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Di, 15:56 Uhr
03.05.2011

Mäßiges Interesse

Es sollte der große Wurf bei der Änderung der Hartz-IV-Gesetzlichkeiten sein - das Bildungspaket. Doch im Landkreis Nordhausen scheinen die Vorzüge dieses Paketes auf ein eher verhaltenes Echo zu stoßen. Die nnz hat beim Jobcenter in Nordhausen nachgefragt...


"Das Interesse an den Leistungen für Bildung und Teilhabe ist offenbar mäßig hoch – die erwartete kurzfristige Antragsflut ist im Landkreis Nordhausen bisher ausgeblieben", konstatiert der kommissarische Geschäftsführer des Jobcenters, Hans-Georg Müller auf nnz-Nachfrage. Zum Hintergrund: Leistungsberechtigt sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene nach dem SGB II (bei Arbeitslosengeld-II- oder Sozialgeldbezug), nach dem SGB XII (bei Sozialhilfebezug) oder nach dem Bundeskindergeldgesetz (Bezug von Kinderzuschlag oder Wohngeld BKGG).

Zuständig für die 1.900 potenziell Leistungsberechtigten nach dem SGB II ist das Jobcenter. Hier sind bis heute Vormittag insgesamt 557 Anträge auf insgesamt 1.246 Teilleistungen gestellt worden. Zuständig für die rund 1.700 potenziell Leistungsberechtigten nach SGB XII und BKGG ist das Landratsamt. Hier sind für insgesamt 323 Leistungsberechtigte (ca. 19 Prozent) Anträge auf insgesamt 526 Teilleistungen gestellt worden.

Um die Antragstellung so einfach und übersichtlich wie möglich zu gestalten, und um die Maßstabsgleichheit bei der Bearbeitung zu sichern, haben das Jobcenter und das Landratsamt am Dienstsitz des Jobcenters eine Bürogemeinschaft als gemeinsame Anlaufstelle für die Antragsteller und die Leistungsanbieter errichtet. Die Mitarbeiterinnen in der Bürogemeinschaft sind über das reguläre Leistungsrecht hinaus speziell qualifiziert worden.

Für den Geltungsbereich des Bundeskindergeldgesetzes steht noch immer das Thüringer Ausführungsgesetz zur Zuständigkeitsübertragung auf den Landkreis aus. Deshalb können die Bezieher von Kinderzuschlag oder Wohngeld erst in den nächsten Tagen mit den Bescheiden des Landratsamtes rechnen. Das Jobcenter hingegen verfügt bereits über die für die Bearbeitung erforderlichen rechtlichen Grundlagen. Bezieher von Leistungen nach dem SGB II können davon ausgehen, dass ihr vollständig abgegebener Antrag auf Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket umgehend bearbeitet und entschieden wird, ohne dass es zu Verzögerungen kommt. Mehrere Hundert Anträge sind bereits bewilligt worden.

"Bereits während des Gesetzgebungsverfahrens, also schon Ende 2010, sind mit zahlreichen potenziellen Leistungsanbietern Gespräche geführt worden, um die Möglichkeiten der Leistungserbringung abzustimmen. Insbesondere die angesprochenen Kreisverbände, die Institutionen der Lernförderung, die Träger der Kindertageseinrichtungen und der Jugendhilfe sowie die Anbieter gemeinschaftlichen Mittagessens haben trotz der Turbulenzen im Gesetzgebungsverfahren eine hohe Unterstützungsbereitschaft gezeigt", sagte Müller im Gespräch mit der nnz.

Für den Landkreis Nordhausen gilt: Zuschüsse zum gemeinschaftlichen Mittagessen in Schule und Kindertageseinrichtungen sowie festgestellte Bedarfe für Lernförderung werden in Form von Gutscheinen übernommen, die beim Leistungsanbieter abzugeben sind. Der Leistungsanbieter rechnet die Gutscheine dann in der Bürogemeinschaft von Jobcenter und Landratsamt ab.

Leistungen für soziale und kulturelle Teilhabe (Mitgliedschaften, künstlerischer Unterricht, Freizeiten) sowie Leistungen für Fahrten und Ausflüge von Schulen und Kindertageseinrichtungen werden durch Direktzahlung an den Leistungsanbieter (z.B. Schule, Verein) erbracht. Der Antragsteller muss vorher die entsprechenden Nachweise beim Jobcenter bzw. Landratsamt vorlegen.

Lediglich das Schulbedarfspaket in Höhe von jährlich 100 Euro (70 Euro am 1. August ab 2011 und 30 Euro am 1. Februar ab 2012) sowie Leistungen für Schülerbeförderung und Erstattungen für rückwirkend festgestellte Bedarfe werden als Geldleistung an die Antragsteller selbst ausgezahlt.
Autor: nnz

Kommentare
Wolfi65
03.05.2011, 22.21 Uhr
Kostenloses Mittagessen
Es ist besonders gut zu bewerten,dass sich die jetzige Demokratie in Deutschland zu einem kostenlosen Mittagessen für sozial Schwache Kinder durchgerungen hat, da diese Regelung vor über zwanzig Jahren ausgelaufen ist.

Die Fehler der Banken sind durch Steuergelder mit hunderten Milliarden Euro aufgefangen wurden, da wurde es Mahl-Zeit für eine kostenlose einer Solchen für die Armen der Armen. Frau von der Leinen ist für einen Nobel-Preis vorzuschlagen.
Madame-Cherie
03.05.2011, 23.32 Uhr
Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben?
Sie Herr Müller und Ihre Behörde fragen sich allen Ernstes, warum beim Bildungspaket mäßiges Interesse besteht?

Ich kann Ihnen die Antworten darauf geben.

Vielleicht haben die Betroffenen bisher mit ihren „Fallmanagern und Sachbearbeitern“ so ihre Erfahrungen sammeln müssen und eher Schikanen erfahren, als dass man sie berät und auf ihre Rechte aufmerksam macht. Und jetzt verlangt man auch noch, dass man für seine Kinder „betteln“ geht, um erneut Schikanen zu erfahren.

Zu all dem führt diese stigmatisierende Gutscheinpraxis wieder einmal dazu Betroffene zu gängeln und zu bevormunden. Außerdem müssen Betroffene nun ihren sozialen Status öffentlich herumtragen. Viele werden sich davor scheuen und nur wenige Berechtigte werden es in Anspruch nehmen.

Kommen wir mal zu den einzelnen Punkten

Mogelpackung Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben

Also, von individueller Förderung kann hier keine Rede sein. Kulturelle Aktivitäten, wie zum Beispiel ein spontaner Besuch im Theater oder Museum, ist nicht vorgesehen und wird demgemäß auch nicht gefördert. Nur sog. angeleitete Aktivitäten werden berücksichtigt. Ein Witz, der auch beim zweiten Anlauf nicht lustig wird

Mal abgesehen davon, was sind 10 EUR pro Monat mehr für ein Kind? Die Mitgliedschaft in einem Sportverein ist nämlich nicht alles! Dazu gehören auch diverse Ausrüstungsgegenstände (Fußballschuhe für drinnen und draußen, Trainingsanzug usw.) Ich denke, wir alle, die wir Kinder haben, wissen was dabei für zusätzliche Kosten anfallen.

Wieder einmal wird den Eltern als Erziehungsberechtigte de facto die Entscheidung über die Entwicklung ihres Kindes dreist aus der Hand genommen. Und wer würde denn schon freiwillig sein Kind für diese lumpigen 10 Euro mit dem Stigma Hartz IV besetzen, um sich bei Sportvereinen oder in der Musikschule anmelden zu können?

Mogelpackung Mittagsverpflegung

Wird in der Schule eine gemeinschaftliche Mittagsverpflegung angeboten? Glück gehabt! Sollte das nicht der Fall sein, schauen Kind und Eltern in die Röhre!

Gemeint ist die Ungleichbehandlung der Kinder. Denn: Wenn das Essen in der privat betriebenen Schulkantine besser schmeckt, muss das Geld dafür aus eigener Tasche kommen. Wer jedoch das Schulessen mag, bekommt es bezahlt. Ungerechter geht es nicht! Das Makabere daran ist, dass in einigen Ländern in den Schulen das Angebot der Mittagsverpflegung ohnehin kostenlos ist.

Mogelpackung Lernförderung:

Eine Förderung nur um eine Nicht- Versetzung zu vermeiden, ist schon ein Hohn an sich, denn dann ist das Kind schon längst in den Brunnen gefallen.

Lernförderung (Nachhilfe) ist auch an Bedingungen geknüpft, das heißt, dass sie geeignet und zusätzlich erforderlich sein muss, um wesentliche Lernziele zu erreichen. Das bedeutet, wer sich lediglich verbessern möchte (z.B. Übertritt in ein Gymnasium) hat keinen Anspruch und schaut in die Röhre.

Der Bedarf wird nur anhand einer Bescheinigung der Schule ermittelt und gewährt. Diese Bestimmung führt eindeutig wieder einmal zu Diskriminierung und Bevormundung, denn die Eltern haben ihre Situation dem Lehrer gegenüber offen zu legen. Sie sind also wieder gezwungen, ihren "Hartz-IV-Status" öffentlich zu machen.

Ebenso wird es kaum möglich sein, private Anbieter von Nachhilfe (Studenten, Schüler, Lehrer) zu konsultieren, da diese sicherlich keine Gutscheine annehmen können und werden. Gut zu wissen ist auch, dass Fahrtkosten nicht übernommen werden.
Das bedeutet, dass in einigen Fällen Kinder von Hartz IV Opfern wieder vor der Tür stehen bleiben.

Mogelpackung Schülerbeförderung

Auffällig ist die Aussage, dass Schülerinnen und Schüler, welche die nächstgelegene Schule besuchen und diese nicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen können, einen Zuschuss zu den Beförderungskosten erhalten, wenn die Kosten nicht von Dritten übernommen werden. Keinen Anspruch auf Erstattung haben SchülerInnen, deren Schulweg eine bestimmte Entfernung unterschreitet.

Welch eine Verhöhnung das ist wird deutlich, wenn man sieht, dass dieser Zuschuss wieder nur denen gewährt wird, die ohnehin schon immer einen Anspruch darauf hatten.

Außerdem ist es eine Kuriosität, wenn öffentliche Verkehrsmittel wie Straßenbahn und Bus die in Nordhausen zur Verfügung stehen, diese aber nicht genutzt werden dürfen.

Anzumerken bleibt, dass Eltern auch hier wieder keine Entscheidungsfreiheit haben. Ihnen wird verwehrt zu entscheiden, ob der Sohn oder die Tochter mit Bus/Straßenbahn zur Schule fährt, oder doch den dunklen Waldweg nehmen muss, weil der nichts kostet.

Sollten die Kosten für eine Schülermonatskarte doch anerkannt werden, wird der Preis für das Monatsticket um den im Regelbedarf enthaltenen Anteil für Verkehr/Mobilität vermindert, wenn dieses Ticket auch privat genutzt werden kann. Dieser Eigenanteil des Kindes beträgt je nach Altersstufe 13 – 18 Euro.

Also Herr Müller, sie sehen, dass das Leyen Lügenpaket nichts weiter als eine Farce ist. Hier wird suggeriert, dass der Staat und mit ihm der Steuerzahler wieder einmal für alle Kosten aufkommen muss. Letztlich gibt es jedoch nur eine Umverteilung und die ach so hoch gepriesene Hilfe verpufft ins Leere, wenn man sich die Mühe macht, Uschis‘ Wunschpaket einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.
Retupmoc
04.05.2011, 08.08 Uhr
Nobelpreis
Nicht Frau von der Laien, sondern die Userin @ Madame Cherie hat den Nobelpreis verdient. Diese Frau hat mit dem Kommentar Herrn Müller gezeigt, das es in dieser Stadt noch Menschen gibt, die Ihren Kopf zum Denken haben. Und Madame Cherie ist nicht die Einzige.

Mal zur Ergänzung noch einige Punkte:

Ich würde Herrn Müller einmal empfehlen auf einen Regelschulhof zu gehen und sich anzusehen wie Kinder von H4-Empfängern wie die Pest gemieden werden. OK, nicht jeder, aber ein großer Prozentsatz. Die brauchen es nicht einmal nahzuweisen, das sie arm sind. Wenn man heute nicht zu den zumindest Kindern gehört wo ein Elternteil gut verdient, laufen Sie auf dem Schulhof Spießruten. Und selbst wenn Sie das wollen, versuchen Sie doch einmal in der Musikschule für 10 Euro ein Kind anzumelden. Das ist doch lächerlich. Und davon ist auch das Instrument noch nicht bezahlt. Im Sportverein ist das ähnlich. Dort muss auch die Ausrüstung bezahlt werden und wenn man dann zum Einstand nicht nen Kasten Cola für die Mannschaft schmeisst, ist man sofort unten durch. Ich kann Madame Cherie nur zustimmen, in allen Punkten.

Für Sie, sehr geehrter Herr Hans Georg Müller hätte ich jedoch noch einige Empfehlungen:

1. Veröffentlichen Sie mal die wahren Zahlen an Kinder - und Jugendlichen deren Eltern das Sklavengeld von diesem Staat kassieren. Und dazu gleich die nicht frisierten Arbeitslosenzahlen.

2. Sprechen Sie mit den Schulen und ermöglichem Sie JEDEM Kind ein kostenloses Essen und zum Frühstück eine Milch.

3. Stellen Sie ( von mir aus über H4-Empfänger ) sicher, das an jeder Schule dieses Landkreises 2 zusätzliche Stunden Sport am Nachmittag kostenlos gegeben werden. Dann können H4-Kinder kostenlos teilnehmen. An einer Schule wird Fußball, an der nächsten Handball und an der übernächsten Schule Turnen gegeben. Jeder geht dahin, wo er möchte. Genauso kann man mit Kunsterziehung verfahren.

4. Stellen Sie sicher, das jedes Kind in einem H4-Haushalt mit dem Bescheid für die Eltern eine Kinderfahrkarte für Bus und Bahn erhält. Und zwar OHNE Antragstellung.

5. Kümmern Sie sich in Ihrem Haus darum, das Ihre Mitarbeiter nicht jeden Monat für hunderte Klagen am Sozialgericht sorgen, die Sie verlieren. Das eingesparte Geld kann dann wieder an die Kinder gehen.

6. Schüler, die schlechter als 4 stehen, bekommen automatisch einen Gutschein für Nachhilfe. Und zwar ohne Prüfung des Einkommens der Eltern. Wir brauchen nämlich in diesem Land kluge Kinder, die endlih hinter die Kulissen dieses Staates und Einrichtungen wie der Arge schauen und diese abschaffen. Ich habe nur die Befürchtung, das Bildung eingentlich niht gewollt ist. Mit gebildeten Menschen kann man halt nicht herumspringen wie man will.

Ich hätte noch eine Menge an Vorschlägen. Ich möchte meinen Kommentar aber nicht 3 Meter lang machen. Ganz persönlich würde ich Ihnen, lieber Herr Müller, damit sie beginnen in Ihrer Behörde etwas zu ändern, empfehlen sich wieder auf Ihre alten Ideale vor 1989 zu besinnen. Damals haben Sie mir persönlich viel viel besser gefallen.
TeeEff
04.05.2011, 11.06 Uhr
Die Hälfte versickert...
in den Behörden und seinem Bürokratieapparat selbst, eh die Hilfe überhaupt ankommt!

Das ist doch mal bescheuert! Außerdem bekämpft man hier nur Symptom und keine Ursachen. Lohndumping und Leihsklavenarbeit muss aufhören und Unternehmen nachhaltiger wirtschaften und nicht von Spekulanten getrieben von Dividendenausschüttung zu Dividendenausschüttung, auf kurzfristige Profitmaximierung und Gewinnmitnahmen ausgerichtet, ohne einen Gedanken an morgen oder die einfachen Menschen!
Lehrer Schnauz
04.05.2011, 13.29 Uhr
Liebe Madame Cheri
Im Grundsatz gebe ich Ihnen Recht. Im Interesse der Chancengleichheit sollen auch Hartz4-Kinder (das ist nicht abwertend gemeint) Bildungs- und Freizeitangebote nutzen können. Sie tragen jedoch immerzu die Status-Veröffentlichung vor sich her, die Sie offenbar als diskriminierend empfinden.

Versetzen Sie sich mal in die Gedankenwelt einer Normalverdienenden: Um 7.30 beginnt Ihr Job im Einzelhandel. Die Schule beginnt um 8.00 Also schnappen Sie Ihr Kind fahren es - auf eigene Kosten - in die Schule, da die Busse erst später fahren mit dem eigenen PKW. Dummerweise können Sie nicht irgendeine Schule nehmen, die vielleicht günstig gelegen ist, oder die Ihr Kind gut mit einem Bus erreichen kann - da Sie eine angebotene Frühbetreuung brauchen.

Also gurken Sie durch die halbe Stadt in die Schule, die Ihr Kind vormittags und auch nachmittags bis 16.30 betreut. Oh Wunder -die Früh- und Spätbetreuung kostet Geld und Benzin ist auch nicht umsonst. Das Geschäft in dem Sie arbeiten öffnet kundenfreundlich bis 20.00 Uhr. Jetzt brauchen Sie an den Tagen, an denen Sie lange arbeiten müssen und an den Samstagen - und den tollen verkaufsoffenen Sonntagen eine belastbare Oma oder einen Babysitter - hoppla, der macht das ja auch nicht umsonst.

Ihr Kind verblödet langsam vom Dauerspielen im Hort also suchen Sie nach einer Alternative. Siehe da, die Schule bietet einen Fußballkurs an - gegen Geld. Und was macht Ihr Kind die restlichen vier Nachmittage? Der Nachhilfelehrer will ja auch bezahlt werden...

Dann steigen noch Fernseher und Waschmaschine aus - komisch wo bleibt denn nur mein Zuschuss ?

Sie bezahlen voller Freude und mit ganz viel sozialem Engagement die immer höher werdenden Abgaben um mit Ihrer "hochbezahlten" Arbeit die Kinder von Hartz4-Empfängern zu subventionieren.

Dabei wenden Sie selbst gezwungenermaßen ein Vielfaches für Ihr eigenes Kind auf, für dass Sie am Ende selbst überhaupt keine Zeit mehr haben.

Ich verstehe nicht, dass die angebotene Hilfe für Hartz4-Empfänger aus Sicht der selben als ungerecht empfunden wird. Was bitte ist daran unzumutbar zuzugeben, dass man Hartz4-Empfänger und auf eben diese Zuschüsse angewiesen ist ? Ich glaube Sie würden sich auch noch beschweren, wenn Sie die Sportkleidung auch noch bezahlt bekämen und diese von der falschen Marke ist - was für eine Diskriminierung.

Wann verstehen manche Menschen endlich, dass eine Leistung eine Gegenleistung verlangt ? - und sei es nur, sich als Bedürftig zu outen...

Herzlichst...
Retupmoc
04.05.2011, 14.39 Uhr
Deshalb fordere ich
weil sie recht haben, User nussbaum:

wie unten schon mal gesagt u.a. für ALLE Kinder kostenloses Essen und Milch

für alle Kinder mehr kostenlose Freizeitangebote und Bildung usw.

Ich würde auch nicht nach dem Einkommen differenzieren. Genau so ist es KIND ist KIND. Und genau das macht unser Staat so leyenhaft...

Rechte für Kinder einfordern

Recht und Pflicht auf Arbeit einfordern...
H.Buntfuß
04.05.2011, 17.10 Uhr
Diesen Kommentaren......
ist eigentlich nichts hinzuzufügen ,sie sagen alles, es zeigt doch nur, wie verlogen viele unserer Politiker sind. Vor allem, wenn sie Regierungsgewalt haben. Schauen wir uns doch einmal genau um, da muss man sich schon fragen, wie viel von ihnen Studienabbrecher sind, oder wer seinen Doktortitel erschwindelt hat?

Kommen die reichen Snobs, Banker und Konzernbosse in Schwierigkeiten, die sie noch dazu selber verschuldet haben, kommt sofort die Regierung und spannt einen milliardenschweren Rettungsschirm, um diesen armen, armen Leuten in ihrer schweren Not beizustehen.

Für unsere Kinder, von denen die Damen und Herren der ehrenwerten Politik ja immer behaupten sie seien unsere Zukunft, hat man nicht sehr viel übrig. Schlucken die Banker und ihres Gleichen Milliarden, nörgeln unsere Politiker, wenn sie für die bedürftigen Kinder Millionen ausgeben sollen. Auch bei ihren Diäten sind sie nicht so zimperlich, da langt man kräftig zu, treu nach dem Motto, erst ich und dann der Rest,wenn noch genug über bleibt, oder?

Was mich am meisten dabei stört, ist das Verblöden des Volks, durch die so genannten sozialen Parteien, wie die SPD. Denken sie an Hartz-IV, Hedgefonds, Arbeitsgesetze und zu guterletzt noch das Gesetz der Insolvenz. Steht ein Chef vor der Pleite, dann müssen seine Angestellten ihren Lohn zurück zahlen. Im Einzelfall können das schon mal 10 000 € sein. Das zeigt wieder einmal, auf wessen Seite die SPD wirklich steht. Die Geschichte kennt genug Bespiele, in dem die SPD das Volk verraten hat.

Von der CDU konnte und kann die Arbeiterschicht nicht viel verlangen. Meiner Ansicht nach haben die Christen schon immer das niedere Volk belogen. Wie hieß es doch von der Kanzel herunter: „Übt euch in Demut, im Himmel werdet ihr dafür belohnt.“ Das Problem ist nur die Kinder benötigen die Fürsorge auf der Erde und nicht erst im Himmel, oder?
Madame-Cherie
04.05.2011, 18.00 Uhr
Liebe/r Frau/Herr Nussbaum
Auf diese Art von Antwort habe ich gewartet. Ich bin es mittlerweile leid! Sie sind also der Meinung, dass Diskriminierungen und Bevormundung die Betroffenen in Kauf nehmen sollen!? Sich als Bedürftig zu outen... sei also das Mindeste!?

Meinen Sie nicht, dass wenigstens gerade solche Entscheidungen, wenn es um die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben der Kinder geht, die Betroffenen selbst treffen sollten, können? Macht das nicht die Menschenwürde aus und ist der Inbegriff von Eigenverantwortung?
Fordert nicht auch immer die Politik Eigenverantwortung sowie „Wahlfreiheit“ für die Bürger/innen?

Wie ich das ihrem Beitrag entnehme, soll das aber eben nicht für alle Menschen gelten!

Denken Sie es macht den Leuten Spaß zu Hause zu sitzen und sich nicht mit so einem erfüllten Arbeitsleben zu brüsten, wie es die Normalverdiener erleben, die sie hier erwähnen? Ich möchte noch mal betonen, die meisten Betroffenen sind übrigens nicht arbeitslos, sondern erwerbslos.

Anstatt die Teilhabepauschale von zehn Euro ohne Antrag in bar auszuzahlen, nimmt man lieber in Kauf, sage und schreibe 25 % des verfügbaren Geldes aus dem Paket in die Verwaltung zu pumpen, wie der Paritätische Wohlfahrtsverband feststellte. Und der Steuerzahler zahlt. Schon mal daran gedacht? Sicherlich nicht.

Sie sind wahrscheinlich auch mit dem Vorurteil behaftet, dass die Eltern aus sog. Hartz-IV-Familien das Geld in Alkohol umsetzen, als dass es bei den Kindern ankommt?

Vielleicht wäre es an der Zeit mal die Augen zu öffnen und diejenigen abzustrafen, die Schuld sind an all dem Elend, der Arbeitslosigkeit, den ausbeuterischen Niedriglöhnen, der Kinderarmut, der Altersarmut, der Zweiklassenmedizin usw. usf. Es ist genau diese Politik, diese Bundesregierung, die nichts Besseres zu tun hat, als den Heuchlern, die täglich ohne Arbeit Millionen scheffeln, nur auf Grund der Umverteilung von Arm zu Reich, in den Allerwertesten kriechen.

Vielleicht wachen auch Sie eines Tages auf und müssen der Realität ins Auge schauen, wenn plötzlich die Rente ansteht und Sie trotz der Schufterei und des jahrelangen buckeln von 45 Jahren und mehr, eine Rente beziehen, die nicht hinten und vorne reicht und Sie zusätzlich noch aufs Amt müssen, um zu betteln.

Menschen sollten weiterhin Augen und Ohren offen halten und sich niemals diesem System freiwillig unterwerfen.
Wolfi65
04.05.2011, 18.52 Uhr
Schön,schön...
wenn wir uns in diesem Forum Sack und Seil vorwerfen, aber hier ist nun mal nicht der richtige Ort, für politische Grabenkämpfe.
Und wenn hier noch so große Kommentare hinterlegt werden, es ändert sich nichts.

Das Kapital hat nun mal die Macht. Der kleine Mann hat die Kröten zu schlucken, welche jetzt in Berlin statt in Bonn gezüchtet werden. Ich kann mich noch genau an die Zeit der frühen Neunziger Jahre erinnern. Viele haben gedacht es geht jetzt aufwärts. Ein Hauch von Freiheit und Mitbestimmung lag in der Luft.

Dann wurde den Bürgerbewegungen das Ruder aus der Hand genommen und die großen Parteien übernahmen. Seitdem regiert das große Geld in der Republik der geplatzten Träume.
I.H.
04.05.2011, 19.20 Uhr
Liebe Madame Cherry,
erst mal Kompliment für Ihren schicken Nick, denn Sie hier haben. Der läßt mich fast wegschmelzen. Soviel Zeit muss sein. ;-)

Was die Betroffenen betrifft sehe ich da jetz nich son großen Unterschied zu früheren Zeiten. Da wurde an Familien mit Kindern auch so der eine oder andere nicht in Münze ausgezahlte Benefiz verteilt. Outen mussten sich die Familien damals auch, umsonst hat Honni auch nix abgegeben.

Tut mir zwar leid, Ihnen das jetzmal zu sagen, aber es gibt schon welche, die sich nich damit brüsten, irgendeinen Job zu haben. Die meisten haben diesen Job nur, weil sie damit ihren Lebensunterhalt bestreiten. Ich könnte mir auch was Schöneres vorstellen, als jeden Tag son Mumpitz zu machen. Davon raucht aber nu mal der Schornstein!

Ich bin auch kein Freund von Apothekerpreisen, Brokerbankpleiten, parasitären Steuerberatern, IHK - Heinis, Beschäftigungstherapien auf Ämtern und Beamtenstuben und so on. Probleme löst man aber immer an der Wurzel und nich an der Blüte.

Schöne Grüße von Steuerzahler - Jupp
Der Roland
04.05.2011, 19.39 Uhr
Ein kurzer Rückblick
Die meisten komentatoren hier haben vergessen, woher vor mehr als zwei jahrzehnten wir im osten gekomen sind. wir hatten eine diktatur, die wollten die meisten nicht mehr und haben die bonzen auf dem bebel-platz ausgebuht, am liebsten wohl auch erschlagen. ich weiß, das ist übertriben. sei es drum.

wir wollten erst ne andere ddr, dann ein einig Deutschland. wir wollten das und sind auf die strasse gegangen, nicht die menschen in hamburg, mainz oder münchen.

wir waren es, die endlich die dmark wollten, wir wollten reisen, am liebsten, wenn uns danach war. wir haben mehrheitlich die allianz für deutschland gewählt, obwohl wir wussten, dass diese leute sich an kohl und co anbiedern werden.

wir wollten das freiheitlich demokratische rechtssytem. und: wir wollten unsere arbeitsplätze behalten.

spätestens hier endet die geschichte der der träume vor 20 jahren.

wollten wir auch, dass wir jetzt im kapitalismus agieren? dass wir mitten drin sind, statt nur per tagesschau dabei. wer a sagte, muss auch b aushalten.

kapitalismus funktioniert eben durch die aneigenung von arbeitskraft durch kapitalisten. am besten nachlesen im "kapital" und im kommunistischen manifest. da steht übrigens auch, wie man davon wegkommt. nur danach könnte es womöglich keine stütze mehr für die geben, die nicht arbeiten wollen.

wie gesagt - man kann nicht alles haben.
Retupmoc
05.05.2011, 08.09 Uhr
Parteigründung
Sehr geehrte Madame Cherie, ich lade Sie hiermit ein gemeinsam mit mir und anderen Menschen die genauso denken eine Partei zu gründen, um es den Bonzen und den Etablierten bei der nächsten Wahl mal zu zeigen.

@ Jupp, wenn Sie schon Kommentare zu Nicknamen abgeben, dann schreiben Sie ihn wenigstens richtig.

@ Roland

Wenn wir vor 1989 eine Diktatur hatten, dann die Diktatur des Proletariats. Wir haben jetzt eine Diktatur. Und zwar die Diktatur der ahnungslosen und dilletantischen Politiker. Ich könnte darauf gern verzichten.
Madame-Cherie
05.05.2011, 19.34 Uhr
Hallo rwe62,
Es ehrt mich, dass sie mir so viel Vertrauen entgegen bringen.

Nur für eine Partei bin ich sicherlich nicht die Richtige. Auch bin ich der Meinung, dass uns das nicht besonders weiterbringt. Partei hin oder her, jeder hat da so seine eigene Meinung.

Als Anfang würde schon reichen, wenn sich ein paar Menschen, denen man das Gehirn noch nicht vernebelt hat, zusammen finden, um sich auszutauschen. Vielleicht so etwas wie eine Bürgerbewegung ohne jegliche Vereinsgründung. Einfach nur in gemütlicher Runde über die Probleme mit denen sich Menschen auseinandersetzen müssen zu fachsimpeln, um ggf. nach Lösungen zu suchen.

Ich möchte hier nicht weiter ausschweifen, denn sonst werde ich angemahnt, dass sich hier kein Chat befindet. Aber man kann mich finden und Kontakt aufnehmen, wenn man mal googelt und nach Info Nordhausen zu Hartz IV sucht!
Lehrer Schnauz
06.05.2011, 09.12 Uhr
willkommen auf diesem Planeten, Madame Cheri
Ich musste nie von ALG1 oder ALG2 leben, kenne jedoch einige H4ler. Von diesen ist im Übrigen keiner dem Alkohol verfallen...
Allen mir bekannten H4lern ist jedoch eines gemeinsam: eine gewisse Antriebslosigkeit, die sie offenbar daran hindert, sich aus ihrer Situation zu befreien. Mein Nachbar (40, verh. 1 Kd.)hat gezeigt, wie es gehen kann: Er wurde wegen einer Firmenpleite arbeitslos, nutze das ALG1 und lernte englisch.

Dann bewarb er sich im Ausland, arbeitete ein Jahr in Abu Dhabi und Österreich, bevor er einen Job in der Nähe von Frankfurt fand. Seine Familie sieht er nur noch an den kurzen Wochenenden, Die (wenn auch steuerfreien) Kosten für zwei Wohnungen und die Pendelei lassen ihm kaum Geld zum Leben. Zeit mit der Familie hat er auch nicht - aber für ihn ist H4 keine Option, obwohl es unterm Strich fast das
gleiche Geld bei deutlich mehr Freizeit wäre.

Irgendwann (wohl wenn seine Tochter mit der Schule fertig ist...) wird er wohl mit der Familie nach Hessen ziehen und so seine Situation entspannen - schade.
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