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Di, 10:10 Uhr
13.07.2021
Fotoausstellung in der Stadtbibliothek

Die Bahn in Bildern

Die Straßenbahn ist aus Nordhausen nicht wegzudenken. Der Hobbyfotograf und passionierte Kenner der Nordhäuser Straßenbahn Ulf Gassmann hat die schönsten Fotos aus seiner Fotosammlung zur Straßenbahn in Nordhausen zusammengetragen...

Seit 1900 mit der Straßenbahn durch Nordhausen und 20 Jahre Combino - Ulf Gassmann zeigt historische Bilder in der Stadtbibliothek (Foto: Stadtbibliothek Nordhausen) Seit 1900 mit der Straßenbahn durch Nordhausen und 20 Jahre Combino - Ulf Gassmann zeigt historische Bilder in der Stadtbibliothek (Foto: Stadtbibliothek Nordhausen)


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Bis zum 31. August werden seine Fotos in der Stadtbibliothek Nordhausen gezeigt. Die Fotoausstellung „Seit 1900 mit der Straßenbahn durch Nordhausen und 20 Jahre Combino“ kann während der Öffnungszeiten der Bibliothek besichtigt werden.

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Kommentare

13.07.2021, 12.05 Uhr
DDR-Facharbeiter | Das Abschieben der "Elektrischen" an Landkreis ist traditionslos.
Die Straßenbahn ist aus Nordhausen nicht wegzudenken. Sie war nach der Zerstörung des alten Nordhausens in den Apriltagen 1945 sozusagen das" Eiserne Band", das die durch Ruinen getrennten Stadtteile verband und zusammenhielt. Ein Schüler der Theo-Neubauerschule- sein Name war Gerhard Herbst - baute um 1948/48 aus Kanthölzern 20x20 Modelle der Nordhäuser Straßenbahnwagen mit den indivuellen Merkmalen der Wagen. Die"Elektrische" - so nannten die Nordhäuser ihre Straßenbahn- gehört bis heute zu den Anziehungspunkten der Stadt.
Der amtierende Stadt-Verwalter hat in seinem Wahlkampf verschwiegen, dass er Nordhäuser Traditionen wie die Planungshoheit über die Elektrische an den Landkreis abschieben will. Das ist in meinen Augen unaufrichtig und traditionslos..

Anmerkung techn. Support:
Am Ende entscheidet nicht der Oberbürgermeister, sondern der Stadtrat über die Abgabe der Straßenbahn an den Landkreis. Bisher ist es nur ein Vorschlag, der vom Stadtrat in diversen Ausschüssen diskutiert wird.
Wenn alle unaufrichtig wären, die nicht jeden Vorschlag und diverse Entscheidungen ihrer Legislatur im Vorfeld beim Wahlkampf kennen und verkünden, gäbe es keine Aufrichtigen mehr.

Die Stadt bzw. der Oberbürgermeister erklärt seine Sicht der Dinge unter https://www.nordhausen.de/index-c.php?ID=27719

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13.07.2021, 15.20 Uhr
grobschmied56 | Punkt für den Facharbeiter...
... und sein Engagement für die 'Elektrische'. Jede Stadt, die über ein Straßenbahnnetz verfügt, sollte sich glücklich schätzen. Die Beförderung großer Passagierzahlen ohne Abgas und Dreck ist eine gute Sache. Den Wert von Politikern sollte man auch daran messen, wie diese mit 'ihrer' Straßenbahn umgehen.
Lobenswert ebenfalls der Einsatz des Herrn Gassmann. Schön, daß es Bürger gibt, die Geschichte im Bild festhalten und allgemein zugänglich machen!

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13.07.2021, 19.35 Uhr
Oberstudienrat | sorry....muss schmunzeln...
nur weil der Träger der Straßenbahn wechselt, wird sie nicht abgebaut und im Landkreis verteilt, liebe Vorkommentatoren - die Bahn bleibt selbstverständlich wo sie ist und bleibt ein Anziehungspunkt (wenn sie das denn ist) der Stadt. *lach* - abgesehen davon, finde ich den Wechsel zum Landkreis auch nicht so toll. Andererseits... wenn der landkreis die Finanzierung der StraBa sichert, sie erhält und verbessert .... warum denn nicht ?

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13.07.2021, 22.43 Uhr
Fönix | "Warum denn nicht?"
Weil dann die leider oft unleidlichen, introvertierten und wenig kooperationbereiten Nordhäuser ihren außergewöhnlichen ÖPNV-Komfort zu erheblichen Teilen von den fleißigen Bürgern des Restkreises finanziert bekommen, obwohl diese die "Elektrische" nur vergleichsweise selten nutzen können...

Eine Jahreskarte macht da nicht wirklich Sinn ...

Um nicht missverstanden zu werden:

Mich hat die Nordhäuser Straßenbahn schon vor 55 Jahren fasziniert, ich bin immer gerne mitgefahren und uneingeschränkt der Meinung, dass sie unbedingt erhalten werden muss. Aber dieses neue Finanzierungsmodell piept mich an. Deshalb müsste in diesem Fall ein Ausgleich integriert werden z. B. mit einem angemessenen ÖPNV-Freikartenkontigent für alle Nichtnordhäuser im Landkreis...

;-)))))

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13.07.2021, 23.37 Uhr
Oberstudienrat | mein lieber feuervogel...
....nun haben Sie mal nicht so eine schlechte Meinung von den Nordhäusern. Sie verteidigen doch nur mit Zähnen und Klauen, was sie haben. ...und das ist Recht und Billig !

Mal ganz pragmatisch gesehen: Die Stadt hat offenbar Probleme die StraBa zu finanzieren. Jedenfalls mit der aktuellen Taktung und dem vorhandenen Material. Die Ursachen dafür werden wir hier nicht ergründen. Wirtschaftlich betreiben kann jedenfalls kaum eine Stadt ihre Tram. Also ist es doch eigentlich schlau die Finanzierungsbasis auf breitere Beine zu stellen. Hinzu kommt, dass so die StraBa in ein kreisweites ÖPNV-Konzept integriert werden kann. Ob das funktioniert, weiß ich nicht, aber wenigstens ist die Chance da. Wenn die Stadt sich die "Elektrische" nicht mehr leisten kann ist Feierabend....

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14.07.2021, 01.00 Uhr
grobschmied56 | Das Thema Straßenbahn in...
... Nordhausen findet mehr Aufmerksamkeit, als ich anfangs vermutet hatte. Das finde ich sehr gut. Eine rege Diskussion über das Thema und Nachdenken über die Zukunft der 'Elektrischen' kann aus meiner Sicht nie verkehrt sein.
Meine Vermutung hat sich als richtig erwiesen. In Städten, die ihre Straßenbahn abgeschafft haben (z.B. Mühlhausen) wird dies inzwischen als Fehler und schmerzlicher Verlust empfunden. Davon konnte ich mich beim Gespräch mit Bürgern und Mitgliedern eines Traditionsvereins der Straßenbahn Mühlhausen überzeugen. Es gibt dort ein Depot, in dem die letzen Zeugnisse der Straßenbahn in Mühlhausen liebevoll gepflegt und restauriert werden.
Den Freiwilligen von hier aus ein Dankeschön und 'WEITER SO'!

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14.07.2021, 09.23 Uhr
Fönix | Sehr geehrter Oberstudienrat,
so schlecht, wie es den Anschein hat, bin ich auf "die Nordhäuser" ja gar nicht zu sprechen. Immerhin habe ich erhebliche Teile meiner Lebenszeit hier verbracht und dabei auch viele gute Erfahrungen machen dürfen. In der Kindheit und Jugend Besuche bei den wirklich lieben Verwandten (oft mehrmals die Woche) und dazu später immerhin 16 Jahre Arbeitsleben. Auch aktuell habe ich beruflich immer wieder in NDH zu tun und treffe dabei fast ausschließlich auf ausgesprochen angenehme Partner (nein, die nnz hat hier keine "Genderkorrektur" vorgenommen, ich wende diesen Unfug ganz konsequent nicht an!).

Wir sind uns sicher auch einig, dass man niemals Individuen einer größeren Gruppe über einen Kamm scheren darf, denn es gibt in NDH wie eigentlich überall angenehme und weniger angenehme Zeitgenossen.

Worauf ich viel mehr hinaus will ist die Tatsache, dass die ewig währenden internen Querelen in Politik und Verwaltung (egal ob Landkreis und Stadt im Einzelnen oder beide gegeneinander) zwangsläufig zu einer katastrophalen Außendarstellung führen und die ganze dabei zur Schau gestellte Biestigkeit und Bissigkeit natürlich wahrgenommen und auch auf andere innere und äußere Beziehungen projeziert wird. Da sollten speziell die Nordhäuser noch an sich arbeiten sonst wird das nie besser.

Noch ein paar Worte zur Straßenbahn im engeren Sinn:

Was hier (und auch in anderen Städten mit vergleichbaren Problemen wie z.B. Gera) unbedingt passieren muss ist die Würdigung der Werthaltigkeit der vorhandenen Strukturen. In Zeiten wo die gefühlt die ganze Welt nach Elektromobilität giert, sollte es doch möglich sein, in der ganzen unendlich breiten Fördermittellandschaft einen Kanal zu etablieren, der die Betreiber solcher durchaus effizienten und sympathischen ÖPNV-Angebote auskömmlich und dauerhaft unterstützt. Die Bürger in den oft entlegenen Ortschaften in dem einen oder anderen verschlafenen Winkel des Landkreises sind hier in jeder Hinsicht der falsche Ansprechpartner!

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