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Mi, 19:50 Uhr
29.10.2014

Supermarkt entzweit Ilfelder

Anfang des Monats lagen in den Ilfelder Geschäften Listen für eine Unterschriftensammlung gegen den geplanten Bau eines Supermarktes im Gewerbegebiet der Gemeinde aus. 620 Bürgerinnen und Bürger sogar Ortschaftsratsmitglieder haben unterschrieben...

Knapp vier Wochen lang sammelten Ilfelder Gewerbetreibende Unterschriften gegen einen REWE Supermarkt am Ortsrand der Gemeinde. Für ihre Kunden fassten sie die Argumente in einem Flyer zusammen, so heißt es:

Im geplanten 1.500 Quadratmeter großen Markt sind außer dem REWE Vollsortiment auch weitere kleine Shops wie zum Beispiel Bäcker, Fleischer, Floristik und ein Friseur untergebracht. Die dorthin abwandernden Kunden, denn man kann ja bekanntlich jeden Euro nur einmal ausgeben, werden dazu führen, dass die Händler und Dienstleister im Ortskern weniger Umsatz erwirtschaften, erläutert Swantje Pojtinger-Müller, vom Ilfelder Schreib- und Spielwarengeschäft.

Langfristig rechnet sie dann mit Geschäftsaufgaben, denn eine solche Entwicklung lässt sich in vielen anderen kleinen Gemeinden im Südharz beobachten. Auch für die Kunden ergibt sich aufgrund des gleichen Preisniveaus kein finanzieller Vorteil.

Morgen, in der nächsten Gemeinderatssitzung der Gemeinde Harztor, wird Swantje Pojtinger-Müller stellvertretend die 620 gesammelten Unterschriften übergeben. Es haben sich auf den Listen mit Ihrer Unterschrift auch schon einige Ortschaftsrat- und Gemeinderatsmitglieder gegen den Bau entschieden, berichtet die Ilfelderin.

Die ortsansässigen Händler hoffen mit dieser Aktion, dass es langfristig nicht zur Genehmigung eines weiteren Marktes kommt, um das Leben im Ortskern so erhalten zu können. Der Investor, so hieß es aus der Verwaltungsgemeinschaft „Hohnstein/ Südharz“, plant und prüft noch.
Sandra Witzel
Autor: swi


Kommentare

29.10.2014, 21.20 Uhr
Goldene Aue | kleine Denkaufgabe
Ich möchte hier gern eine kleine Geschichte erzählen. Eine Erfolgsgeschichte der REWE. Es gab hier mal die "alte" REWE und den Tegut, dass ging eine sehr lange Zeit gut. Dann hat sich Tegut zurückgezogen und es gab einen neuen Markt. Dies war der NP-Markt. Dann wollte die REWE neubauen und alle waren der Meinung:
Mh Konkurrenz belebt das Geschäft.
Das Gebäude vom Tegut steht leer, das Gebäude der alten REWE steht leer.
Ach ja NP gibt es auch nicht mehr. Das Gebäude steht auch leer.
Wie hatte ich noch geschrieben?
Konkurrenz belebt das Geschäft?
Ist wirklich so. Hier fehlt die Konkurrenz.
Ilfelder besucht doch mal den Markt in Heringen und macht Euch selbst ein Bild.
Und nun ein wenig Statistik: Einwohner Heringen: 2400 (Stand 2400), Landgemeinde Heringen: 4936 (Stand 2013), Ilfeld 2959 (Stand 2011).

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01.11.2014, 00.22 Uhr
NDH45 | Preisvergleiche..
In Sachen zweiter Einkaufsmarkt in Ilfeld kann man so einiges sagen. Die Problematik ist nicht neu. Und wer sollte nicht alles hier schon bauen. Solaranlagen sehen auch besser aus als ein gut sortierter Einkaufsmarkt.

Gut das es Unterschriftslisten gibt wo die Händler unterschreiben die um ihre Existenz bangen. Vorwiegend von einer Partei hochgeschaukelt um das Thema kaputtzureden. So läuft das halt heute.

Aber schaut euch doch mal die Preise im Ilfelder Einkaufsmarkt an. Schön versteckte Preisschrauben. (So kostet in Ilfeld seit Monaten z.B. ein Toastbrot 59 Cent und im gesamten Landkreis das gleiche Produkt vom gleichen Anbieter nur 55 Cent.) Das könnte man immer so weiter aufzählen. Halt ohne Konkurenz muss man sich keine Gedanken machen.

Da wäre es nur gut wenn ein zweiter Markt vor Ort ein Umdenken einleitet. Gut das in Ilfeld der Supermarkt und der Getränkemarkt in einer Hand liegt.
Wer würde da nicht wollen dass sich da keine Konkurenz findet .
Und nur auf die Einwohner zu zählen die kein Auto haben um in andere Märkte auszuweichen ist nicht mehr zeitgemäß.

An alle die jetzt den Kopf schütteln und über meine Gedanken herziehen:

Ich wohne auch seit über 15 Jahren in Ilfeld (da gab es noch Penny und Edeka ) und arbeite in Nordhausen. Ich meide den Markt in Ilfeld, da ich die Möglichkeiten und Angebote im Umfeld schon vor der Fahrt nach Hause besser nutzen kann. Einfach mal nachdenken und selbst entscheiden wo man einkaufen gehen will.

Aber man kann ja noch eine schöne Solaranlage vor Ilfeld bauen lassen. Da geht doch noch was oder.....

Guten Einkauf

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01.11.2014, 14.44 Uhr
Fritz20 | Ich bin dafür
Die meisten Ilfelder wünschen sich einen neuen Markt.Konkurrenz belebt das Geschäft. Der bestehende Markt ist schlecht sortiert,so dass man bei bestimmten Artikeln sowieso noch wo anders einkaufen muss.Sicher liegt das an der mangelnden Größe des Marktes.Das Gemüse und Obst ist oftmals schon angegammelt.KLar, die Grundversorgung ist gesichert !Von den Preisen ganz zu schweigen.
Setzt sich der Ortsrat auch für andere Gewerbe ein,wenn diese Konkurrenz bekommen würden ?Ich denk mal,nein !Denn das ist nun mal Normalität in einer Marktwirtschaft.

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01.11.2014, 17.45 Uhr
Mikusch | Supermarkt Ilfeld
Es war doch unfair, eine Unterschriftensammlung durchzuführen, die GEGEN einen zweiten Markt ist. Wenn man schon Unterschriften sammelt, die gegen den zweiten Markt sind, dann hätte man auch die Meinungen berücksichtigen müssen, die FÜR den zweiten Markt sind.

Vor der Kommunalwahl war doch die Rede davon, dass man eine Bürgerbefragung durchführen wolle bezüglich dieses Marktes. Wo bleibt diese? Wer fürchtet sich denn vor einem weiteren Markt. Die wenigen kleinen Einzelhändler haben doch wohl am wenigsten zu befürchten.

Beispiel Ellrich: da gibt es Rewe am Markt, den großen Edeka-Markt (der den Namen auch verdient), Penny und Netto in nächster Nachbarschaft - und es geht auch so.
Nur in Ilfeld soll es nicht möglich sein.

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