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Mi, 13:30 Uhr
14.08.2019
Förderbescheid übergeben

Großer Bahnhof in der Scheune

Rund 30 Bürgerinnen und Bürger aus Görsbach - angeführt von Bürgermeisterin Angela Simmen - waren heute Vormittag in vollster Erregung. Grund dafür war der Besuch einer leibhaftigen Ministerin...


Die heißt Birgit Keller, wohnt in Nordhausen und ist neben der Land- und Forstwirtschaftwirtschaft auch für die Infrastruktur in diesem Freistaat zuständig. Also auch für Görsbach und für die Zukunft der kommunalen Kulturscheune.

Und so versammelte Frau Simmen denn auch Vertreter von Vereinen, um mit "Frau Ministerin" (viermal in fünf Minuten) ins Gespräch zu kommen. Sie sei sehr aufgeregt, konstatierte die Bürgermeisterin ihre kommunalpolitische Gemütslage und so las sie letztlich rund 20 Minuten all das ab, was Görsbach so wunderschön und einmalig mache. Etwas mehr als 1.000 Einwohner, 13 Vereine, eine Grundschule und eine Kita, eine Arztpraxis, eine Zahnarztpraxis, ein Optiker, ein Bäcker, ein Fleischer und zwei Gaststätten. Görsbach ist defacto ein lebendiges Dorf, wo jeder Jeden kennt und - wen notwendig - hilft.

Ein neues Wohngebiet soll demnächst erschlossen werden, vielleicht wohnen dann dort Frauen und Männer, die Arbeit in einem Unternehmen auf dem Industriegebiet nebenan haben. Frau Simmen bat "Frau Ministerin" ihren Einfluss auf die LEG zu nutzen, damit die 100 Hektar in der Goldenen Aue industriell besiedelt werden.

Derzeit befinde sich Görsbach in der Phase der Dorferneuerung, bis nächstes Jahr soll an der weiteren Aufwertung des Ortskerns gearbeitet werden. Bald ist die Beethovenstraße mit der Sanierung dran. Auch die Kulturscheune soll nicht vergessen werden. Bislang hat die Gemeinde 240.000 Euro in das Anwesen investiert. Und es soll weitergehen. So sollen zwei Drittel der Scheune so umgebaut werden, dass sie ganzjährig für Veranstaltungen der Vereine genutzt werden kann, der Rest bleibt Unterstellmöglichkeit für Wagen des Karnevalsvereins. Der Gemeinderat rechne mit rund 200.000 Euro.

79.825 Euro brachte Birgit Keller heute Vormittag in Form eines Förderbescheides mit, zum größten Teil kommt das Geld als Mitteln des Leader-Fonds. Geplant ist der Einbau einer Zwischendecke, die Wärmedämmung der Außenwände und die Räume werden erweitert Die gesamte Investitionssumme beträgt 122.808 Euro.

Ministerin Keller betonte die Bedeutung der vom Land geförderten Dorfentwicklung: "Der Förderbescheid löst Investitionen von fast 123.000 Euro aus. Ein beachtlicher Betrag für eine Gemeinde mit etwa 1.000 Einwohnern. Die Fördermittel sind jeden Cent wert, denn von der Investition in ein aktives Vereins- und Kulturleben in der Gemeinde Görsbach profitiert die gesamte Region und die Entwicklung des ländlichen Raums. Für mich ist jede Gemeinde in Thüringen unabhängig von der Größe gleich bedeutend, denn sie sind alle Heimat für Menschen und ein essentieller Bestandteil unseres Freistaats."

Nun kann es weitergehen in Görsbach. Der Fußboden wird erneuert, eine Zwischendecke eingezogen und Wärmedämmung angebracht. Es gibt viel zu tun in Görsbach, doch die rund 30 Görsbacher und die Gästeschar um die Ministerin herum sind sich sicher, dass das in Görsbach funktionieren wird.
Peter-Stefan Greiner
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