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Mo, 07:03 Uhr
13.12.2010

nnz-Forum: Zeit der Ruhe – Zeit der Besinnung

Am vergangenen Donnerstag hatten sich trotz Schnee und Kälte wieder ungewöhnlich viele Sundhäuser auf den Weg zu ihrer Kirche gemacht, einige waren dann wieder zum Südwestende des Ortes spaziert. Die Menschen wollten ruhig und friedlich protestieren und Neues erfahren.


Ein letztes Mal (Foto: privat) Ein letztes Mal (Foto: privat) Die massiven Beeinträchtigungen für Mensch und Natur durch den geplanten Autohof bei Sundhausen bewegen die Menschen im Ort seit Monaten – nicht zuletzt das „Wie“ ... wie mit ihnen umgegangen wurde und werden wird in der Frage des Autohof-Projektes ist immer aktuell. Wie geht es weiter ? Der Projektentwickler ist offenbar seit Monaten nicht erreichbar, trotz Verfahrensumstellung (ein Abwägungsbeschluß zum alten Projekt im Stadtrat war nicht möglich) ist nun aus der noch vor kurzen doch so dringenden Angelegenheit offenbar etwas geworden, was nicht mehr von vorrangigem Interesse für ihn zu sein scheint.

Nach und nach beginnen die Fraktionen im Stadtrat - viele Stadträte hatten sich ein eigenes Bild vor Ort gemacht und das Gespräch mit den betroffenen Menschen geführt – anders mit der Problematik im Ortsteil umzugehen. Am kommenden Mittwoch wird Sundhausen und der Autohof wieder Thema im Stadtrat sein. Wird es so kurz vor Weihnachten endlich zu positiven Entscheidungen für die über eintausend betroffenen Menschen im Ort kommen?

Oder will man Sundhausen tatsächlich zumuten, langfristig gänzlich zu einem riesigen Gewerbegebiet mit vorhandener Wohnbebauung umgestaltet zu werden ? Erkennt man, daß ein Ort, der so nahe an der Autobahn und einer großen Bundesstraße liegt, der andererseits mit einem der am besten ausgelastetesten Gewerbegebiete nicht unerheblich zum Wohle der Stadt beiträgt, anderes verdient ... , daß seine Menschen verdienen, daß ihr mehrfach mehrheitlich erhobenes Votum „Nein“ zum Autohof einfach nur akzeptiert wird ? Es geht nicht um die Frage „Wie“ hier ein Autohof entstehen könnte, sondern um die Feststellung „Ob“ hier ein Autohof hingehört und die Frage, die eigentlich als erste hätte gestellt werden müssen: „Wo“ kann man im Einklang mit der Umwelt und den betroffenen Menschen ein derartiges Projekt, das zweifelsohne wichtig ist, wirklich sinnvoll planen und realisieren ? Am geplanten Sundhäuser Standort mit Sicherheit nicht !

Hunderte Menschen waren deshalb über Monate auf die Straße gegangen. Über Projektentwickler und die geplanten Ansiedlungen auf dem Autohof traten mehr und mehr fragwürdige Dinge zu Tage. Mangelnde Information der Menschen, eine von den Bürgern eingeforderte Bürgerversammlung mit Infos der Verwaltung, Andachten in der Sundhäuser Kirche, ruhiger friedlicher Protest, ablehnende Stellungnahmen und Einsprüche, Unterschriften, mahnende Worte, Kerzen, Plakate, Gespräche, zahlreiche vorhandene Standortalternativen, Filetstück, unnötige Flächenversiegelung, Verlust der Identität des Ortes, Rotlicht, Lärm und Luftverschmutzung, gravierende Auswirkungen auf Gesundheit und Wohnqualität der Menschen, anders lautender Bürgerwille ... sind nur einige der Schlagwörter der letzten Monate zum Thema.

Die Sundhäuser Bürgerinitiative, das sind unzählige Familien des Ortes, Bürgerinnen und Bürger, Arbeiter, Akademiker, Handwerker, Dozenten / Pädagogen, Landwirte, Krankenschwestern, öffentlich Angestellte und Bedienstete, Doktoren, Ingenieurinnen und Ingenieure, Arbeitssuchende, Rentnerinnen und Rentner, Diplomaten im Ruhestand, ehemalige Kommunalpolitiker und ehrenamtlich Engagierte. Die Menschen kommen aus allen Bereichen und Altersschichten, viele junge Familien sind aktiv, sie wohnen in allen Teilen Sundhausens, leben gern in ihrem Ort mit seinen Menschen – in ihrer ländlich geprägten Heimat – einem Ortsteil Nordhausens.

Am kommenden Donnerstag wird der letzte Sundhäuser Spaziergang in diesem Jahr stattfinden, Beginn wieder 18:00 Uhr auf dem Sundhäuser Kirchplatz. Anschließend ist ein letztes Treffen vorgesehen, zu dem alle interessierten Bürger und Verantwortungsträger wieder herzlich eingeladen sind. Die Sundhäuser werden die dann folgenden Wochen als eine Zeit der Ruhe – eine Zeit der Besinnung nutzen.
Die Sundhäuser Bürgerinitiative
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
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