Mo, 09:27 Uhr
11.07.2011
nnz-Forum: ARD zu Gast in Nordhausen
Journalist Henryk M. Broder sowie Politwissenschaftler Hamed Abdel-Samad sind seit Juni 2011 für die ARD-Reihe Entweder Broder -Die Deutschland-Safari!" wieder auf einer Forschungsreise quer durch Deutschland. Und das Team machte in Nordhausen Station...
In ihren unnachahmlichen unbestechlichen Stil untersuchen die beiden auf ihrer Tour deutsche Zustände, Tatsachen und Überzeugungen. Für die kommende Staffel, die im September ausgestrahlt wird, widmen sie sich auch dem Themenfeld Wirtschaft und Soziales". Die Herren sind sehr verwundert über die derzeit fast schon irrsinnigen Praktiken diverser Unternehmen, die beinahe schon selbstverständlich mit Ein-Euro-Jobber und Aufstockern" kalkulieren. Darüber hinaus bietet auch die neue Bürgerarbeit" vielfache Möglichkeiten zum Tricksen".
Um dieses Themenfeld einmal näher zu beleuchten, war das Team in der vergangenen Woche in Nordhausen. Gemeinsam mit der Hartz-IV-Beratungsstelle des DGB, führten die Herren Interviews mit Betroffenen und Beratern durch. Das hiesige Jobcenter wurde ebenfalls um eine Stellungnahme vor der Kamera gebeten, lehnte jedoch ab.Das gleiche trifft auf die LIFT gGmbH zu. Die Begründung des Jobcenters und LIFT können sie im September erfahren.
Als die Dreharbeiten abgeschlossen waren, gab es eine sehr interessante Unterhaltung. Das Team war der Meinung, dass man hier ohne weiteres von einer Art moderner Versklavung, Entmündigung und gesteuerter Zermürbung der Hartz-IV-Empfänger sprechen kann. Jetzt kann man auch verstehen, warum manche der so geknebelten Personen durchdrehen und es zu den tödlichen Schüssen im Rhein-Main Job Center kommen konnte.
Man könnte fast meinen, wenn man nicht anders zurecht kommt, wird die Person kurzerhand erschossen. Bis heute habe ich noch keine klare Stellungnahme dieser Aktion. Den wird es aller Wahrscheinlichkeit nach wohl auch nicht geben. Nach dem Vorfall wurde von hoher Gewaltbereitschaft der ALG-II-Empfänger gesprochen. Bei den Schüssen habe es sich um Notwehr gehandelt. Zwei gut ausgebildete Polizeibeamte mit Schusswaffen, sind nicht in der Lage eine weibliche Person ruhig zu stellen? Nein, sie musste erschossen werden.
Ich persönlich sehe das allerdings etwas anders. Bei Demonstrationen, die sich gegen den drastischen Sozialabbau in Deutschland richten, habe ich eher eine hohe Gewaltbereitschaft der Polizeibeamten erlebt. Als Demonstranten verkleidete Polizisten riefen friedliche Demonstranten zur Gewalt auf, um somit ihren Kollegen einen Grund zu liefern, mit Gewalt gegen die Demonstranten vorgehen zu können. Denkt nur an das Vorgehen der Polizei im Fall Stuttgart 21.
Harald Buntfuß, Nordhausen
Autor: nnzIn ihren unnachahmlichen unbestechlichen Stil untersuchen die beiden auf ihrer Tour deutsche Zustände, Tatsachen und Überzeugungen. Für die kommende Staffel, die im September ausgestrahlt wird, widmen sie sich auch dem Themenfeld Wirtschaft und Soziales". Die Herren sind sehr verwundert über die derzeit fast schon irrsinnigen Praktiken diverser Unternehmen, die beinahe schon selbstverständlich mit Ein-Euro-Jobber und Aufstockern" kalkulieren. Darüber hinaus bietet auch die neue Bürgerarbeit" vielfache Möglichkeiten zum Tricksen".
Um dieses Themenfeld einmal näher zu beleuchten, war das Team in der vergangenen Woche in Nordhausen. Gemeinsam mit der Hartz-IV-Beratungsstelle des DGB, führten die Herren Interviews mit Betroffenen und Beratern durch. Das hiesige Jobcenter wurde ebenfalls um eine Stellungnahme vor der Kamera gebeten, lehnte jedoch ab.Das gleiche trifft auf die LIFT gGmbH zu. Die Begründung des Jobcenters und LIFT können sie im September erfahren.
Als die Dreharbeiten abgeschlossen waren, gab es eine sehr interessante Unterhaltung. Das Team war der Meinung, dass man hier ohne weiteres von einer Art moderner Versklavung, Entmündigung und gesteuerter Zermürbung der Hartz-IV-Empfänger sprechen kann. Jetzt kann man auch verstehen, warum manche der so geknebelten Personen durchdrehen und es zu den tödlichen Schüssen im Rhein-Main Job Center kommen konnte.
Man könnte fast meinen, wenn man nicht anders zurecht kommt, wird die Person kurzerhand erschossen. Bis heute habe ich noch keine klare Stellungnahme dieser Aktion. Den wird es aller Wahrscheinlichkeit nach wohl auch nicht geben. Nach dem Vorfall wurde von hoher Gewaltbereitschaft der ALG-II-Empfänger gesprochen. Bei den Schüssen habe es sich um Notwehr gehandelt. Zwei gut ausgebildete Polizeibeamte mit Schusswaffen, sind nicht in der Lage eine weibliche Person ruhig zu stellen? Nein, sie musste erschossen werden.
Ich persönlich sehe das allerdings etwas anders. Bei Demonstrationen, die sich gegen den drastischen Sozialabbau in Deutschland richten, habe ich eher eine hohe Gewaltbereitschaft der Polizeibeamten erlebt. Als Demonstranten verkleidete Polizisten riefen friedliche Demonstranten zur Gewalt auf, um somit ihren Kollegen einen Grund zu liefern, mit Gewalt gegen die Demonstranten vorgehen zu können. Denkt nur an das Vorgehen der Polizei im Fall Stuttgart 21.
Harald Buntfuß, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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