tv nt eic kyf msh nnz uhz
Do, 11:51 Uhr
27.11.2008

Stiftung Warentest gewinnt Prozesse

Zwei Prozesse, die gegen die Stiftung Warentest angestrengt worden waren, sind zu Gunsten der Verbraucherorganisation entschieden worden. Hier die Einzelheiten auf einen Klick....


In einem Fall hatte die Firma Faber-Castell beim Landgericht Nürnberg-Fürth eine einstweilige Verfügung gegen Behauptungen beantragt, die sich auf Buntstifte der Firma bezog. Unter der Überschrift "Gift im Stift" hatte die Stiftung Warentest in der September-Ausgabe ihrer Zeitschrift test Schulbedarf auf Schadstoffe untersucht und dabei Farbstifte der Firma Faber-Castell als "stark belastet" eingestuft. Sie hatte in der schwarzen Mine eines Buntstifts der Firma zu hohe Mengen von PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) gefunden. Im Lack eines Buntstifts wurde darüber hinaus ein gesundheitsgefährdender Phthalat-Weichmacher festgestellt.

In der Frage, wie viele Schadstoffe tatsächlich in den Stiften enthalten waren, konnte die Firma Faber-Castell die von ihr behauptete Unwahrheit der gemachten Aussagen zur Überzeugung des Gerichts nicht glaubhaft machen. Auch hinsichtlich der Bewertung Schadstoffe folgte das Gericht der Argumentation der Stiftung und wies den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung ab.

In einem weiteren Verfahren hatte die Firma Hipp beim Landgericht München I ebenfalls eine einstweilige Verfügung beantragt. Die Stiftung Warentest hatte in der September-Ausgabe von test unter der Überschrift "Mehr Fett, bitte!" eine Untersuchung zu Babymenüs veröffentlicht und den zu geringen Fettgehalt der Produkte, so auch des Hipp-Babymenüs, bemängelt.

Im Kern ging es bei dieser Auseinandersetzung darum, ob die Ernährungsempfehlungen der Stiftung Warentest mit den Höchstwerten der Diätverordnung für den Fettgehalt dieser Produkte in Einklang stehen. Das Gericht bejahte diese Frage und wies den Antrag ab.

Beide landgerichtlichen Urteile sind rechtskräftig.
Autor: nnz

Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige MSO digital

Cookies

Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.
Cookies akzeptieren
nur technisch notwendige
Javascript muss aktiviert sein.