Mo, 14:50 Uhr
14.03.2016
Flüchtlinge und die Integration
Noch sind alle an "Bord"
Das war ein Politiker- und Medienauflauf Anfang Januar im Autohaus Peter. Neun Flüchtlinge unterschrieben einen Vertrag, der ihnen einen Einstieg in die Arbeitswelt verschaffen soll. Was aber ist - zwei Monate später - aus ihnen geworden? Wir haben nachgefragt...
Sie wollen was dazulernen und sind doch erst am Anfang (Foto: Autohaus Peter)
Neun junge Männer haben einen Vertrag zur Einstiegsqualifizierung unterschrieben. Sieben davon probieren den Einstieg in die deutsche Arbeits- und Ausbildungswelt in der Peter-Gruppe.
Helmut Peter, der oft Klartext in Richtung Politik redet, ist optimistisch: "Alle sieben jungen Männer sind noch an Bord, alle kommen pünktlich zur Schule und zur Arbeit und alle bemühen sich um die deutsche Sprache", sagt der Unternehmer im Gespräch mit der nnz.
Es sei erstaunlich, welche Fortschritte das Überwinden der Sprachbarriere mache, wenn die Migranten in ein deutsches Team integriert werden. Diese positive Zwischenbilanz ermunterte Helmut Peter, sieben weitere Asylbewerber einzustellen. Auch sie sind mittlerweile eingekleidet, sind über die Arbeitsagentur versichert und erhalten 220 Euro im Monat. In der Mannschaft der Autogruppe wurde schnell klar, die spürbarsten Integrationserfolge könnte es mit den Eritreern geben. Nur, zwei derjenigen, die Anfang Januar unterschrieben hatten, sind krank. Der einstige "Medienstar" Michael Teclom Asmelash zum Beispiel hat sich ein Bein gebrochen. Aber: beide Eritreer gehen fleißig weiter zur Schule, die immer am Vormittag ist.
Ganz ohne Probleme läuft allerdings auch an der Halleschen Straße nichts. So will einer jungen Männer, der derzeit in der Skoda-Welt lernt, unbedingt zu Daimler. Doch da gibt es seitens der Vorgesetzten eine klare Ansage.
Noch bis Ende Juli haben die 14 jungen Männer aus "einer fremden Welt" die Möglichkeit, sich für eine Ausbildung zu empfehlen. "Ich bin mir sicher, dass wir eine Klasse mit mindestens zehn ausländischen Auszubildenden zusammenbekommen. Und das unabhängig von der traditionellen "Peter-Klasse" an der Nordhäuser Berufsschule.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red
Sie wollen was dazulernen und sind doch erst am Anfang (Foto: Autohaus Peter)
Neun junge Männer haben einen Vertrag zur Einstiegsqualifizierung unterschrieben. Sieben davon probieren den Einstieg in die deutsche Arbeits- und Ausbildungswelt in der Peter-Gruppe.
Helmut Peter, der oft Klartext in Richtung Politik redet, ist optimistisch: "Alle sieben jungen Männer sind noch an Bord, alle kommen pünktlich zur Schule und zur Arbeit und alle bemühen sich um die deutsche Sprache", sagt der Unternehmer im Gespräch mit der nnz.
Es sei erstaunlich, welche Fortschritte das Überwinden der Sprachbarriere mache, wenn die Migranten in ein deutsches Team integriert werden. Diese positive Zwischenbilanz ermunterte Helmut Peter, sieben weitere Asylbewerber einzustellen. Auch sie sind mittlerweile eingekleidet, sind über die Arbeitsagentur versichert und erhalten 220 Euro im Monat. In der Mannschaft der Autogruppe wurde schnell klar, die spürbarsten Integrationserfolge könnte es mit den Eritreern geben. Nur, zwei derjenigen, die Anfang Januar unterschrieben hatten, sind krank. Der einstige "Medienstar" Michael Teclom Asmelash zum Beispiel hat sich ein Bein gebrochen. Aber: beide Eritreer gehen fleißig weiter zur Schule, die immer am Vormittag ist.
Ganz ohne Probleme läuft allerdings auch an der Halleschen Straße nichts. So will einer jungen Männer, der derzeit in der Skoda-Welt lernt, unbedingt zu Daimler. Doch da gibt es seitens der Vorgesetzten eine klare Ansage.
Noch bis Ende Juli haben die 14 jungen Männer aus "einer fremden Welt" die Möglichkeit, sich für eine Ausbildung zu empfehlen. "Ich bin mir sicher, dass wir eine Klasse mit mindestens zehn ausländischen Auszubildenden zusammenbekommen. Und das unabhängig von der traditionellen "Peter-Klasse" an der Nordhäuser Berufsschule.
Peter-Stefan Greiner


