nnz-tv Nachrichten aus Nordthüringen Eichsfelder Nachrichten Kyffhäuser Nachrichten Mansfeld-Südharz-Zeitung Unstrut-Hainich Zeitung
Mo, 07:00 Uhr
18.02.2019
"Dichterstätte Sarah Kirsch" in Limlingerode

Zwei große Norweger "zu Gast"

Am kommenden Samstag ist die Veranstaltung in der "Dichterstätte Sarah Kirsch" dem Dichter Henrik Wergeland und dem Bildhauer Gustav Vigeland aus Norwegen gewidmet. Der Beginn der Veranstaltung ist dieses Mal um 17.00 Uhr...


Henrik Wergeland (1808-1845) fand nach einem wirklich ungewöhnlichen und kurzen Lebensweg erst auf seinem langen Krankenlager, das zu seinem Sterbebett wurde, die Anerkennung, die er nicht nur als Lyriker verdiente.

Als Provokateur, Patriot und Anwalt der Armen und Ausgegrenzten war er selbst fast sein ganzes Leben lang ein Ausgegrenzter, Gemiedener und Verlachter. Dennoch bewegte und veränderte er vieles in seinem Vaterland und trug damit stark zum Entstehen der norwegischen Nation und der späteren Auffassung von norwegischer Identität bei. Erst zuletzt wurde ihm große Achtung, ja Verehrung zu Teil, und Bjørnstjerne Bjørnson nannte Henrik Wergeland in seiner Grabrede Norwegens größten Sohn.

Ganz anders dagegen verlief das Leben des Bildhauers Gustav Vigeland (1869-1943). Er fand früh Förderung und Anerkennung. In den 74 Jahren seines Lebens schuf er ein umfangreiches Werk, das in immer neuen Zyklen der Darstellung des menschlichen Lebens galt.

Dichterstätte Norwegen Vigeland (Foto: privat) Dichterstätte Norwegen Vigeland (Foto: privat) Seine Figuren und Figurengruppen erzählen von Jugend und Alter, vom Aufblühen und Vergehen in anrührender Weise. Die Stadt Oslo stellte ihm 1924 ein 32 ha großes Areal, den Frognerpark, als Ausstellungs-gelände für seine Skulpturen und Bronzearbeiten zur Verfügung, sicherte den Lebensunterhalt des Künstlers und erhielt dafür die Rechte an seinen Werken. Hier im Frognerpark steht auch die beeindruckende granitene Menschensäule, 17 Meter hoch, aus einem Stück, in der er 121 menschliche Körper ineinander verflocht. Gustav Vigeland gilt heute als der größte Bildhauer Norwegens.

Auf den Spuren dieser beiden bedeutenden Norweger werden Heinke und Rolf Richter aus Nordhausen mit Lesung, mit Bildern und mit Musik von Edvard Grieg (1843-1907) und der Songschreiberin und Sängerin Kari Bremnes (geb. 1956) den Nachmittag gestalten.

An diesem späten Nachmittag wird auch eine neue HausART eröffnet: "Landschaftliches - Im Gespräch". Gezeigt werden Fotografien mit Landschaftsmotiven aus unserer Region von Heidelore Kneffel, und Farb-Hölzer von Alexander Kneffel. Letztere entstanden aus Holzteilen gefällter Bäume des Alten Stolberg. Das Gefundene blieb in seiner originalen Form erhalten, jedoch mit Raspeln und Schnitzhölzern bearbeitet und dann durch Farbauftrag den Farbtönen der Natur nachempfunden.
Rolf Richter
→ Druckversion
← zum Nachrichtenüberblick

Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.
→ Kommentar hinzufügen



Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.

 
Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.