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Fr, 22:10 Uhr
12.04.2019
Wahl 2019

Neue (Rad)Wege für Nordhausen

Die Freien Demokraten in Nordhausen haben sich intensiv mit dem Thema „Radwege“ auseinandergesetzt. Dies teilt der FDP-Ortsvorsitzende Manuel Thume mi. Dazu haben die Liberalen einige Gedanken zusammengefasst...


Der konsequente und sinnvolle Ausbau des Radwegenetzes muss nach Ansicht der FDP in den kommenden Jahren großen Raum auf kommunalpolitischer Ebene einnehmen. Im Angesicht des Klimawandels und der damit notwendigen Mobilitätswende wird die Bedeutung des Fahrrades als Fortbewegungsmittel im Alltag wieder zunehmen.

Auch in einer bergigen Stadt wie Nordhausen und Region wie dem Südharz ist das Fahrrad in Form neuwertiger E-Bikes und auch E-Scooter für alle Altersgruppen eine Option. Die Zunahme des Radverkehrs in den letzten Jahren unterstreicht das. Radwege sind Bindeglied zwischen ländlicher und städtischer Region und schaffen zudem touristisches Potenzial.

Der aktuelle Fahrradklimatest des ADFC beklagte jüngst das zunehmende Unsicherheitsgefühl der Radfahrer in Deutschland. Für Nordhausen war die Zufriedenheitsnote mit 4,4 noch deutlich schlechter als der Bundesschnitt von 3,8. Abrupt endende Routen, Gefahrenzonen oder Wege mit schlechter Qualität sind leider die Regel und müssen der Vergangenheit angehören. Wenn man Staus und Verkehrschaos vor Schulen beklagt, muss das langfristige Ziel sein dafür zu sorgen, dass Schüler die Bildungseinrichtungen gefahrenlos zu Fuß und per Rad erreichen können. Meint man es mit der Mobilitätswende ernst, muss innerstädtische Verkehrsplanung neu gedacht werden. Deshalb sollten in die Planung der Radwege neben den zuständigen Behörden auch weitere Organisationen wie ADFC und Sportvereine einbezogen werden.

Für die Stadt Nordhausen plädieren die Freien Demokraten dafür, die Zorge als geographische Leitstruktur für eine innerstädtische separate Route abseits der Straßen zu nutzen. Die somit entstehende Durchquerungsoption von Ost nach Nordwest kann von hier aus in alle anderen Richtungen erweitert werden. Die in Planung befindlichen Radwege von den Ortsteilen Hesserode und Herreden dürfen nicht am Ortseingang Nordhausens enden. Ein lückenloser Anschluss an die innerstädtischen Routen ist notwendig.

In diesem Kontext muss auch dafür gesorgt werden, dass die noch nicht angeschlossen Ortsteile vor allem an der nordöstlichen Seite der Kernstadt (Leimbach, Steigerthal, Rodishain, Buchholz, Stempeda) radtouristisch erschlossen werden. Auf diese Weise bestünde dort die Möglichkeit, den Radweg auf der Alten Leipziger Straße mit dem Harzrundweg zu verbinden. Zusammen mit der schon bestehenden Route von Harztor nach Nordhausen entstünde somit eine Ringumfahrung der Kreisstadt, die auch für Tourismus und Naherholung interessant ist.

Südlich Nordhausens besteht mit der Kiesseenlandschaft bereits ein Areal mit hohem touristischen Potential. Die Freien Demokraten wollen sich dafür einsetzen, dass das bereits seit 2014 bestehende Radwegekonzept des Fördervereins „Seenplatte in der Goldenen Aue“ e.V. wieder von Stadtrat und Kreistag aufgegriffen wird und dessen Umsetzung angestrebt wird.

Eine weitere Erhöhung der Attraktivität Nordhausens in Bezug zum Radverkehr wäre die Schaffung Fahrradgaragen an wichtigen Punkten der Stadt, wie z. B. am Bahnhof, im Bereich Rathaus/Kornmarkt, Hochschule und Klinikum. An solchen „Bike-Stations“ soll die Möglichkeit bestehen, sowohl ein Fahrrad, E-Bike oder auch E-Scooter zu mieten und auch die Garage als sicheren Abstellort für das eigene Fahrrad nutzen zu können.
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Kommentare

13.04.2019, 09.13 Uhr
blondchen | Wahlkampf ?
In diesem Zusammenhang frage ich mich wann die Lücke zwischen den Radwegen Neustadt-Niedersachswerfen und Niedersachswerfen -Nordhausen in der Geschwister Scholl Straße in Niedersachswerfen geschlossen wird.Dort fahren die Radfahrer entgegen der Verkehrsrichtung auf einem schmalen Seitenstreifen. ......und wann wird endlich die Brücke über die Zorge am Kohnsteinweg wieder frei gegeben? Zwei gefährliche Lücken die mit relativ wenig Aufwand geschlossen werden könnten.

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13.04.2019, 20.46 Uhr
AktenzeichenXY | Was hat Neustadt damit zu tun?
Was Sie meinen, ist der Ortseingang NSW bis Bahnübergang.
Wenns danach ginge - würden an so vielen Stellen Radwege fehlen, aber so einfach ist nunmal nicht.
Die Brücke ist bereits seit 3 Jahren gesperrt, wahrscheinlich wird sich auch da so schnell nichts ändern.

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14.04.2019, 21.00 Uhr
Harzer66 | Radwege in Neustadt?
Die Radwegplanung und dessen Bau in Neustadt hat mit Radweg nichts zu tun. Da hat man nur die Fahrspur verbreitert. Eine ordentliche, bauliche Abgrenzung erfolgte nicht. Anstatt die Fahrbahnverbeiterung zu nutzen um auf der linken Seite Richtung Parkplatz einen kombinierten, mit Bordstein abgegrenzten Rad- Fußweg zu errichten wurde die Raserpiste für die LKW von Rüderbusch und Co. verbreitert..
Ich weiß, verkehrsrechtlich haben die Radfahrer im für sie abgegrenzten Bereich besondere Rechte. Aber lieber wäre mir die Kinder fahren wie beschrieben baulich abgegrenzt als so gefährdet, rechtlich wohl sauber wie derzeit. Die Gefahr wurde planerisch von außerorts nach innerorts verschoben.

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