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Mo, 07:32 Uhr
06.08.2012

Acht Fehler

Hunderttausende von Bewerbungsschreiben werden jährlich geschrieben und verschickt. Doch auf eine Vielzahl dieser mit Fleiß verfassten Briefe gibt es oft keine Rückantwort von den Unternehmen. Dabei haben sich die meisten Bewerber alle Mühe gegeben, sich als Kandidat akkurat und gut vorbereitet vorzustellen. Oder vielleicht doch nicht überzeugend genug?


Das erste Anschreiben auf ein Stellenangebot ist wie eine erste Arbeitsprobe. Künftige Chefs lesen darin, ob der Bewerber wirklich Interesse an dem Angebot hat. Sie achten auf Floskeln, Wiederholungen, Wortgeklingel. Und auf Fehler, die Jobsuchende aus Unwissenheit machen – und sich damit disqualifizieren. Welche das im schwierigsten Teil einer Bewerbung sind, erklären hier versierte Personal-Entscheider und erfahrene Arbeitsmarkt-Experten.

Fehler Nummer 1: Der erste Satz

Er sollte Sie möglichst von anderen Bewerbern auf den Job unterscheiden. Schreiben Sie, was Sie an diesem Job interessiert und warum Sie sich für geeignet und motiviert halten. Auf Ihre Argumente achten Personalchefs. Und machen Sie ihn neugierig auf Ihren Lebenslauf. Schreiben Sie nicht den typischen Satz „Hiermit möchte ich mich auf die von Ihnen ausgeschriebene Stelle bewerben.“ Diese Erklärung gehört nur in die Betreffzeile Ihres Briefes. Und der Personal-Entscheider kennt ja seine eigene Offerte.

Fehler Nr.2: Die falsche Anrede

Schreiben Sie niemals „Sehr geehrte Damen und Herren“ als Anrede. Damit zeigen Sie, dass Sie sich mit der Firma nicht wirklich beschäftigt haben. Steht in der Stellenanzeige kein Ansprechpartner, informieren Sie sich übers Internet oder in der Telefonzentrale des Unternehmens, wer Ihr Ansprechpartner ist. Damit zeigen Sie, dass Sie Ihr Anschreiben sorgfältig vorbereitet haben. Wichtig: Auch die Anschrift und Rechtsform des Unternehmens (GmbH, AG, GbR etc.) sollte richtig geschrieben werden.

Fehler Nr. 3: Zu viel Eigenlob

Natürlich sind Sie teamfähig, zuverlässig, lernfähig und motiviert. Und Sie suchen eine neue Herausforderung in Ihrem Berufsleben. Aber diese Selbstbeschreibung und Absichtserklärungen sind für Personalchefs so genannte Nullaussagen. Natürlich sind Sie das alles – aber Sie müssen Ihre Eigenschaften konkreter belegen. Zum Beispiel: „Ich habe mich in einem großen Team behaupten können, weil...“. Oder: „Ich suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung, weil...“. Hier wird der Personal-Entscheider Ihre Aussagen gern lesen wollen. Und machen Sie es ihm leicht: Schreiben Sie in deutlichen Sätzen, warum Ihr Berufsprofil zu den Anforderungen der
Stellenausschreibung passt. Das erleichtert dem Personalchef die Arbeit.

Fehler Nr. 4: Der Brief ist zu lang

Ein lang geschriebener Brief ist kein Zeichen von Fleiß und Engagement. Er ermüdet nur den, der ihn liest. Ein gutes Bewerbungsschreiben ist kurz, prägnant und individuell, raten Arbeitsmarkt-Experten. Das Schreiben sollte nicht länger als eine Din-A4-Seite lang sein und sich inhaltlich auf das Wesentliche beschränken. Und die Mischung muss stimmen. Ein Drittel Text über die eigene Qualifikation, ein Drittel über Ihre aktuelle, berufliche Situation und ein Drittel über die Gründe, warum Sie sich auf dieses Stellenangebot bewerben – das muss, aussagekräftig, reichen.

Fehler Nr.5: Der Einer-für-alle-Brief

Natürlich gibt es Formulierungen in einem Bewerbungsbrief, die sich auf alle Firmen beziehen können. Aber der Personal-Entscheider sollte schon merken, dass Sie sich mit dem Unternehmen und der Stelle gründlich beschäftigt haben. Wer einen Massenbrief verfasst und lediglich die Adresse des Unternehmens im Briefkopf austauscht, hat schlechte Karten. Jeder Personalchef legt solche Briefe beiseite.

Fehler Nr.6: Der Schreibstil

Ihr Schreibstil sollte zu Ihnen passen. Er sollte lebendig sein, Sie sollten möglichst kurze, prägnante Sätze schreiben. Und vermeiden Sie Bandwurmsätze, die der Adressat zweimal lesen muss, um den Sinn zu begreifen. So genannte gedrechselte Sätze, wie „Eingedenk meiner Fähigkeiten... – wirken pathetisch auf Personalchefs.

Fehler Nr.7: Schreibfehler im Brief

Rechtschreibfehler in einem Bewerbungsschreiben sind unverzeihlich. Sie disqualifizieren Sie von vornherein, sind ein rotes Tuch für Personalchefs. Die häufigsten Fehler sind: dass mit nur einem „s“ (Ich habe erfahren, das Sie einen ... suchen) und die Kleinschreibung der persönlichen Anrede „Sie“. Rat: Prüfen Sie Ihr Anschreiben gründlich auf diese Rechtschreibfehler, schließlich hat fast jeder Computer ein Rechtschreib-Prüfprogramm im System. Und: Lassen Sie Ihren Brief noch einmal von einem Zweitleser prüfen.

Fehler Nr.: 8: Das Briefende

Das beste Anschreiben nützt Ihnen nichts, wenn Sie Ihre Unterschrift unter die Bewerbung vergessen haben. Dieses Versäumnis zeigt, dass Sie Ihren Brief nicht akribisch erstellt haben. Und auch der letzte Satz Ihrer Bewerbung ist von großer Wichtigkeit. Setzen Sie darin den Personalchef nicht unter Druck, wenn Sie schreiben „Es kann nur einen geben, den Sie brauchen: Nämlich mich!“. Und auch eine Demuts-Formulierung kommt nicht gut an: „Ich hoffe, mit meinem Brief Ihr Interesse geweckt zu haben...!“Am besten ist ein knapper, sachlicher Gruß!
Autor: red

Kommentare
Wolfi65
06.08.2012, 10.19 Uhr
Bewerbung hin, Bewerbung her
Ein Unternehmen, welches händeringend nach Mitarbeitern sucht,(wie es immer behauptet wird) wird sich nicht an orthographischen Kleinigkeiten stören.
Wem nützt ein korekter Schreiberling, wenn dieser seine Arbeit nicht bringt?
Ein direktes Gespräch von Mann zu Mann hat übrigens schon immer einen Schauspieler herausgefiltert.
Wer keine Mitarbeiter sucht, der wird auch korrekte Bewerbungen unter den Tisch fallen lassen, deswegen ist die Moderen Art der Bewerbung zu empfehlen und zwar als E-mail.
Die Kosten für Papier und Photos gespart und dem Jobcenter zur Genüge getan.
Man will es doch so haben und man kriegt es so!
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