Do, 16:34 Uhr
13.03.2014
Ort der Augen
Heute Abend um 19.00 Uhr wird in der Kulturfabrik in Leipzig anlässlich der Leipziger Buchmesse die Nr. 1 /2014 der sächsischen Literaturzeitschrift oda (Ort der Augen) vorgestellt, verlegt vom Dr. Ziehten Verlag. Es handelt sich um eine Sondernummer, die dem Andenken der großen Dichterin Sarah Kirsch (1935-2013) gewidmet ist...
Dank an Heidelore Kneffel, Wilhelm Bartsch und vor allem Moritz Kirsch, die diese Ausgabe mit ihrer Zuarbeit, ihren Archiven und ihrem Wohlwollen ermöglichten., so der Herausgeber André Schinkel.
Der Einband leuchtet in frühlingshaften Farben und beruht auf einem Aquarell der Dichterin, die von sich behauptete: Beim Malen bin ich weggetreten. Die in Halle beheimateten Schriftsteller und Dichter Wilhelm Bartsch und André Schinkel, die beide in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode gelesen haben, ergriffen die Initiative und wandten sich an Personen, die Sarah Kirsch aus den unterschiedlichsten Gründen in Sachsen und Thüringen kennengelernt hatten, auch mit ihr im Briefwechsel standen.
Da ist zum einen Peter Gosse, Lyriker, Prosaautor und Essayist aus Leipzig. Sarah Kirsch hatte einen Brief an ihn geendet: Addio, schreib was Schönes Der Adressat glaubt, dass es ihr gefiele, wenn einmal nicht das WAS ihres Sprechens bedacht würde, sondern das WIE. Also schreibt er darüber. An Heidelore Kneffel wandte man sich, weil bekannt war, dass sie seit 1996 in Kontakt mit Sarah Kirsch gestanden hat und ein mehrjähriger Briefwechsel stattfand, der vor allem das Wiederauferstehen des Geburtshauses in Limlingerode zum Inhalt hatte und das Wirken des Fördervereins Dichterstätte Sarah Kirsch.
Im Band stehen die Briefe der Kirsch an die Nordhäuserin von 1996 bis 1998. Die Dichterin kommt in der Zeitschrift auch mit einem Nachwörtchen zu Wort, und zwar zu dem Gedichtband Gnadenorte Eiszeitwerften von Wilhelm Bartsch.
Bartsch, der Sarah Kirsch seit 1999 kannte, als er sie bat, ein Gedicht zu dem Künstlerbuch Die Farbe Schwarz beizusteuern, das eine Hommage an den Künstler Philipp Otto Runge darstellt, tauschte mit ihr über Jahre Briefe aus. Beide einte u. a. das Faible für den hohen Norden. In dem Zeitschriftenband werden die Antworten aus Tielenhemme zum ersten Mal veröffentlicht. André Schinkel, der jüngeren Dichtergeneration angehörend, veröffentlicht einen Essay Das jüngste Gericht wird abgesagt. Er äußert sich darin zu dem Gedichtband Gespräch mit dem Saurier, den das Dichterehepaar Sarah und Rainer Kirsch Mitte der 1960er Jahre gemeinsam herausgab. Sarah Kirsch hat ihre Gedichte daraus nicht in ihren Werkkanon aufgenommen, obwohl das aus Sicht von Lyrikkennern nicht wirklich gerechtfertigt war - umso interessanter die Sicht einer nachfolgenden Dichtergeneration darauf.
Heidelore Kneffel endet ihre Briefwiedergabe mit einem Text der Kirsch auf einem Akwarellbrief:Eine Akwareller-Erinnerung an den grünen grünen Juniweg für Heidelore im Winter - die ersten Limlingeröder Diskurse haben in alle Schönheit und auch Heiterkeit stattgefunden und Menscher waren außerdem da und meine Lieblingsbürgermeisterin... hat mir stets mein Mittagessen spendiert. Wie schön auch der Junipfad war im frostigen November und die schönen Randerscheinungen der Atelierbesuch bei Karin das Abendessen mit Kierdorf-Traut und das Kwar-Tier bei die blasse Heidelore welche von der Grippe kurz vorher niedergestreckt war - oh ich bin immer noch erfreut und begeistert und sage es liegt Segen darauf von 13 Engeln aus der Umgebung. Sarah
Autor: redDank an Heidelore Kneffel, Wilhelm Bartsch und vor allem Moritz Kirsch, die diese Ausgabe mit ihrer Zuarbeit, ihren Archiven und ihrem Wohlwollen ermöglichten., so der Herausgeber André Schinkel.
Der Einband leuchtet in frühlingshaften Farben und beruht auf einem Aquarell der Dichterin, die von sich behauptete: Beim Malen bin ich weggetreten. Die in Halle beheimateten Schriftsteller und Dichter Wilhelm Bartsch und André Schinkel, die beide in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode gelesen haben, ergriffen die Initiative und wandten sich an Personen, die Sarah Kirsch aus den unterschiedlichsten Gründen in Sachsen und Thüringen kennengelernt hatten, auch mit ihr im Briefwechsel standen.
Da ist zum einen Peter Gosse, Lyriker, Prosaautor und Essayist aus Leipzig. Sarah Kirsch hatte einen Brief an ihn geendet: Addio, schreib was Schönes Der Adressat glaubt, dass es ihr gefiele, wenn einmal nicht das WAS ihres Sprechens bedacht würde, sondern das WIE. Also schreibt er darüber. An Heidelore Kneffel wandte man sich, weil bekannt war, dass sie seit 1996 in Kontakt mit Sarah Kirsch gestanden hat und ein mehrjähriger Briefwechsel stattfand, der vor allem das Wiederauferstehen des Geburtshauses in Limlingerode zum Inhalt hatte und das Wirken des Fördervereins Dichterstätte Sarah Kirsch.
Im Band stehen die Briefe der Kirsch an die Nordhäuserin von 1996 bis 1998. Die Dichterin kommt in der Zeitschrift auch mit einem Nachwörtchen zu Wort, und zwar zu dem Gedichtband Gnadenorte Eiszeitwerften von Wilhelm Bartsch.
Bartsch, der Sarah Kirsch seit 1999 kannte, als er sie bat, ein Gedicht zu dem Künstlerbuch Die Farbe Schwarz beizusteuern, das eine Hommage an den Künstler Philipp Otto Runge darstellt, tauschte mit ihr über Jahre Briefe aus. Beide einte u. a. das Faible für den hohen Norden. In dem Zeitschriftenband werden die Antworten aus Tielenhemme zum ersten Mal veröffentlicht. André Schinkel, der jüngeren Dichtergeneration angehörend, veröffentlicht einen Essay Das jüngste Gericht wird abgesagt. Er äußert sich darin zu dem Gedichtband Gespräch mit dem Saurier, den das Dichterehepaar Sarah und Rainer Kirsch Mitte der 1960er Jahre gemeinsam herausgab. Sarah Kirsch hat ihre Gedichte daraus nicht in ihren Werkkanon aufgenommen, obwohl das aus Sicht von Lyrikkennern nicht wirklich gerechtfertigt war - umso interessanter die Sicht einer nachfolgenden Dichtergeneration darauf.
Heidelore Kneffel endet ihre Briefwiedergabe mit einem Text der Kirsch auf einem Akwarellbrief:Eine Akwareller-Erinnerung an den grünen grünen Juniweg für Heidelore im Winter - die ersten Limlingeröder Diskurse haben in alle Schönheit und auch Heiterkeit stattgefunden und Menscher waren außerdem da und meine Lieblingsbürgermeisterin... hat mir stets mein Mittagessen spendiert. Wie schön auch der Junipfad war im frostigen November und die schönen Randerscheinungen der Atelierbesuch bei Karin das Abendessen mit Kierdorf-Traut und das Kwar-Tier bei die blasse Heidelore welche von der Grippe kurz vorher niedergestreckt war - oh ich bin immer noch erfreut und begeistert und sage es liegt Segen darauf von 13 Engeln aus der Umgebung. Sarah



