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Di, 14:58 Uhr
02.12.2008

Debakel für Kandidat

Das Jahr 2008 ist für Andreas Wieniger aus politischer Sicht nicht sonderlich erfolgreich. Sicher, der SPD-Mann ist der Landtagskandidat seiner Partei für die Stadt Nordhausen, doch gestern erhielt er eine Abfuhr...


Eigentlich hätte alles klar sein müssen – bei der Konstituierung des Aufsichtsrates der Südharz-Werke. Und wie das so bei einer Konstituierung ist, müssen bei solch einem Gremium auch der Vorsitz sowie dessen Stellvertretung gewählt werden.

Der Vorsitz, das war quasi gesetzt, ging an Martin Höche, den Bürgermeister der Einheitsgemeinde Hohenstein. Das allein qualifiziert natürlich nicht für den obersten Aufsichtspostens, auch nicht die Tatsache, daß Höche Mitglied der CDU-Kreistagsfraktion ist. Dieser Umstand allein betrachtet, hätte wohl in einem Bewerbungsschreiben auch nicht gereicht. Es ist vielmehr die Tatsache, daß Höche über Jahrzehnte hinweg dem Wasserverband Nordhausen erfolgreich vorsteht und manchmal dort die Rolle des Dompteurs ausüben muß.

Vor allem sein Ausgleich zwischen der Kreisstadt und dem Landkreis hat ihn zu der ungeteilten Anerkennung geführt, die gestern in der Einstimmigkeit seiner Wahl zum Ausdruck kam.

Fast auch schon gesetzt war im Südharz-Werken-Aufsichtsrat der Stellvertreter. Andreas Wieninger sollte es werden. Zum einen ist er Mitglied der SPD, zum anderen vertritt Wieninger als Stadtrat den zweiten Gesellschafter neben dem Landkreis. Hier allerdings hörte bei der Konstituierung der Charme des Gemeinsamen auf, denn es gibt ja im Stadtrat wie im Kreistag auch die Fraktion der LINKE. Und die schickte Detlef Kiel ins Rennen um die Stellvertreterposten, losgetreten von Birgit Keller. Mit Erfolg, und den könnte man folgendermaßen zusammenfassen: LINKE und CDU gegen SPD. In Zahlen: Wieninger erhielt drei Stimmen, Kiel sieben, hinzu kommt eine Enthaltung.

Nun ist das nicht das erste Anzeichen von politischen Gemeinsamkeiten gewesen. Interessierte können sich an die Stadtratssitzung vom September erinnern. Auch damals gab es eine merkwürdige Konstellation der politischen Abstimmung zwischen links und rechts, anders ausgedrückt, zwischen Sozialisten und Christdemokraten.

Für die LINKE sicher ein Erfolg, der auch Signalwirkung in Richtung städtischer Haushalt und (vielleicht) darüber hinaus bis ins Superwahljahr haben dürfte.

Was aber sagt zu diesem vermeintlichen Schmusekurs jemand, der sich noch vor Jahresfrist mehr als kritisch mit der Vergangenheit und Gegenwart der Linken auseinandergesetzt hatte – Dr. Niels Neu. Der stellvertretende Ortsvorsitzende der Nordhäuser CDU ist da pragmatisch: “Wir Christdemokraten haben gestern ausschließlich nach der fachlichen Kompetenz zwischen Kiel und Wieninger entschieden, nicht nach dem Parteibuch. Letztlich geht es doch darum, die Region als Ganzes voranzubringen. Und übrigens, ist Herr Kiel mehr durch sachliche Beiträge kommunalpolitisch in Erscheinung getreten, als durch Polemik, wie das oft bei Herrn Wieninger der Fall war.“

Zum Aufsichtsrat gehören:
  • Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD)
  • Landrat Joachim Claus (CDU)
  • Dagmar Becker (SPD)
  • Birgit Keller (LINKE)
  • Egon Primas (CDU)
  • Andreas Wieninger (SPD)
  • Detlef Kiel (LINKE)
  • Sarina Panke (LINKE)
  • Rainer Linsel (LINKE)
  • Sven Lutze (CDU)
  • Dr. Ferdinand Spangenberg (CDU)
  • Martin Höche (CDU)
Autor: nnz

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