölspur kann es da schon mal sein, dass auf Anforderung zwei Feuerwehren ausrücken müssen. Auch in Nordhausen wird das so sein!

Die Behauptung, dass hier angeblich 3 bis 4 Feuerwehren im Landkreis eingesetzt werden müssen, entspringt wohl eher einem subjektiven Empfinden und nicht der gelebten wirklichen Realität.

Wenn hier behauptet wird, dass im Landkreis mehrere Feuerwehren ausrücken, um einen "kleinen Ölfleck" zu beseitigen, sollte man das dann auch mit konkreten Beispielen untermauern. Die lapidare Aussage, Nordhausen schafft das mit einer Feuerwehr und der Landkreis braucht dazu 3 bis 4 ist mir persönlich ein klein wenig zu vage.

Aber leider leben wir in einer Zeit, in der straffe Behauptungen manchmal mehr zählen als ein schwacher Beweis! In diesem Sinne, her mit den Beweisen lieber Contra!
stimme-der-wahrheit
24.03.2009, 15:58 Uhr
Beamte verursachen höhere Kosten wie Freiwillige
Des Einen sein Pro des Anderen sein "contra"

Mit solch Behauptungen (3-4 Feuerwehren für kleinen Ölfleck) wäre ich vorsichtig. Auch in der Stadt bestehen Probleme mit der Einsatzbereitschaft bei den Freiwilligen. Ab und zu werden sie sogar zugegeben, siehe hier letzter Absatz:

http://nnz-online.de/news/news_lang.php4?ArtNr=46076

Wer ausrückt legt die Alarm und Ausrückeordnung (AAO) der jeweils territorial zuständigen Gemeinde fest. Die Thüringer Feuerwehr-Organisationsverordnung und div. Feuerwehrdienst- und Unfallverhütungsvorschriften regeln Wer mit wie vielen, zu Was fährt. Ich kann Hubertus nur beipflichten. In Nordthüringen werden Verunreinigungungen auf Bundes- und Landesstraßen von einer Firma G... aus dem Eichsfeldkreis beseitigt. Kosten für einen ausgelaufenen Motor nach Verkehrsunfall ca. 1500€, je nach Grad der Verschmutzung. Die Feuerwehren übernehmen nur Sicherungsaufgaben, da sie deutlich schneller am Einsatzort sind wie der Umweltdienst G....

Nun muss sich Contra fragen lassen, wer verursacht höhere Kosten (inklusive der Vorhaltung)? Die Beamten zu sechst mit teils bis zu drei Fahrzeugen (voll bezahlt), oder zwei Freiwillige Feuerwehren mit zwei Fahrzeugen und 9 Kameraden (zur Erinnerung sie bekommen nichts für ihren Einsatz)?

Um nicht noch mehr Schärfe in diese Diskussion zu bringen, es ist gut und richtig so, das es die BF in NDH gibt. Sie sichert den Grundschutz in der Stadt Nordhausen wie es das Brandschutzgesetz von jeder Gemeinde fordert. Weitergehende Möglichkeiten sind aber auf Grund der dort bestehenden Personalstärke realistisch betrachtet doch wohl eher gering.
Willi
24.03.2009, 17:05 Uhr
@ ortsbrandmeister
Ich verstehe diese sinnlose Diskussion hier nicht? Ihre Aussage:"Beamte verursachen höhere Kosten wie Freiwillige" ist doch völlig daneben. Die Stadt Nordhausen hat sich, wie übrigens vergleichbare Städte auch (Gotha, Eisenach, Suhl, Altenburg...), für eine Berufsfeuerwehr entschieden, was ich sehr begrüße. Da kann man doch nicht aus lauter Solidarität mit den Freiwilligen zu jedem Einsatz noch ein paar von denen mit alarmieren.

Auch wenn es überhaupt nicht nötig ist. Wenn ich die Einsatzberichte in der NNZ oder der TA lese, so sind bei größeren Einsätzen immer auch Freiwillige Wehren dabei. Außerdem hat sich der Chef der FFW Nordhausen Mitte erst kürzlich positiv über die Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr geäußert. Also, was soll das hier...?
Contra
25.03.2009, 08:31 Uhr
@ oberbrandmeister
Es ging mir nicht um die höheren kosten!

Geschrieben von Oberbrandmeister:

>Nun muss sich Contra fragen lassen, wer verursacht höhere Kosten (inklusive der Vorhaltung)?<

Wenn ein Verursacher einer Ölspur bekannt ist, kann die betreffende Gemeinde die Kosten dem Verursacher in Rechnung stellen.

Geschrieben von Oberbrandmeister:

>Die Beamten zu sechst mit teils bis zu drei Fahrzeugen (voll bezahlt), oder zwei Freiwillige Feuerwehren mit zwei Fahrzeugen und 9 Kameraden (zur Erinnerung sie bekommen nichts für ihren Einsatz)? <

Bei Einsätzen von Freiwilligen Feuerwehren können auch Kosten für die Gemeinde entstehen. So ist einen Arbeitgeber die Lohnfortzahlung zu Leisten wenn ein freiwilliger Kamerad während der Arbeitszeit zum Einsatz fährt!

Aber was soll man sich hier streiten! Wichtig ist es doch, dass Ehrenamt der Freiwilligen Feuerwehren noch weiter zu stärken und versuchen mehr Leute für diese Ehrenamt zu begeistern!
stimme-der-wahrheit
26.03.2009, 10:52 Uhr
@ contra wegen Kosten
da gebe ich "contra" vollkommen Recht. Das Ehrenamt in den Feuerwehren zu stärken sollte gemeinsame Aufgabe sein und nicht sinnlose Diskussion um die Kosten der Freiwilligen. Denn Motivation spielt gerade im ehrenamtlichen Bereich eine entscheidende Rolle für die Einsatzbereitschaft und damit für den Fortbestand der Wehren!

Wenn „Willi“ hier schreibt: „Da kann man doch nicht aus lauter Solidarität mit den Freiwilligen zu jedem Einsatz noch ein paar von denen mit alarmieren.“ zeugt das nicht gerade von Wertschätzung.

Damit möchte ich für meinen Teil, die hier von mir begonnene Diskussion beenden, bedanke mich für die Beiträge.
Willi
27.03.2009, 08:28 Uhr
@ortsbrandmeister
Sie werfen mir mangelnde Wertschätzung vor? Das ist ganz und gar nicht der Fall. Nur muss die Leitstelle bei einem eingehenden Notruf entscheiden, schafft das die Berufsfeuerwehr allein oder müssen auch freiwillige Wehren allarmiert werden. Vor Ort entscheidet dann die Einsatzleitung ob Verstärkung angefordert werden muss oder eben nicht. Auf Verdacht einige freiwillige Wehren mit zum Ort des Geschehens schicken, obwohl diese dort gar nicht benötigt werden, ist doch Quatsch. Dann sind wir übrigens wieder bei dem Thema Kosten....
Mein Beitrag hat daher nichts mit mangelnder Wertschätzung von Personen, welche in unserer Gesellschaft ein Ehrenamt ausüben, zu tun!
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