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Fr, 10:43 Uhr
18.03.2016
Ein Blick in die Statistik

Ungarn ist Exportpartner Nummer 1

Mit einem Warenwert von 1,02 Milliarden Euro lag Ungarn nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im Jahr 2015 erstmals an der Spitze der bedeutendsten Bestimmungsländer für Thüringer Exporte. Die meisten Importe kommen nach wie vor aus Fernost. Wer sonst noch mit dem Freistaat Handel trieb, zeigt die heutige Statistik...

Ungarn kommt als Exportpartner damit noch vor den Vereinigten Staaten mit 987 Millionen Euro und dem bisherigen Spitzenreiter Frankreich mit 934 Millionen Euro.

„Der Warenwert der Thüringer Exporte erreichte im Jahr 2015 nach vorläufigen Angaben ein Volumen von insgesamt 13,5 Milliarden Euro. Er lag damit 4 Prozent über dem Wert des Vorjahres und 72 Prozent über dem Wert des Jahres 2005“, so der Präsident des Thüringer Landesamtes für Statistik, Günter Krombholz, heute in Erfurt.

Mit einem Warenwert von 1,02 Milliarden Euro behauptete die Volksrepublik China nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im Jahr 2015 die Spitze der bedeutendsten Ursprungsländer der Thüringer Importe, vor Italien (783 Millionen Euro) und dem Vereinigten Königreich (778 Millionen Euro).
„Der Warenwert der Thüringer Importe erreichte im Jahr 2015 nach vorläufigen Angaben ein Volumen von insgesamt 9,3 Milliarden Euro. Er lag damit 7 Prozent über dem Wert des Vorjahres und 64 Prozent über dem Wert des Jahres 2005“, so der Präsident des Thüringer Landesamtes, Günter Krombholz, weiter.

Ausfuhren

Der Warenwert der ausgeführten Thüringer Waren nach Ungarn ist in den letzten zehn Jahren (Zeitraum 2005 - 2015) auf das Fünffache gestiegen. Im gleichen Zeitraum betrug die Steigerung für die Summe aller Thüringer Ausfuhren 72 Prozent. Ungarn übernahm damit im Jahr 2015 die Spitze der bedeutendsten Bestimmungsländer für Thüringer Exporte. Gegenüber dem Jahr 2014 stiegen die Thüringer Exporte nach Ungarn um 20 Prozent, die Summe aller Thüringer Exporte stieg um 4 Prozent. In der Rangfolge der bedeutendsten Bestimmungsländer für Thüringer Exporte stieg Ungarn damit von Rang 13 im Jahr 2005 auf Rang 1 im Jahr 2015. Diese Entwicklung verlief im Wesentlichen parallel zum Aufbau einer leistungsfähigen Automobilindustrie in Ungarn. Mit einem Warenwert von

720 Millionen Euro und einem Anteil von 71 Prozent wurden aus Thüringen vor allem Produkte der Warenuntergruppe „Fahrgestelle, Karosserien, Motoren für Kraftfahrzeuge“ nach Ungarn exportiert.
Die Vereinigten Staaten zählten in den letzten zehn Jahren (Zeitraum 2005 - 2015) zu den bedeutendsten Bestimmungsländern für Thüringer Waren. Gegenüber dem Jahr 2005 stieg der Warenwert der Thüringer Exporte in die Vereinigten Staaten um 70 Prozent, gegenüber 2014 um 11 Prozent. Im Jahr 2015 wurden Thüringer Waren mit einem Wert von 987 Millionen Euro in die Vereinigten Staaten exportiert. Davon entfielen insgesamt 34 Prozent auf die drei wichtigsten Warenuntergruppen: „mess-, steuerungs- und regelungstechnische Erzeugnisse“ (125 Millionen Euro), „Fahrgestelle, Karosserien, Motoren für Kraftfahrzeuge“ (110 Millionen Euro) und „elektronische Bauelemente“ (102 Millionen Euro).

Auch Frankreich zählte in den letzten zehn Jahren (Zeitraum 2005 - 2015) stets zu den drei bedeutendsten Bestimmungsländern für Thüringer Waren. Gegenüber dem Jahr 2005 stieg der Warenwert der Thüringer Exporte nach Frankreich um 19 Prozent, gegenüber 2014 um 1 Prozent. Im Jahr 2015 betrug der Warenwert der Thüringer Exporte nach Frankreich 934 Millionen Euro.

Das Vereinigte Königreich gehörte von 2007 bis 2013 zu den drei bedeutendsten Bestimmungsländern für Thüringer Waren und fiel 2014 auf den vierten Platz zurück. Gegenüber dem Jahr 2005 stieg der Warenwert der Thüringer Exporte in das Vereinigte Königreich um 62 Prozent, gegenüber 2014 um 2 Prozent. Im Jahr 2015 wurden Thüringer Waren mit einem Wert von 849 Millionen Euro in das Vereinigte Königreich exportiert. Davon entfielen 151 Millionen Euro auf “Luftfahrzeuge“ und 76 Millionen Euro auf „Fahrgestelle, Karosserien, Motoren für Kraftfahrzeuge“.

Die Thüringer Exporte in die Volksrepublik China wuchsen in den letzten zehn Jahren auf den vier- fachen Wert. Die Volksrepublik China stieg damit unter den bedeutendsten Bestimmungsländern für Thüringer Waren vom 14. Platz im Jahr 2005 bis auf den 5. Platz im Jahr 2015 auf. Gegenüber dem Jahr 2005 erhöhte sich der Warenwert der Thüringer Exporte in die Volksrepublik China um 291 Prozent, gegenüber 2014 blieb dieser unverändert. Im Jahr 2015 wurden Thüringer Waren mit einem Wert von 767 Millionen Euro in die Volksrepublik China exportiert. Davon entfielen auf die Warenuntergruppe „Fahrgestelle, Karosserien, Motoren für Kraftfahrzeuge“ Waren im Wert von 120 Millionen Euro und auf die Warenuntergruppe „mess-, steuerungs- und regelungstechnische Erzeugnisse“ Wa- ren im Wert von 111 Millionen Euro.

Einfuhren

Warenwert der Thüringer Importe aus der Volksrepublik China im Jahr 2015 um 11 Prozent unter dem des Jahres 2005. Im gleichen Zeitraum stieg die Summe aller Thüringer Einfuhren um 64 Prozent. Gegenüber dem Jahr 2014 erhöhten sich die Thüringer Importe aus der Volksrepublik China um 16 Prozent, die Summe aller Thüringer Importe um 7 Prozent. Der deutliche zwischenzeitliche Rück- gang der Thüringer Importe aus der Volksrepublik China ist auf einen Sondereffekt zurückzuführen. So sank die Einfuhr von Waren der Warenuntergruppe „Büro- und automatische Datenverarbeitungsmaschinen“ nach Thüringen ab dem Jahr 2009 spürbar. Führte Thüringen im Jahr 2005 aus dieser Warenuntergruppe noch Waren im Wert von 797 Millionen Euro aus der Volksrepublik China ein, waren es 2015 lediglich Waren im Wert von 33 Millionen.

Der Anteil von eingeführten „Büro- und automatische Datenverarbeitungsmaschinen“ an allen Thüringer Importen verringerte sich damit von 70 Prozent im Jahr 2005 auf 3 Prozent im Jahr 2015. Im Jahr 2015 importierte Thüringen aus der Volksre- publik China Waren mit einem Wert von 1,02 Milliarden Euro. Davon entfielen insgesamt 30 Prozent auf Warenuntergruppen, die elektrotechnische und elektronische Erzeugnisse beinhalten (insgesamt 388 Millionen Euro). Des Weiteren wurden im Jahr 2015 „Möbel“ mit einem Warenwert von 99 Millionen Euro aus der Volksrepublik China nach Thüringen eingeführt.
Italien zählte in den letzten zehn Jahren (Zeitraum 2005 - 2015) stets zu den bedeutendsten Ursprungsländern der Thüringer Importe. Gegenüber dem Jahr 2005 stieg der Warenwert der Thüringer Importe aus Italien um 157 Prozent, gegenüber 2014 sanken die Thüringer Importe aus Italien um 1 Prozent. Im Jahr 2015 betrug der Warenwert der Thüringer Importe aus Italien 783 Millionen Euro.

Die Thüringer Importe aus dem Vereinigten Königreich stiegen in den letzten zehn Jahren auf das Viereinhalbfache. Das Vereinigte Königreich stieg damit unter den bedeutendsten Ursprungsländern der Thüringer Importe vom 10. Platz im Jahr 2005 bis auf den 3. Platz im Jahr 2015. Gegenüber dem Jahr 2005 stieg der Warenwert der Thüringer Importe aus dem Vereinigten Königreich um 361 Prozent, gegenüber 2014 um 1 Prozent. Im Jahr 2015 führte Thüringen Waren mit einem Wert von 778 Millionen Euro aus dem Vereinigten Königreich ein. Davon entfielen 61 Prozent auf die Warenuntergruppe „Luftfahrzeuge“ mit Waren im Wert von 473 Millionen Euro.

Die Niederlande zählte in den letzten zehn Jahren (Zeitraum 2005 - 2015) stets zu den bedeutendsten Ursprungsländern der Thüringer Importe. Gegenüber dem Jahr 2005 stieg der Warenwert der Thüringer Importe aus den Niederlanden um 153 Prozent, gegenüber 2014 um 12 Prozent. Im Jahr 2015 betrug der Warenwert der Thüringer Importe aus den Niederlanden 714 Millionen Euro. Davon entfielen Waren mit einem Wert von 68 Millionen Euro auf die Warenuntergruppe „Kunststoffe“.

Polen nahm in den letzten zehn Jahren (Zeitraum 2005 - 2015) ebenfalls stets einen bedeutenden Platz unter den Ursprungsländern der Thüringer Importe ein. Gegenüber dem Jahr 2005 stieg der Warenwert der Thüringer Importe aus Polen um 74 Prozent, gegenüber 2014 um 15 Prozent.

Im Jahr 2015 betrug der Warenwert der Thüringer Importe aus Polen 676 Millionen Euro. Davon entfielen ins- gesamt 32 Prozent auf die drei wichtigsten Warenuntergruppen: „Möbel“ (90 Millionen Euro), „Fahrgestelle, Karosserien, Motoren für Kraftfahrzeuge“ (67 Millionen Euro) und „Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung“ (62 Millionen Euro).
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