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Sa, 17:29 Uhr
13.04.2013

Besuch im Unterallgäu

Zu einem Erfahrungsaustausch hat sich Landrätin Birgit Keller mit ihrem Amtskollegen Hans-Joachim Weirather im Partnerlandkreis Unterallgäu in Bayern getroffen. Schwerpunktmäßig ging es bei dem Besuch um die Verwaltungsstruktur beider Landkreise, um touristische Höhepunkte des Unterallgäus und die Wirtschaft der Region...


Im Landratsamt Unterallgäu informierte sich Birgit Keller über den Aufbau der Verwaltung, die sich durch die Aufgabenverteilung auf kommunaler Ebene in Bayern von Thüringen teilweise unterscheidet. Landrat Hans-Joachim Weirather zeigte beispielsweise die Zulassungsstelle und den Katastrophenschutzbereich in seinem Amt.

Auch in den Tourismus erhielt die Landrätin einen Einblick: Abt Paulus Weigele führte durch die Basilika der Benediktinerabtei Ottobeuren, die seit der Gründung 764 durchgehend als Kloster genutzt wird. Die Klosteranlage wurde aufwändig saniert und zeigt die prachtvolle Ausstattung des Barocks, nicht nur in der Basilika, sondern auch im Kaisersaal der Abtei, in der Bibliothek und dem Theatersaal. Ein Museum präsentiert die knapp 1.250jährige Geschichte der Abtei.
Besuch im Unterallgäu (Foto: J. Piper)
Besuch im Unterallgäu (Foto: J. Piper)
Besuch im Unterallgäu (Foto: J. Piper)
Die landwirtschaftliche Tradition im bayrischen Schwaben stellt das Bauernhofmuseum Illerbeuren vor. Museumsleiter Dr. Otto Kettemann und Kreisheimatpflegerin Monika Zeller führten durch das weitläufige Freilichtmuseum mit mehr als 30 Gebäuden aus vier Jahrhunderten. Seit der Eröffnung 1955 - es ist damit das älteste Freilichtmuseum Süddeutschlands - sind Gebäude woanders ab- und dort wieder aufgebaut worden, um das bäuerliche Leben in verschiedenen Epochen darzustellen.

Im Kurort Bad Wörishofen stand dann der Pfarrer Sebastian Kneipp im Mittelpunkt, dessen therapeutische Ansätze heute noch weit verbreitet sind. Mit 34 Jahren kam Kneipp 1855 ins Kloster Wörishofen, durch dessen Einfluss sich die Stadt zum Kurort entwickelte. Kurdirektor Horst Graf führte durch den Kurpark, dessen neueste Erweiterung ein großer Barfußpfad ist. Vergleichsweise neu, nämlich 2004 erbaut, ist ebenfalls die rein privat betriebene Therme in Bad Wörishofen. Rund 750.000 Gäste besuchen die Therme und die Saunalandschaft jedes Jahr.

Als weiteres Beispiel der Unternehmen im Unterallgäu lernte Birgit Keller den Familienbetrieb Hundegger kennen. Die Firma mit weltweit 400 Mitarbeitern, davon gut 300 am Stammsitz Hawangen, baut Maschinen zur Holzbearbeitung. Seit der Firmengründung 1978 hat sich Hundegger in seiner Branche zum Weltmarktführer mit über 90 Prozent Marktanteil entwickelt. Heute stehen gut 4.400 Hundegger-Maschinen in rund 45 Ländern und die werden beispielsweise zum Bau von Holzhäusern eingesetzt.

"Für mich war dies ein sehr fruchtbarer Austausch. Es ist interessant, wie unterschiedlich die Aufgabenstruktur auf kommunaler Ebene einerseits ist, dass es andererseits aber auch viele Gemeinsamkeiten gibt", sagte Birgit Keller. "Ich habe viele Ideen und Anregungen mitgenommen, beispielsweise zur Weiterentwicklung der Verwaltungsorganisation." Die Kooperation wird weiter vorgesetzt, so will sich der Landkreis Nordhausen u.a. mit dem Klimaschutzkonzept auseinandersetzen, das der Landkreis Unterallgäu entwickelt hat und nun umsetzen will. Auch ein Besuch der Unterallgäuer im kommenden Jahr ist bereits anvisiert.

Der Unterallgäuer Landrat Weirather war zuletzt im vergangenen November in Nordhausen und besuchte damals u.a. die Flohburg und die Burgruine Hohnstein. Seit 1991 sind die Landkreise Unterallgäu und Nordhausen Partnerlandkreise. Im Unterallgäu leben rund 136.000 Menschen. Der Landkreis gehört mit neun weiteren Landkreisen und vier kreisfreien Städten zum Regierungsbezirk Schwaben mit 1,8 Millionen Einwohnern. Insgesamt gibt es in Bayern mit mehr als 12,6 Millionen Einwohnern sieben Regierungsbezirke mit 71 Landkreisen und 25 kreisfreien Städte.

Mehr Fotos zum Besuch im Unterallgäu auch unter www.facebook.de/landkreisnordhausen.
Autor: red

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Kommentare
Heini
13.04.2013, 19:56 Uhr
Wahlentscheidung
Frau Keller sollte einmal nachdenken,was sie zur Zeit so veranstaltet.Ich habe sie zwar gewählt aber auf Grund der jüngsten Ereignisse frage ich mich ernsthaft,war diese Entscheidung richtig?
suedharzer
14.04.2013, 13:32 Uhr
falsche Kritik
was ist denn daran auszusetzen, dass unsere Landrätin unseren Partnerlandkreis besucht? Warum sich nicht mal austauschen, schließlich müssen wir hier ja nicht jedes Rad neu erfinden? Und die Reisekosten dürften weit geringer sein als Supermannis Nordkoreatrip...
Kritisieren könnte man eher, dass B. Keller die wichtigsten Baustellen (Haushaltssanierung z. B.)im Landratsamt ruhen lässt.
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