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Fr, 16:01 Uhr
03.04.2009

Viele Firmen beteiligt

Im nnz-Forum hatte eine Leserin gefragt: Wo bleiben da die Kleinen? Sie bezog sich auf die Auftragsvergabe bei den Frühjahrsbepflanzungen. Hier die Antwort aus dem Rathaus...


Hier die Antwort von Steffen Meyer, dem Leiter des städtischen Amts für Umwelt und Grünordnung: „Die Blumen wurden – wie immer - von den Stadtgärtnern gesetzt und nicht von Mitarbeitern externer Firmen. Insofern ist die Behauptung von Frau Wenkel falsch, Lift-Mitarbeiter hätten die Blumen gepflanzt. Das hätte man leicht aufklären können, wenn Frau Wenkel einfach bei uns im Amt nachgefragt hätte, bevor sie mit Mutmaßungen in die Öffentlichkeit tritt. Dies hat sie leider nicht getan. Ein Teil der Frühjahrsblüher wurde allerdings von der Lift-Gärtnerei geliefert. Lift ist ein für den Wettbewerb zugelassenes Unternehmen und wurde deshalb im Rahmen des gesetzlich vorgeschriebenen Ausschreibungsverfahrens an der Vergabe beteiligt.

Für die Frühjahrsbepflanzung in der Stadt und auf dem Petersberg haben wir den Weg der beschränkten Ausschreibung gewählt. Denn es ist uns daran gelegen, Aufträge möglichst in die Region zu vergeben. Dafür waren sechs einheimische Gärtnereien zur Abgabe von Angeboten für Jungpflanzen angeschrieben worden. Drei von ihnen hatten Angebote abgegeben. Neben Lift haben zwei weitere Firmen den Zuschlag für die Lieferung der Frühjahrsblüher bekommen.

Um möglichst vielen Firmen der Region die Beteiligung an der Ausschreibung zu ermöglichen, wurde der gesamte Auftrag in mehrere Lose aufgeteilt. Das ist einerseits wichtig für unsere objektbezogene Bepflanzung der einzelnen Standorte wie z.B. den Petersberggarten, die Verkehrskreisel oder den Rosengarten, andererseits könne damit auch kleiner Gärtnereien an den Ausschreibungen teilnehmen. Ich denke, dies ist gerade im Sinne der einheimischen Wirtschaft, es ist rechtens - und deshalb sehen wir keinen Grund, es zu ändern.“
Autor: nnz

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Kommentare
Steuerzahler
03.04.2009, 21:43 Uhr
... das verstehen Sie also unter fairen Wettbewerb....
Sie können es schönreden und so oft wiederholen wie sie wollen, jedoch wird es dadurch nicht richtiger! Es ist kein nun mal kein fairer Wettbewerb wenn sich Unternehmen mit 1 Euro Jobbern an Ausschreibungen beteiligen. Wer profitiert davon? Die Führungsetage jener, die sich durch die Zuzahlung zu den 1 Eurojobbern ihre Gehälter sichern, denke ich mal.

Wer sonst? Der 1 Euro Jobber wohl nicht!!! Was ist daran im Interesse der heimischen Wirtschaft rechtens??? Für mich ist es einfach nur dieses ewige selbstgerechte Geschwätz von Politikern und sonstigen Steuergeldentlohnten ohne Substanz. Das hat alles nur den Beigeschmack der Vetternwirtschaft oder Gefälligkeitswirtschft.

Dann mal Prost beim nächsten Sektempfang!
Rubberduck
04.04.2009, 11:33 Uhr
Lift und EEJ!
Normaler Wettbewerb?
Ein Euro Jobs müssen gemeinnützig und zusätzlich sein und dürfen nicht für Arbeiten benutzt werden, die in anderen Betrieben Arbeitsplätze gefährden oder vernichten.( Konkurrenzverbot)

Hartz IV ist Armut per Gesetz!
denk-mal
05.04.2009, 22:36 Uhr
ausreden ! . . . ?
es ist einfach nicht zu fassen, dass die stadtverwaltung, sich auch noch eine so beschi..eidene ausrede hat einfallen lassen. es beweisst einmal mehr, wie weit das mitdenken in der "beamtenwelt " augeprägt ist. diese leute sind nie in der freien wirtschaft gewesen und können daher auch nicht wissen wie sauer im wettbewerb geld verdient werden muss.

der "lift" verein darf solche oder andere arbeiten nicht per auftrag bekommen wenn es handwerksbetriebe oder firmen erledigen können. in beiden kommentaren ist mehr mitdenken vorhanden, als in den ausreden des vertreters der stadtverwalrtung! Eines möchte ich noch anmerken, es sind gar nicht immer die politiker, sondern schon eine sich zunehmend verselbständigende verwaltung.

es wurde zur frühjahrsbepflanzung kein stadtrat befragt, solche wettbewerbsverzerrende entscheidungen macht die verwaltung schon längst ganz allein.
Real Human
06.04.2009, 14:04 Uhr
Stiefmütterchen & Stiefväterchen
Misstrauen ist die erste Bürgerpflicht! Das sollten gerade wir Deutschen und auch wir „gelernten DDR-Bürger“ immer wieder beherzigen – auch in der Kommunalpolitik und erst recht in einem Superwahljahr wie diesem!

Die Frage, wer die Stiefmütterchen geliefert und wer sie auf die städtischen Blumenrabatten gepflanzt hat, ist eher etwas für Winkeladvokaten und Haarspalter aber nichts für Leute, die sich fragen, wer sich hinter den Stiefmütterchen sorgsam zu verstecken sucht.

Dahinter steht nämlich ein System von „lokalen Playern“, die das umsetzen, was sich „globale Player“ in den schicken streng abgeschirmten noblen Kasinostandorten beim großen Menschheits-Beglückungs-Roulette so ausgedacht haben. Die kleinen Provinzfürsten mit ihrem Anhang möchten natürlich auch ein paar von den Chips aufsammeln, die beim großen Ramsch unter den Tisch gefallen sind.

Auch Vertreter von Deutschlands ältester „Arbeiterpartei“ und von der ehemaligen „Avantgarde“ des DDR-Proletariats passen genau auf, was da so von der Tischkante fällt. Da gibt es z.B. die Rechtsform der gemeinnützigen GmbH! Es handelt sich also um eine Kapitalgesellschaft, die getreu Artikel 14 (2) des Grundgesetzes zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen soll – theoretisch! In Wirklichkeit handelt es sich aber um eine Chimäre, die einerseits den Anforderungen des Gemeinnützigkeitsrechts genügen soll, andererseits wie eine normale GmbH gewinnorientiert tätig ist. Darüber hat sich nicht nur der kleine „Dubtschekisto“ gewundert, auch die hohen Herren vom OLG München haben den Zusatz „gGmbH“ für firmenrechtlich nicht zulässig erklärt. Frau Haase, die Geschäftsführerin der Nordhäuser Lift gGmbH und Kandidatin der Linken für die Kreistagswahl (auf Platz 3) stört dies offensichtlich nicht. Die Entscheidung des OLG München ist ja auch noch umstritten.

Dabei ist der Nordhäuser Lift gGmbH mit ihren sich immer vielfältigeren Betätigungsfeldern ein gewisser Charme nicht abzusprechen. Sie beschäftigt meines Wissens Bürger, die gegenwärtig auf dem knallharten globalisierten Arbeitsmarkt keine Chance haben, mit ihren Fähigkeiten zu konkurrieren. Das jüngste lobenswerte Projekt ist das Mehrgenerationenhaus. In diesem Zusammenhang sei auch Horizont e.V. erwähnt, dessen Geschäftsführer René Kübler ist. Auch er ist z.B. mit der Schulküche Petersdorf wirtschaftlich tätig und betreut vor allem Jugendliche von denen ein Teil akut gefährdet sein soll, ins kriminelle Milieu abzugleiten.

Alle diese kleinen, mittleren und großen „Sozialkonzerne“ kümmern sich einerseits engagiert um die im real existierenden Kapitalismus „Überflüssigen“ und wollen aus ihnen bestenfalls wieder wertvolles „Humankapital“ machen. Andererseits kann es aber nicht ausbleiben, dass sie auf dem freien Markt mit traditionellen Unternehmen konkurrieren. Man nenne mir auch nur ein einziges ihrer Betätigungsfelder, das nicht auch von der „Freien Wirtschaft“ „beackert“ werden könnte! So kommt es zwangsläufig dazu, dass diejenigen, die ihr Geld „sauer im Wettbewerb“ verdienen oder aufgeben müssen, stinksauer auf diese neue Konkurrenz sind. Diese neue Konkurrenz hat zwar „schwieriges Humankapital“ zur Verfügung, wird aber staatlich subventioniert und auch steuerlich viel besser gestellt, als die „freien Unternehmer“. Sozial besonders zweifelhafte Nebenwirkungen üben diese Sozialbetriebe auf das Lohnniveau ihrer Konkurrenten aus und machen sich so auch Gewerkschaften zu ihren Kritikern, wenn nicht gar zu ihren erbitterten Feinden.

Die hohen Herren in Berlin, Straßburg und Brüssel stört dieses „Gezänk“ da unten in der Provinz herzlich wenig. Sie beauftragen einfach die „zwanzigste Kommission mit der Ausarbeitung der hundertsten Novelle zum x-ten Sozialgesetzbuch“. Keiner blickt mehr durch, aber alle machen mit – beim Pflästerchen-auf-die-Wunde-legen. Der verantwortungsvolle „Arzt“ würde parallel dazu längst die Grunderkrankung ermittelt haben. Es ist der menschheits- und völkerzersetzende antidemokratische, parasitäre und faulende globale Kapitalismus!
H.Buntfuß
06.04.2009, 15:07 Uhr
Wo bleibt die FDP?
Als erstes möchte ich Herrn Meyer fragen, wo hat denn Frau Wenkel etwas davon geschrieben, dass Ein-Euro-Jobber die Steifmütterchen gepflanzt haben? Im Text steht nur, dass Lift in ihrer Gärtnerei 15 Ein-Euro-Jobber beschäftigt. Allein diese Tatsache verstößt im groben Maße gegen einen fairen Wettbewerb.

Sie, Herr Meyer, können uns sicher am besten sagen, inwiefern hier gegen geltendes Recht verstoßen wird. Ihrem Artikel entnehme ich, dass die Lift gGmbH „ein für den Wettbewerb zugelassenes Unternehmen“ sei.

Genau hier liegt, „ein Haase“ im Pfeffer. Darf denn ein am Wettbewerb teilnehmendes Unternehmen überhaupt Ein-Euro-Jobber beschäftigen. Wenn ja, bin ich sehr verwundert darüber, dass die privaten Gärtner und Gemüsebauern keine Ein-Euro-Jobber bekommen – mit der Begründung sie unterstehen den Gesetzen der Marktwirtschaft. Weiter hätte ich gern einmal gewusst, wieviel Lose zu vergeben waren und wer wieviel bekommen hat. Hier geht es ausschließlich nur um die Bereitstellung der Pflanzen.

Eins zeigt dieser Fall deutlich: Hier wird mit allen Mitteln versucht, die kleinen Handwerker aus dem Wettbewerb zu drängen. Wie man von Lift hört, will man sich auch mit Gemüse und anderen Pflanzen, die von Ein-Euro-Jobbern angebaut werden, auf den Wochenmarkt und im Internet breitmachen. Auf diese Weise werden dann auch noch die Gemüsebauern der Goldenen Aue vernichtet.

Und das alles nur, damit sich Frau Haase – Mitglied der Linkspartei – damit brüsten kann, was für gute Arbeit sie leistet. Frage ist nur, für wen?

Zum Schluss bleibt noch eine Bemerkung: Wo bleibt eigentlich die FDP in dieser Angelegenheit? Ist es nicht so, dass man von der FDP bei jeder Gelegenheit hört, sie sei die Partei der kleinen und mittleren Handwerker. Oder ist das ganze nur wie bei den anderen Parteien Wahlpopulismus?

Herr Roßberg, Sie sitzen im Stadtrat und im Kreistag, Sie haben die besten Möglichkeiten in beiden Gremien mal auf den Tisch zu hauen und die Verantwortlichen zur Rede zu stellen. Eins ist klar, wenn solche vom Staat finanzierten Unternehmen, wie Lift und Horizont – nur um einmal zwei zu nennen – weiter ihr Unheil treiben ,dann haben wir bald keine selbstständigen Handwerker mehr. Es gibt schon genug, die ruiniert wurden.

Also dann mal los ihr von der FDP, jetzt könnt ihr eure ehrlichen Absichten unter Beweis stellen.
Stadtbürger
06.04.2009, 15:58 Uhr
Keine Mehrheit
Lieber Werner,

Ihr Beitrag zu diesem Thema zeigt, dass Sie einer der wenigen sind, der die marktverzerrende Geschäftspolitik der LIFT gGmbH erkannt hat. Ihre Forderung nach Politikern der FDP wird auch sicher nicht ins Leere laufen. Allerdings gestatten Sie mir Ihnen aufzuzeigen, warum die sozialen Träger in Nordhausen im Prinzip tun und lassen können, was sie wollen.

Wie Sie schon richtig bemerkten, ist die Geschäftsführerin von LIFT Mitglied der Linkspartei. LIFT selber ist ein "Tochterunternehmen" des Jugendsozialwerkes, dessen Geschäftsführer Mitglied der SPD ist. Dessen Vorstand ist Frau Tilly Pape (CDU / Nordthüringer Lebenshilfe). Früher gab es einen "Aufsichtsrat", der neben Frau Pape auch noch aus Herrn Norbert Klodt (CDU / Caritas) und Herrn Reiner Schumann (SPD / Die Falken) bestand. Horizont und LIFT koordinieren gemeinsam in der "BINo" den Einsatz der Ein-Euro-Jobber.

Nur zur Erinnerung - Chef von Horizont ist Herr René Kübler (SPD). Wenn wir diese Inventur nun noch damit vervollständigen, dass die Vorgängerin von Frau Haase die jetzige Sozialdezernentin des Landkreises ist, deren Bruder der Chef der ArGe ist, darf sich nun jeder seinen Teil dazu denken.

Oder anders formuliert: Wenn so viele verschiedene Funktions- und Mandatsträger am selben Tropf hängen, darf man davon ausgehen, dass sich keiner gegenseitig in die Suppe spuckt, besser gesagt: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

Sie können davon ausgehen, dass die FDP einem solchen Treiben ein Ende bereiten will, aber da die drei "großen" Parteien CDU, SPD und LINKE davon profitieren, wird sie wohl keine Mehrheit dafür zusammen bekommen. Die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses ist auf kommunaler Ebene leider nicht vorgesehen.

Somit bleibt es allein dem Wähler überlassen am 7. Juni mit seiner Stimmabgabe diese Verhältnisse zu verändern. Nur so kann man diese Verstrickungen (manche Bürger sprechen gar von einer "Sozial-Mafia" - allerdings sind dies Worte, die ich so nicht benutzen würde) aufweichen.
Pressesprecher Stadt Nordhausen
06.04.2009, 17:18 Uhr
offizielle Bemerkung der Stadtverwaltung
Angesichts der sich fortsetzenden Diskussionen und der stellenweise inhaltlich falschen Darstellung hier noch eine offizielle Bemerkung seitens der Stadtverwaltung:

Die Frühjahrsbepflanzung wurde beschränkt regional ausgeschrieben. Damit sollten von vornherein einheimische Firmen einen Vorteil bekommen, was auch gelungen ist. Alle im klassischen Sinn privaten Gärtnereien, die mitgeboten hatten, wurden im vollen Umfang bei der Auftragsvergabe auch berücksichtigt. Sprich: Jeder Interessent hat seinen angebotenen Teil bekommen.

Die - hier teilweise diskutierte - Alternative der so genannten "großen" öffentlichen Ausschreibung hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit eines zur Folge gehabt: Der Auftrag wäre komplett weggegangen an einen Großerzeuger, der gewiss seinen Sitz nicht im Landkreis Nordhausen hat.

Pressesprecher Stadt Nordhausen
echter Nordhaeuser
06.04.2009, 17:34 Uhr
Was können wir froh sein!!
Dieses Statement von der Stadtverwaltung war zu erwarten, getroffene Hunde bellen und mit welch einer Unverblümtheit wird das hier geäußert! Wir sollen doch froh sein, das die durch uns indirekt gewählten Vertreter so großzügig sind und wenigstens die Pfennigaufträge an Nordhäuser Unternehmer vergeben. Den dicken Kuchen bekommen ja sowieso die billigsten Großerzeuger.
eccehomo
06.04.2009, 18:29 Uhr
Schade: Phrasendrescherei
Stadtbürger enttäuscht mit seiner billigen Phrasendrescherei, deren Absicht nur allzu durchsichtig sind.

Ich jedenfalls würde mir für Nordhausen endlich eine FDP wünschen, die sich auf ihre Wurzeln besinnt, sich zum Beispiel verstärkt dem Thema Bürgerrechte widmet oder sich für die Stärkung der Informationsrechte für die Bürger stark macht.

Allerdings wird das auf absehbare Zeit nie gelingen, denn die FDP ist schon seit Jahren lediglich zweierlei: Resteverwerter anderer Parteien und das hohl klingende Sprachrohr für vermeintliche Wirtschaftsinteressen. Mehr nicht, deshalb wird es beim Dilletieren bleiben.
98maschr
06.04.2009, 20:03 Uhr
Wo ist nur das Niveau geblieben
Sehr gern lese oder las ich hier Kommentare. Jedoch stelle ich mit bedauern fest, daß das allgemeine Niveau hier immer weiter sinkt. Viele Kommentare sind zerfressen von reinster Polemik und Schimpftiraden. Man merkt dem ein oder anderen doch an, daß er hier seinen Frust loswerden will und dabei jegliche Objektivität außer acht lässt.

Nichts für Ungut liebe Pseudostadträte, Weltverbesserer und Besserwisser...machen Sie weiter so, dadurch hat der Rest wenigstens etwas zu lachen. Ernst nehmen kann man die Kommentare hier eh immer weniger. Man nähert sich hier doch stark Bildzeitungsniveau ;)
tropensturm
06.04.2009, 20:26 Uhr
es nervt !!!
Bildzeitungsniveau trifft den Nagel auf den Kopf!!! Suchen Sie sich bitte eine andere Plattform, um politische und wirtschaftliche Probleme zu diskutieren oder sagen Sie uns endlich, wie wir gemeinsam etwas verändern können!!! Das der ,,Haase" im Pfeffer liegt wissen wir.....

Gefundene Rechtschreibfehler dürfen behalten werden!!!
Willi
06.04.2009, 21:11 Uhr
Traurig
Es ist schon traurig auf welches Niveau sich einige hier herablassen. Ich sehe da im Hintergrund viel Parteiengeplänkel. Der eine hat`s mit der FDP der nächste mit den Linken / PDS. Wie immer viel Polemik! Jeder meint er müsse hier mal etwas wichtiges sagen. Manche schreiben sicher sogar im stehen.
Ich freue mich darüber dass sich die Stadtverwaltung um die Sauberkeit der Stadt kümmert! Und wenn den Auftrag dann auch noch eine Fa. aus der Region bekommt....um so besser!
ich bin`s
06.04.2009, 22:17 Uhr
Vom Stiefmütterchen zum anonymen Rundschlag!
Anstatt sich an den Blumen und dem Frühling zu erfreuen wird von einzelnen, frustrierten, immer alles besser Wissenden kräftig ausgeteilt. Es ist schon schlimm, wie sich unsere Heimatstadt in den letzten Jahren durch die Unfähigkeit aller immer unter einer Decke steckenden Verantwortlichen entwickelt hat.
Die Frage ist nur, wer durch konkretes Engagement wirklich etwas für die positive Entwicklung des Gemeinwohls dieser Stadt bewegt hat. Die, die immer sagen wie es nicht geht oder alle diejenigen, die Verantwortung übernommen und Entscheidungen getroffen haben. Der Blick auf das Gemeinwohl verlangt allerdings einen weiteren Horizont als der Blick auf einzelne private Interessen, welche bei einigen Autoren zu diesem Topthema zu vermuten sind.
H.Buntfuß
07.04.2009, 13:16 Uhr
Einfach nur die Wahrheit
Herr Meyer, in Ihrer Erklärung schreiben Sie: „Das hätte man leicht aufklären können, wenn Frau Wenkel einfach bei uns im Amt nachgefragt hätte ...“ Nun nur zur Auffrischung: In meinen Kommentar habe ich Sie darum gebeten, die Zahl der Lose und deren Vergabe bekannt zu geben.

Dazu hat der Pressesprecher der Stadt nur mit nichtssagenden Floskeln geantwortet. Deshalb hier noch einmal die Frage: Wie viel Lose gab es, und an wen wurden sie vergeben? Welchen Umfang hatten diese Lose?

Hier geht es um Steuergelder, die vom Bürger aufgebracht werden, und ich finde, der Bürger hat somit das Recht, zu erfahren, was mit seinem Geld geschieht. Wenn alles korrekt zugegangen ist, wie Sie sagen, dürften Sie doch keine Probleme damit haben, uns die genauen Zahlen zu nennen.

Noch ein Wort zu den Kommentaren, die sich mit dem „Bildzeitungsniveau“ beschäftigen. Entweder die Personen wollen den Sachverhalt herunterspielen, was ich einmal annehmen möchte, oder sie verstehen einfach nicht wie wichtig die kleinen Handwerksbetriebe für uns alle sind.

Was genau meinen Sie eigentlich genau mit Bildzeitungsniveau? Denken Sie dabei an Althaus und seine peinliche Inszenierung nach dem Skiunfall, bei dem ein Menschenleben zu beklagen ist und Althaus meint, er habe daran keine Schuld, oder meinen Sie Merkel, Müntefering und Söder? Man könnte die Liste beliebig fortsetzen. – Alles Politiker, die sich danach reißen der Bild ein Interview zu geben, dann gebe ich Ihnen Recht.
ich bin`s
07.04.2009, 21:34 Uhr
Horizonterweiterung
Werner, Sie wissen doch wie jeder Bürger dieser Stadt, dass die öffentliche Verwaltung an rechtlich strenge Vergabevorschriften gebunden ist und entsprechende Aufsichtsgremien hat. Gegenüber diesen v.g. Gremien ist eine Verwaltung auskunftspflichtig.

Ich jedenfalls finde es nicht gut, die "kleinen" Handwerksbetriebe und die "kleinen" Bürger, welche einen s.g. 1 € Job ausüben, gegeneinander auszuspielen, um als Hüter der Wahrheit dicke Papiertieger zu jagen. Sie sollten lieber die Frage stellen, wir wir alle in den nächsten Jahren das totale Versagen einiger Topmamager ausbügeln wollen. Die haben es mit der Aufsichtskontrolle tatsächlich nicht so ernst genommen. Die hatten nämlich gar keine und stürzen mal ganz nebenbei ganze Volkswirtschaften in den Abgrund.

Also bitte nochmal den Horizont etwas erweitern.
Real Human
08.04.2009, 10:50 Uhr
Wenn schon, denn schon!
Irgendjemand muss ja wohl der „Rächer der Entrechteten“ sein! Wenn sich das lokale Establishment vor allem nur mit der eigenen Karriere beschäftigt, sollten „ich bin's“, „Willi“, „tropensturm“(!?), „98maschr“, und die ganze Stadtverwaltung froh darüber sein, dass es noch Bürger gibt, die sich jenseits karrieristischer Hintergedanken mit brennenden gesellschaftlichen Themen beschäftigen.

Andere haben sich längst von der schnöden und manchmal geradezu ekelhaften Nordhäuser Lokalpolitik abgewandt, und machen jetzt lieber einen deutsch-gemütlichen Osterspaziergang.

Wenn man schon ruft „Haltet die Mehdorns, Zumwinkels usw.!“, dann sollte man sich auch einmal fragen, für welche Partei man selbst Beiträge zahlt und in den Wahlkampf zieht! In den Korridoren und Hinterzimmern der Macht protegiert man sich schließlich gegenseitig – Manager auf der einen Politiker auf der anderen Seite. Und wer auch nur bei der Wahl sein Kreuzchen macht, sollte sich auch darüber im Klaren sein, dass er eventuell genau diejenigen wählt, die ihm anschließend die Mehrwertsteuer erhöhen, den Arbeitsplatz wegnehmen oder den Enkelkindern die Zukunft verbauen.

Wer an Aufsichtsgremien glaubt, muss schon ziemlich blauäugig sein. Oft sind nämlich Kontrollierte und Kontrolleure ein und dieselbe Person oder gehören der gleichen „Seilschaft“ an. Oder man sitzt im selben „Glashaus“ und wirft deshalb nicht mit „Steinen“. Die besten „Aufsichtsgremien“ sind unabhängige Medien wie die nnz, in der man auch unter „Nicknamen“ neuerdings sogar „Ross und Reiter“ nennen darf. (Siehe dazu den Kommentar von „Stadtbürger“!)

Natürlich ist freier Journalismus eine ziemlich heikle Sache und nichts für Feiglinge und Duckmäuser. Mancher sehnt sich da nach der gefälligen DDR-Hofberichterstattung zurück. Ich zähle die Pressefreiheit und das freie Internet jedenfalls zu den besten „Errungenschaften“ der „Wende“.
H.Buntfuß
08.04.2009, 11:51 Uhr
Horizont ist weit genug
Sehr geehrte/r „Ich bin´s,“! Sie schreiben, ich solle die „kleinen“ Handwerksbetriebe und die „kleinen“ Bürger, welche einen s.g. 1 € Job ausüben, nicht gegeneinander ausspielen. Hierzu möchte ich Ihnen nur sagen, dass nicht ich derjenige bin, der diese Personengruppen gegeneinander ausspielt. In diesen Fall ist es doch Frau Haase, die mit Ein-Euro-Jobbern in den Wettbewerb geht und somit den Gärtnern das Wasser abgräbt.

Ja, Frau Haase führt eine GmbH – ich sage hier absichtlich nicht „gGmbH“ – weil, wie wir schon gelesen haben, diese Bezeichnung sehr umstritten ist. Sie muss Gewinn machen, aber darf sie das mit staatlich subventionierten Ein-Euro-Jobbern tun?
98maschr
08.04.2009, 19:26 Uhr
Es wird ermüdend
Worüber ich froh bin und worüber nicht lassen Sie getrost mal meine Sorge sein. Aber wenn wir grade dabei sind, gerade Ihre Ausführungen haben mich am meisten mitgestört. Bei Ihnen scheint alles entweder schwarz oder weiß zu sein und Ihr Feindblid ist scheinbar der ach so böse Kapitalismus.

Dazu diese stark reißerische Aufmachung Ihrer Beiträge, die jegliche sachliche Nüchternheit vermissen lässt und in ihrer Grundaussage jedem Widerspruch die emotionale Grundlage nimmt.
Meinungsfreiheit schön und gut, aber leider darf dadurch jeder seinen Narzissmus ausleben...

Aber ich freue mich schon auf Ihren nächsten ellenlangen Beitrag. Ich frage mich jedoch wann Sie denn Zeit haben für das Gute zu kämpfen wenn Sie soviel hier schreiben.
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