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Mo, 10:15 Uhr
07.07.2014

Entgegen dem Trend

Im ersten Quartal des Jahres 2014 wurden in Thüringen 955 Schwangerschaften vorzeitig beendet. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 31 Abbrüche bzw. 3,4 Prozent mehr als im ersten Quartal des Vorjahres...


Deutschlandweit hat sich die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche um 0,6 Prozent gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres verringert.

Von den 955 Frauen, die in Thüringen einen Schwangerschaftsabbruch durchführen ließen, waren 913 Frauen (95,6 Prozent) Thüringerinnen. Weitere 42 Frauen hatten ihren Wohnsitz in einem anderen Bundesland, darunter 28 Frauen in Bayern. Außerdem ließen 43 Thüringer Frauen den Eingriff in einem anderen Bundesland vornehmen.

Von den insgesamt 956 Thüringerinnen waren zum Zeitpunkt des Abbruchs mehr als zwei Drittel der Frauen (648 Frauen bzw. 67,8 Prozent) ledig, 274 Frauen waren verheiratet und 34 Frauen geschieden bzw. verwitwet.

Wie in den Quartalen zuvor wurden fast alle Schwangerschaftsabbrüche der Thüringer Frauen (935 Frauen bzw. 97,8 Prozent) nach der Beratungsregelung durchgeführt. Nur bei 2,2 Prozent der Frauen (21 Frauen) war der Anlass eine medizinische Indikation.

Fast die Hälfte der Frauen (473 Frauen bzw. 49,5 Prozent) war beim Abbruch zwischen 18 und 30 Jahre alt und 374 Frauen (39,2 Prozent) waren im Alter von 30 bis 39 Jahren. In der Altersgruppe der unter 18-Jährigen ließen 40 Frauen die Schwangerschaft vorzeitig beenden und hatten damit den höchsten Anstieg gegenüber dem 1. Quartal 2013 zu verzeichnen (+ 25 Prozent). Vor dieser Maßnahme hatten 254 Thüringerinnen noch kein Kind. 325 hatten bereits ein Kind, 276 Frauen zwei Kinder und 101 Frauen schon drei und mehr Kinder.

Die Eingriffe erfolgten überwiegend in einer gynäkologischen Praxis oder ambulant im Krankenhaus. In nur 23 Fällen erfolgte eine stationäre Einweisung in ein Krankenhaus.
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