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Sa, 07:54 Uhr
04.12.2010

Fußball-WM im Wüstensand

Als Fifa-Präsident Blatter vor Millionen Fernsehzuschauern und anwesenden Gästen in Zürich das Geheimnis lüftete, wer Ausrichter der Fußball WM in den Jahren 2018 und 2022 wird, waren die meisten Besucher vor Ort und natürlich rund um unseren Erdball sicherlich erstarrt. Dazu eine Betrachtung von Hans-Ullrich Klemm...


Während die Vertreter von Russland und vor allem aus dem Scheichtum Katar in Jubel ausbrachen, herrschte besonders bei den anwesenden Gästen aus dem Mutterland des Fußballs reges Entsetzen. Auch neutrale Beobachter rechneten mit der Vergabe der größten Fußballereignisses aller vier Jahre an traditionsreichere Länder.

Besonders die Medien Englands beleuchteten die schier unantastbaren Machenschaften innerhalb der Fifa schon seit Wochen vor der Festlegung der zukünftigen Gastgeberländer in acht- bzw. zwölf Jahren. Der Weltverband, so scheint es, hat dieses ungewünschte Vorpreschen nun mit der Nichtnominierung bestraft.

Das erdölreiche Russland lockte seine Aufmerksamkeit besonders mit seinen geplanten fast drei Milliarden Investitionen und der Visa-Freiheit für die zu erwarteten vielen Fans, die auch noch alle Verkehrsmittel auf Bahn und Straße kostenlos nutzen können. Bleibt natürlich abzuwarten, wie dann organisatorisch die riesigen Entfernungen zwischen den 13 Austragungsstädten bewältigt werden.

Anders dagegen wird die Entscheidung für Katar fast überall Verwunderung hervorgerufen haben. In diesem Scheichtum haben sich die Fußballer in der Vergangenheit noch nie für eine Fußballweltmeisterschaft qualifizieren können. Es ist auch schon jetzt nur schwer vorstellbar, wie sich die Aktiven und Gäste trotz klimatisierter Stadien sonst bei geschätzten 50° C wohlfühlen werden.

Allerdings lädt die dortige Infrastruktur zu rekordverdächtigen kurzen Entfernungen zwischen den geplanten sieben Spielorten ein, die man bequem mit einer Straßenbahn erreichen kann, weil das Scheichtum ca. dreimal der Fläche von Berlin entspricht oder vergleichsweise halb so groß wie das Bundesland Hessen ist.

Die Scheichs allein werden es schon wissen, warum sie eine Mehrheit gegenüber traditionsreicheren Ländern mit nachgewiesenen sportliche Meriten erhielten…..

Fazit:In den letzten Monaten waren verschiedene Machtkämpfe in den oberen Gremien des Weltverbandes festzustellen. In früheren Zeiten schien die Fifa eine innerlich gut strukturierte Vereinigung von besonderen Persönlichkeiten mit vorwiegend sportlicher Vergangenheit gewesen zu sein, wobei überwiegend die von dort getroffenen Entscheidungen und Festlegungen immer klar und respektvoll getroffen und weltweit anerkannt wurden.

Nun regiert dort besonders die Politik, das heißt, es geht um Macht und Eroberung der wirtschaftlichen Märkte. Die sich einkaufenden Sponsoren erhalten das größere Interesse als verschiedene Verbandsmitglieder mit ihren Sorgen und Nöten. Das Unternehmen Fifa hat sich schleichend in einen Verein verwandelt, deren verschiedene Mitglieder mit Viren von verschiedenen Korruptionen verseucht sind, wobei sich längst insgesamt die Glaubwürdigkeit und Demokratie verabschiedet hat.

Was bleibt, ist der interne Kampf um hochdotierte Führungsposten in der oberen Etage dieses ehemaligen weltweit geschätzten Fußball-Verbandes.
Hans-Ullrich Klemm
Autor: nnz

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