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Fr, 07:28 Uhr
18.09.2009

"Linkes Gesindel"

Alexander Scharff, der Bundestagsdirektkandidat der LINKEN, ist seit Wochen in seinem Wahlkreis unterwegs, um für sich und seine Partei zu werben. Dabei stößt er auf Zustimmung aber auch auf Ablehnung. Gerade dort, im Eichsfeld, will die Partei jetzt mit großen Aufstellern werben...


Nur zu oft hört der junge Kandidat dabei die Forderungen nach Gerechtigkeit und Solidarität. „Es berührte mich zutiefst, was die Nordthüringer Rentnerinnen und Rentner auf einer Podiumsdiskussion zu sagen hatten. Ein Mann sagte, dass ihm die Tränen in den Augen stehen, wenn er seine Enkel in der Stadt sieht, die im Rahmen eines Ein-Euro-Jobs trotz abgeschlossener Berufsausbildung Papier auflesen müssen. Oder die Frauen, die trotz 40 Jahren Berufstätigkeit nur Rente auf Grundsicherungsniveau erhalten“, so der Direktkandidat.

„In Nordthüringen leben mehr als 8.000 Kinder unterhalb der wissenschaftlich definierten Armutsgrenze. Rentenungerechtigkeit, Altersarmut und Langzeitarbeitslosigkeit runden dieses äußerst bedenkliche Bild ab. Dieser Situation sage ich den Kampf an.“

Wie Scharff und DIE LINKE dieser Situation Herr werden wollen, hatte der 25-Jährige zum Beispiel gestern beim Unternehmerforum des NUV erklärt. Was im Audimax der Fachhochschule noch mit Respekt aufgenommen wurde, das traf in anderen Regionen Nordthüringens auf blanken Hass. „Auf der Podiumsdiskussion der Hugo-Dornhofer-Stiftung in Heiligenstadt wurde ich von Teilnehmern für diese Forderungen mit rot lackierten Faschisten und Gesindel gleichgesetzt. In Mühlhausen wurde ich bei einer ähnlichen Diskussionsrunde unsachlich von der CDU-Landtagsabgeordneten Elke Holzapfel laut ausgelacht und beschimpft, weil ich in Anbetracht der Situation vieler Menschen in Nordthüringen sagte, man kann nicht in allen Bereichen von blühenden Landschaften sprechen.“

Diese Reaktionen gehören für Scharff zur freien Meinungsäußerung, „sagen aber mehr über diese Menschen und ihr Demokratieverständnis aus, als über mich. Für mich bleibt es dabei: Wir müssen wirklichen Reichtum begrenzen, um Armut wirksam zu bekämpfen und dabei Wirtschaftsbereiche stärken, die ehrlich Steuern zahlen und das Rückgrat unserer Wirtschaft bilden.“
Autor: nnz

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Kommentare
MCKenzie
18.09.2009, 07:48 Uhr
Beichte
Ja Herr Scharf, wenn Sie schon im Eichsfeld versuchen, die Menschen von was Vernünftigen zu überzeugen, sind Sie schon wie Don Quichote gegen die Windmühlen. Die Mehrzahl dieser Leute hat ihr engstirniges Weltbild und alles was vom lieben Gott nicht gegeben ist, ist Sünde. Trotzdem ehrt Sie dieser Versuch als mutigen Kämpfer für Ihre Partei. Ein Grund mehr, mit Freude ein Kreuzchen hinter Ihrem Namen zu setzen. Lassen wir nicht das Eichsfeld über Politik in Nordhausen bestimmen! Herr Scharff ist neben dem FDP - Kandidaten Klaschka der einzige Nordhäuser auf dem Wahlzettel. Und ih denke mal das wir einen starken Nordhäuser im Bundestag brauchen und keinen schwachen Eichsfelder.
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