Grüne Bilanz
"Das erste Jahrzehnt im 21. Jahrhundert liegt hinter uns. Die Bilanz für unsere Region ist nicht schlecht, müsste und kann besser werden, damit wir mit Erfolg in das zweite Jahrzehnt starten können." Das sagt Gisela Hartmann der nnz. Weitere Bündnisgrüne Bilanzen und Ausblicke mit einem kleinen Klick...
"Erfolg, das heißt Zuzug von Unternehmen, die nachhaltige Arbeitsplätze schaffen, Zuzug junger Familien, die das Leben in der Region aktiv mitbestimmen und mitgestalten. Erfolg, das sind Kultur- und Bildungseinrichtungen, die für alle Altersgruppen Erlebnis- und Entwicklungschancen bieten. Die soziale Kälte darf nicht Fuß fassen.
Die Bilanz: Vier große Baulücken im Zentrum der Stadt (Am Hagen, Pferdemarkt, Engelsburg und Gumpertstraße) 20 Jahre nach der Wiedervereinigung sind für die positive Entwicklung der Stadt gefährlich. Der Gefahr des städtebaulichen Qualitätsverlustes durch zweit- und drittklassige Lösungen muss begegnet werden. Die Stadt braucht dringend eine streng abgestimmte Gesamtlösung für das Zentrum. Die drei Schwerpunkte, Pferdemarkt, Blasii Kirchplatz und die Verkehrskonzeption für die Altstadt müssen als Einheit betrachtet werden. Die Charmepotentiale und die Anziehungskraft der Stadt Nordhausen sind nicht zuletzt in einer Qualitätslösung für das Stadtzentrum zu finden.
Bündnis 90/Die Grünen setzt auf qualifizierte gemeinsame Schulentwicklungschancen durch Synergieeffekte in Qualität und Kosten. Sie werden sich im Stadtrat dafür einsetzen, das die zur Landesgartenschau gesetzten Maßstäbe Grün in der Stadt nicht verloren gehen. Sie werden sich kraftvoll für die Ansiedlung von Unternehmen engagieren, die dem weltweiten Anspruch auf weiteren Verbrauch landwirtschaftlicher Flächen durch Flächenversiegelung entgegenwirken.
"Vieles ist schön und auch gut in unserer Region aber so manches ist nicht schön und auch nicht gut. Am Guten wollen wir uns freuen, aber unsere Aufmerksamkeit richtet sich auf die Defizite aus Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen. Um diese genau benennen zu können, bedarf es einer Vision aller Bürger für ihre Stadt. Viele Gespräche im vergangenen Jahr haben gezeigt, dass die Bürger sehr wohl Nordhausen mitgestalten wollen. Engagement wächst nur, wenn das Recht auf Mitsprache gegeben ist."
Autor: nnz
Kommentare
Peppone
30.12.2010, 20:46 Uhr
Grüne gibts hier also auch noch.
Zumindest Frau Hartmann in Nordhausen. Sie zieht hier Bilanz über ihr bisheriges bescheidenes politisches Wirken.
Den Text kann ich dreimal von vorne bis hinten lesen und erkenne dabei aber keinerlei von Grünen geschaffenen Zuzug von Unternehmen und Familien! Mehr Mitwirkung der Bürger an politischen Entscheidungen haben Grüne in den letzten 15 Jahren leider auch nicht geschaffen.
Im Gegenteil, Nordhäuser Grüne lassen sich von der Stadtverwaltung gerne kaufen und geben ihre Stimmen für ein paar Euronen gerne mal den Regierenden, die ihre Entscheidungen bei Bürgermeisterwahlen im Stadtrat ohne wirkliches Wahlvolk durchboxen. Hohenrode mit 'zig tausend Euro läßt grüßen!
Woran liegt der Opportunismus der Grünen? An ihren lokalen Mitgliedern oder am Parteiprogramm?
Hier mal ein Beispiel für die lokale Verwirrung in dieser Partei:
Zitat: "Bündnis 90/Die Grünen setzt auf qualifizierte gemeinsame Schulentwicklungschancen durch Synergieeffekte in Qualität und Kosten. Sie werden sich im Stadtrat dafür einsetzen, das die zur Landesgartenschau gesetzten Maßstäbe Grün in der Stadt nicht verloren gehen."
TeeEff
31.12.2010, 08:52 Uhr
"Synergieeffekte"
auf die man setzt...bei der Aussage wird mir ein wenig übel!
Heisst es doch nichts als das man HOFFT, das sich irgendwie alles, irgendwann, von selbst verbessert, nur weil man es zusammenschmeisst.
Oft macht man das aber nur, weil ein größeres Unterfangen länger vor sich hin siechen kann, als zwei kleinere - da die Geldtöpfe größer sind...
Georg66
31.12.2010, 10:11 Uhr
Grünes NDH
Die Grünen sollten doch stolz auf die Jahresbilanz sein. Die Umweltbelastung durch die Industrie hält sich in Grenzen, da es davon seit der Wende nicht mehr allzuviel gibt.
Baulücken durch gescheiterte Projekte und Zwangsabrisse nehmen auch immer mehr zu.
Benzin und Strompreise auf Rekordniveau.
Wenn Herr Trettin wieder ans Ruder kommt, dann wird der letzte Schornstein verstopft, Pulover im Reichstag gehäckelt und gegen alles, was nur wie ein CO2 Erzeuger aussieht gekämpft.
Und beim Benzinpreis lässt sich dann bestimmt auch noch was drehen. Die Berufspendler sich dann wieder die Blöden, aber was soll es denn?
Hauptsache man kann sich profilieren und Deutschland AKW frei erklären. Das Ausland wird es uns danken und Deutschland mit billigen Atomstrom eindecken. Und die gelben Fässer gehen dann nicht nach Gorleben, sondern in den Atlantik.
Im Wasser kann sich dann wenigstens keiner anketten oder Sitzblockaden veranstalten.
Das ist grüne Politik!
Steuerzahler
31.12.2010, 10:49 Uhr
@Georg66
...dann mal dankeschön für die Erklärung was grüne Politik ist.
Wichtig wäre sicher noch zu sagen, daß das Leben auf Kosten Anderer und nachfolgender Generationen sooo schön bequem ist und wir uns das lustige, bunte Leben nicht von ein paar Ökospinnern kaputtmachen lassen wollen.
Da der Atomdeal so Klasse gelaufen ist, wird der Strompreis pünktlich zum Jahreswechsel wieder fallen....
Den Zusammenhang zwischen den derzeit extrem hohen Benzinpreisen und der grünen Partei können Sie uns sicher spielend erklären, ebenso Ihre Schilderung vom Niedergang der Nordhäuser Industrie nach der Wende und der grünen Partei.
Na dann guten Rutsch und ein wenig Erleuchtung im neuen Jahr....
-Insider-
31.12.2010, 11:10 Uhr
oha
jetzt wird es bunt. da fragt ein steuerzahler was die grüne partei mit dem benzinpreis zu tun hat. aua, aua, aua. wissen sie wie sich der benzinpreis zusammensetzt? Bei einem heutigen Preis für Benzin und Super von 1,469 Euro und einer getankten Menge von 50 Litern ergibt sich folgendes Bild:
* Gesamtpreis: 73,45 Euro
* Steuern und Abgaben: 44,64 Euro
* Anteil Steuern am Gesamtpreis: 60,67 %
* Steueranteil: 89,27 Cent/L
* Preis ohne Steuern: 57,63 Cent/L
und jetzt mein guter fragen sie nochmal was der benzinpreis mit den grünen zu tun hat...
Zum Thema an sich sei noch erwähnt: Die Grünen in ndh waren eine randgruppe, sind eine randgruppe und werden wahrscheinlich für imemr eine randgruppe bleiben denn mit nur einem gebiet "der mensch muss energie sparen oder zahlen bis aufs letzte hemd" kommt man auf dauer nicht weit.
Georg66
31.12.2010, 11:26 Uhr
Umweltschutz...
ist mir nicht fremd, sollte aber nicht übertrieben werden.
Gerade in Deutschland werden hohe Umweltmaßstäbe angesetzt, welche der "Steuerzahler" mit seinem sauer verdienten Geld löhnen muss.
Was nützt es dem kleinen Mann, wenn er seine Energiekosten nicht mehr schultern kann und frierend in seiner Öko-Bude sitzt.
Aber wir bekommen keinen richtigen Winter mehr.
Es wird im Winter nicht mehr kalt und wir werden bald in Deutschland Palmen pflanzen.
Zum guten Schluss hat ja die Grüne Partei das rülpsende Rind auf die Wiese als CO2 Sünder ausgemacht.
Wenn so ehrlicher Umweltschutz aussieht, dann kommt bei Trettin bald die Sauerstoffsteuer.
Und mit dem Fahrrad wird auch nicht mehr zum Reichstag gefahren, sondern mit dem Benzin-Umwelt-Dienstwagen, denn auch die Grünen sind in die "Jahre" gekommen.
Steuerzahler
31.12.2010, 13:29 Uhr
@insider
also nochmal: was hat der DERZEIT hohe Benzinpries mit den Grünen zu tun war die Frage. Nicht deren Zusammensetzung, die mir geläufig ist. Das der Steueranteil am Sprit so ist, ist natürlich auch, nochmal: auch, den Grünen zu verdanken. Ob er zu hoch oder zu niedrig ist, ist sicher eine Diskussion wert(Stichwort: Umweltschäden) aber war hier nicht gemeint.
Der derzeit extrem hohe Benzinpreis ist wohl eher der Gier der Mineralölkonzerne und Spekulanten geschuldet.
Ob man mit der "Nach mir die Sintflut" Mentalität weiter kommt als die von Ihnen im letzten Absatz angeprochene Energiesparmentalität der Grünen wird die Zukunft zeigen. Leider zeigt auch dieser Absatz, daß eine Beschäftigung mit den Grünen mal zu den guten Vorsätzen des neuen Jahres gehören sollte.
Ob's einem dann zusagt oder nicht , steht auf einem anderen Blatt. Aber man weiss wenigstens wovon man redet....
Bodo Schwarzberg
31.12.2010, 23:55 Uhr
Grün kann nur die Zukunft sein!
Einige meiner Vorschreiber vergessen eines: Auch grüne Politik ist der "Macht des Möglichen" unterworfen. Dafür, dass die Grünen in bisherigen Regierungen mit ihrer Beteiligung nur Juniorpartner waren, haben sie ausgesprochen viel in ihrem Sinne auf den Weg gebracht. Das "in ihrem Sinne" mitunter auch mit dem Begriff höherer Kosten für den Einzelnen verbunden ist, ist eine Folge der viel zu niedrigen Einrechnung der Umnweltschäden unserer seit 150 Jahren zunehmend an die Substanz des Planetens gehenden Wirtschaftens.
Vor diesem Hintergrund halte ich iese Mehrkosten für gerechtfertigt, wenngleich die Sache mit der "Ökosteuer" tatsächlich dumm gelaufen ist. Sie hat der Glaubwürdigkeit der Grünen wenig geholfen. Dennoch wissen wir, dass in insgesamt 200 Jahren sämtliche fossilen Brennstoffe verbraucht sind, die sich zuvor in Jahrmillionen gebildet haben.
Dass es erstmals eine einzelne Art auf der Erde geschafft hat, durch ihre Wirtschafts- und Lebensweise eine Aussterbewelle (wohl die fünfte insgesamt) zu ertzeugen, die der Erde einen Temperaturanstieg von knapp einem Grad in nur 150 Jahren beschert hat, was sonst in mehreren 10.000 Jahren geschieht.
Es fällt dem Durchschnitts-Menschen schwer, zu erkennen, dass sein 80-100 Jahre währendes Leben nicht ausreicht, um derartige globale Prozesse zu überschauen, die sein persönliches Leben nicht spürbar und unmittelbar beeinflussen. Das ist ein großes Problem in der Argumentation für die Grüne Partei. Das momentane Glück einschränken zu müssen, um etwas für Generationen zu tun, die Jahrzehnte oder Jahrhunderte nach uns kommen, ist schwer einzusehen.
Aber es ist ein moralisches Gebot, weil wir nicht das Recht haben,A unseren Mitgeschöpfen das Wasser abzugraben, und B unseren Nachfahren die Lebensgrundlagen zu zerstören. Die Erde ist nicht versichert und sie ist auch nicht austauschbar. Das dürfen wir nie vergessen, wenn wir heute konsumieren, und das Konsumierte morgen in den Müll werfen, nur weil wir der Werbung erlegen sind.
In diesem Sinne halte ich auch das oben angeführte Argument für nicht richtig, Deutschland sollte seinen Weg in Richtung erneuerbare Energien einschränken. Abgesehen von dem noch immer ungeklärten Endlagerproblem für Atommüll, steht der langfristigen Nutzung der Atomkraft auch der begrenzte Weltvorrat an Uran entgegen. Hinzu kommen unwägbare Gefahren für die Kraftwerke durch Terror oder "technische Entgleisungen", um es vorsichtig auszudrücken.
Die Mehrheit der Deutschen will die Atomkraft nicht: Das haben die neuerlichen Anticastorproteste deutlich gezeigt. Warum also sollten wir uns nicht gleich der deutlich zukunftsträchtigeren, sichereren und unbegrenztesten Energieform zuwenden. Warum soll Deutschland nicht Vorreiter sein?
Und nun nochmal zum Anfang: Mittel für den Park Hohenrode bei der Stadt lockerzumachen, das ist ein feiner Zug der Grünen. Das ist Politik, weil es hier nicht um Stimmenkauf geht, sondern um das Gemeinwohl. Der Park Hohenrode kommt nicht in erster Linie den Grünen zugute, sondern den Bürgern und ihren Gästen.
Nordhausen verfügt über ein dendrologisches Kleinod von europäischer Dimension. Das sollte gefördert und publiziert werden, weil Nordhausen durch einen intakten und erneuerten Park Hohenrode wissenschaftlich und kulturell gewinnt. Soviel Bürgersinn jedenfalls erhoffe ich mir von mehr Kommentatoren zu dem obigen Beitrag. Und nun knallen in sechs Minuten erstmal die Sektkorken. Guten Rutsch!
Georg66
01.01.2011, 10:22 Uhr
Wenn es...
für diese heutige Generation nicht mehr ausreicht, dann reicht es für nachfolgende nimmermehr.
Was soll die Diskusion, was in 200 Jahren ist, wenn das Hier und Heute in Frage gestellt wird.
Den Menschen eine Öko-Spinnerrei einreden, damit in irgend einer Zukunft etwas noch stattfinden kann ist doch nicht nachvollziehbar.
Wenn die Mutter heute stirbt, wird es in 200 Jahren keine Nachfahren geben.
Ist doch logo oder nicht.
Sie sparen heute Energie, damit in 200 Jahren noch Gas zum Kochen da ist.
Wen wollen Sie das verkaufen?
Ich lebe heute und nicht morgen, und wenn es das Schicksaal will, dann haben unsere Nachfahren ein neues Konzept, um auf dieser Erde weiter zu leben.
Irgenwann ist doch sowieso der Ofen aus, aber deswegen mache ich mir doch jetzt keinen Kopf.
Das die Sonne, welche uns jetzt wärmt,in Jahrmillionen uns vernichtet, ist ein Umstand, welcher nicht zu ändern ist, aber deswegen können wir uns doch jetzt nicht gegenseitig kaputtmachen.
Übrigens, wenn die Sonne jetzt aufhört zu leuchten,haben wir für neun Minuten noch ihre Strahlung.
Können Sie das vielleicht ändern.?
Oder Morgen werden wir Alle von einer Kosmischen Kathastrophe ausgelöscht.
Können Sie das verhindern.
Machen Sie sich ihr Leben nicht so schwer.
Wenn der Tag gekommen ist, dann ist es aus.....
alf-gordon
01.01.2011, 11:26 Uhr
Schade..
Es tut mir ja leid wenn ich den Jubelergüssen der Grünen nicht folgen kann (als normalbürger). Ein J.Fischer hat sich mal in Turnschuhen vereidigen lassen und ist dann einer der konservativsten Politiker geworden.
In diese Zeit fiel auch die Öko-steuer (eine grüne Art der Abzocke)..Also warum denkt die Politikerkaste, das wir so schnell vergessen..
Bodo Schwarzberg
01.01.2011, 16:34 Uhr
Nur im Heute zu denken, ist out!
Lieber Georg 66,
nur gut, dass es Menschen gibt, die nur die Gegenwart und ihren jetzt so heiß ersehnten Wohlstand sehen, nicht so verbreitet gibt, wie es Ihre letzte Wortmeldung vermuten lässt. Glücklicherweise ist die Haltung "Nach mir die Sindflut" kein Allgemeingut, schon gar nicht mehr in der nationalen und internationalen Politik.
Das Verantwortungsbewusstsein der internationalen Gemeinschaft ist höher den je, was das Internationale Jahr der Biodiversität und der jüngste Kilmagipfel von Cancun gezeigt haben.
Was die Zukunft des Planeten Erde im astronomischen Kontext angeht, so handelt es sich hier um zeitliche Dimensionen, die wir nicht in der Lage sind, zu erfassen. Sich auf die angenommene Entwicklumg der Sonne zum Roten Riesen zu berufen (der Beginn dieser Entwicklung wird in etwa 500 Mio. Jahren gesehen), um jetzt nichts gegen Klimawandel und Artenschwund zu tun, ist auf Grund der genannten zeitlichen Diensionen nicht angebracht. Zum einen, weil wir JETZT unsere Lebensbedingungen für unsere Zukunft als Art gestalten müssen, um zu überleben. Und zum Zweiten: Warum soll in einigen 100.000 Jahren oder später nicht die Möglichkeit bestehen, andere Planeten zu besiedeln? Hätten Diejenigen, die mit ihren Entdeckungen und Erfindungen nur ihre momentane Situation wie Sie gesehen, hätten Sie Ihren heutigen Wohlstand nicht! Langfristiges Denken hat sich demzufolge immer gelohnt.
Ihre Äußerung zu einem potentiellen kosmischen Asteroidentreffer ist auch etwas einseitig: Wie Sie vielleicht wissen, steigt die Zahl jener Himmelskörper ständig an, deren Bahn wir kennen, und die wir gegebenenfalls davon abbringen können. Auch hier zeigt sich, wie sinnvoll es ist, nicht nur im Jetzt, sndern langfristig zu denken und zu handeln.
Beste Grüße
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