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Mo, 08:11 Uhr
06.12.2010

Wie alles begann

Am 21. Januar 2011 wird Nordhausens bedeutendstes Sportereignis in das zweite Jahrzehnt seines Bestehens wechseln. Der weltbeste Hallen-Kugelstoß-Wettkampf hat sich als leichtathletisches Hallen-Sportereignis international etabliert. Die nnz mit der Geschichte, wie einst alles während einer Wanderung begann...


Im Jahre 2000 begann alles in der Nordhäuser Windlücke. Der Abteilungsleiter Leichtathletik der Harzer Sportgemeinschaft Nordhausen, Werner Hütcher, wanderte an einem Wochenende durch die Windlücke. Während der gedanklichen Vorbereitung für die nächsten Vereinssportwettkämpfe des 30 köpfigen Leichtathletik-Teams kam ihm die Idee zur Durchführung eines nationalen Kugelstoßwettkampfes. Nur wenige Wochen später gab es die ersten Gespräche mit den sportbegeisterten Geschäftsführern der Energie Versorgung Nordhausen GmbH, Hans-Peter Dörflinger und Rolf Göppel. Zu diesem Zeitpunkt förderte die Nordhäuser Energieversorgung die Kinder- und Jugendarbeit der Abteilung bereits im fünften Jahr.

Die weitsichtigen Energetiker erkannten das Potential und nur wenige Monate später erlebten 500 Gäste am 16. Februar 2001 die Erstauflage mit den besten deutschen Frauen und Männern. Zu den Geburtshelfern der ersten Stunde gehörten damals Klemens Beck, Egbert Krebs, Erik Keßler, Martin Räcke, Andreas Trump, Jörg Ziegler, Rüdiger Zühlsdorff, Christina Biller-Kählert, Dr. Barbara Haupt und Joachim Külbel. Von Anfang an war klar, dass sich das Org-Büro vereinsübergreifend konstituieren wollte.


Bei der Erstauflage murmelte ein Erfurter Trainer etwas von den geringen Zuschauerzahlen und der mangelnden Begeisterung der 500 Nordhäuser Zuschauer. Damals konnte auch er nicht ahnen, wie sich der Wettkampf in den Folgejahren entwickeln würde. 2003 kam mit Manuel Martinez aus Spanien der erste ausländische Starter nach Nordhausen und siegte mit 19,59 m. Die Zuschauerzahlen stiegen stetig und betrugen bei der 10. Auflage im Jahre 2010 erstmals 2000.

2007 gelang den Organisatoren mit der Verpflichtung des US-Amerikaners Reese Hoffa ein weiteres Highlight. Seither geben sich in Nordhausen die besten Kugelstoßer der Welt die Klinke in die Hand. Im Jahre 2009 peitschten die sportbegeisterten Nordhäuser Christian Cantwell/USA zum Nordhäuser Wiedigsburg - Hallenrekord und der Weltjahresbestleistung von 21,47 m. Der 1,99 m große und 160 kg schwere Weltmeister scheint momentan das Maß aller Dinge zu sein. Die besten Meetings der Welt reißen sich förmlich um den Giganten.

Es ist kein Geheimnis, dass die muskelbepackten Athleten in der Regel sensibel sind. Schnell sprach sich das „ Nordhäuser Orakel“ in der Kugelstoßerwelt herum. Nur wer in Nordhausen gewinnt, kann anschließend Weltmeister oder Olympiasieger werden. So sprach Christian Cantwell bei einem Telefonat davon, dass sein Berliner WM-Titel nur im Zusammenhang mit seinem Nordhäuser Sieg gesehen werden kann.

Das Energie-Kugelstoß-Indoor ist eine logistische Meisterleistung, die nur Dank vieler Helfer, Sponsoren und mit Unterstützung der Stadt und Landkreisverwaltungen zu realisieren ist. Eine Region atmet durch, wenn am 21. Januar um 17:00 Uhr wieder die Kugeln in der Wiedigsburghalle fliegen werden und sich die deutschen Athletinnen und Athleten für die Hallen Europameisterschaft in Paris qualifizieren wollen. Anfragen auf einen Startplatz liegen aus 12 Nationen vor. Allerdings ist die Zahl der ausländischen Starter begrenzt, da für die deutsche Nationalmannschaft jeweils sechs Startplätze bei den Frauen und Männern reserviert sind.

Am 16. Dezember wird das Geheimnis um das internationale Starterfeld im Rahmen einer Pressekonferenz gelüftet. Als Gäste haben sich in diesem Jahr der deutsche Ranglistenzweite David Storl aus Chemnitz und Ex-Weltrekordhalter Udo Beyer aus Potsdam im Nordhäuser Landratsamt angekündigt. Nur so viel sei schon verraten, das Org-Büro hat für die 11. Auflage eine neue sportliche Sensation angekündigt. Sechs ausländische Frauen und Männer werden am 21. Januar an den Start gehen. Die Namensliste ist jedoch wie in jedem Jahr das bestbehütetste Geheimnis des 13 köpfigen Organisationsbüros.
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