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Mi, 18:41 Uhr
17.09.2008

Durcheinander statt Durchlauf

Die Zukunft der Stadt Nordhausen stand heute zur Beschlussfassung im Nordhäuser Stadtrat an. Doch anstatt klar das Jahr 2020 anzusteuern, gab es eine Debatte um Kleinigkeiten. Und es taten sich neue Konstellationen auf...


Es war der Entwurf des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK), das die Vision von Planern und politischen Willen symbiotisch vereinen soll. 55 Millionen Euro soll das der Rolandstadt bis in den kommenden zwölf Jahren kosten. Doch was sind schon Zahlen und Summen? Vielmehr ging es um die Kleinigkeiten des ISEK, um fast nur redaktionelle Änderungen.

Die wollte Andreas Wieninger namens seiner SPD-Fraktion gern noch in das Werk aufgenommen wissen. So sollte zum Beispiel das Wort „Grundlage“ durch „Orientierungsrahmen“ ersetzt werden. Drei weitere Änderungen trug der Fraktionsvorsitzende vor, unter anderem das Festschreiben von Bildung und Nachhaltigkeit.

Wann den Genossen das alles eingefallen war, bleibt unschlüssig, denn es soll – so hörte man – ungezählte Ausschuss- und Fraktionssitzungen zu ISEK gegeben haben. Am Ende sei man sich fraktionsübergeifend einige gewesen, den heutigen Beschluß durchlaufen zu lassen. Und so war Norbert Klodt (CDU) doch schon einigermaßen pikiert und forderte eine Auszeit.

Danach die Abstimmung, die - zusammenfassend - die CDU und die LINKE in seltener Einigkeit sahen. Alle Änderungen wurden mit deren Mehrheit abgelehnt. Als dann zur „Schluß“abstimmung kommen sollte, hatte ein weiteres SPD-Mitglied wieder Änderungswünsche: Dr. Klaus Gebhardt. Er bemängelte die wenige Zeit, die zur Altstadtkonzeption den Stadträten gegeben worden sei. Von seinen Wünschen wurde einer angenommen, ein zweiter abgelehnt.
Wenn das schon alles an sich mehr als komisch wirkte, dann setzte Helmut Bornkessel (ebenfalls SPD) dem Verwirrspiel noch die Krone auf. Allen Änderungswünschen seiner Genossen stimmte er (vergebens) zu, dem Gesamtwerk jedoch versagte er seine Stimme.
Autor: nnz

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