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Fr, 09:43 Uhr
03.04.2009

nnz-Forum: Wo bleiben da die Kleinen?

Eine Leserin der nnz freut sich über die vielen Stiefmütterchen in Nordhausen. Gleichzeitig hat sie damit ihre Probleme und Fragen an die Verwalter dieser Stadt...


Als ich heute meinen Einkaufsbummel durch die Stadt Nordhausen machte, ist mir aufgefallen, das die Blumenrabatten neu mit Stiefmütterchen bepflanzt werden. Am Springbrunnen vor dem Rathaus nahm ich für ein Moment platz. Ich schaute mir die beiden Blumenrabatten an und da kam mir den Gedanken wer diese wohl bepflanzt hat?

Mir ist nämlich zu Ohren gekommen, dass die Lift gGmbH den größten Anteil dieses Auftrags bekommen haben soll. Deshalb frage ich den verantwortlichen Umweltamtsleiter Steffen Meyer, ob das der Wahrheit entspricht? Wenn dem so ist, wäre das eine enorme Wettbewerbsverzerrung, denn die Lift gGmbH beschäftigt meinem Kenntnistand zufolge in ihrer Gärtnerei 15 Personen auf ein Euro Basis und ist somit jeder kleinen Gärtnerei weit überlegen, denn die Lohnkosten der Lift gGmbH übernimmt ja die ARGE in diesen Fall und nicht nur das, es fällt auch noch etwas für die Firma ab.

Dieses Beispiel zeigt, dass mit solchen Methoden die kleinen Handwerker vor Ort in den Ruin getrieben werden. Es wäre interessant zu wissen, wie viel Einbußen die privaten Gärtnereien hinnehmen mussten und müssen, seit die Lift gGmbH in den Gärtnereibetrieb eingestiegen ist. Vielleicht meldet sich ja einmal ein Betroffener dieser unsozialen Marktwirtschaft zu Wort.

Von der Politik hört man zwar immer sie wird die kleinen Handwerker unterstützen, aber wie die Unterstützung aussieht zeigt das vorliegende Beispiel. Man schaut zu, wie die kleinen Betriebe „aufgefressen“ werden. Erinnert sei hier an die Großküche Brettschneider. Ich denke, es ist an der Zeit, dass sich die kleinen Handwerker einmal zusammen setzen, um der drastischen Wettbewerbsverzerrung entgegen zu treten.
Petra Wenkel, Nordhausen
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
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Kommentare
denk-mal
03.04.2009, 10:26 Uhr
Sie werden keine Antwort Kriegen?
Die wichtigste Voraussetzung, für ein Verständnis um das funktionierende Miteinander innerhalb unserer Gesellschaft ist das Begreifen, dass immer erst einmal Geld verdient werden muß, um es verteilen zu können. Einfacher, die kleinen Betriebe zahlen Steuern, mit denen dann Vereine und Andere gefördert werden können.

Verbaut man diesen Betrieben die Möglichkeit, Gewinne zu erwirtschaften, muß man sich nicht wundern, dass die Steuereinnahmen fehlen, diese Betriebe sich verkleinern, also weniger Mitarbeiter beschäftigen, weil die Arbeit ja Andere machen und schlimmstenfalls aufgeben.

Aber ganau dann können die ehemaligen Inhaber und die entlassenen Mitarbeiter im besagten Verein ja für einen Euro jobben und Stiefmütterchen pflanzen, passend zu der erfahrenen stiefmütterlichen erlebten Behandlung der "Arbeitvergeber".

Am Rande sei erwähnt, nicht nur die Steuern der Inhaber fehlen, es fehlen auch die Lohnsteuern. Dann bekommt der Staat von den eben genannten kein Geld im Gegenteil er muß für die neuen Arbeitslosen zahlen.

Aber die Argumentation wird sein, sollte Ihre Vermutung stimmen, mit der Auftragvergabe, das waren die Billigsten und wir, die Verwaltung, sind verpflichtet die Billigsten zu nehmen. Im Stadtrat gibt es zu viel Vertreter, welche der Verwaltung dienlich sind und zu Wenige, welche die Bürger vertreten!
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