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Mi, 10:56 Uhr
26.11.2008

Startschuß für Ausbildung

Für viele gilt er heute noch als der Traumberuf schlechthin, der Beruf des Dampflokführers. Jetzt warten die Harzer Schmalspurbahnen mit einem deutschlandweit einzigartigen Angebot für all die auf, die sich den Traumberuf (noch) nicht erfüllen konnten...

Lokführerausbildung (Foto: HSB) Lokführerausbildung (Foto: HSB)

Für einige geht dieser lang gehegte Wunsch nun in Erfüllung. Bei der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) fiel in der vergangenen Woche nämlich der Startschuss für insgesamt zehn Teilnehmer, die das deutschlandweit einzigartige Angebot der HSB nutzen und ihre Ausbildung zum Dampflokführer in Theorie und Praxis bei dem kommunalen Unternehmen in Wernigerode antreten. Dabei kommt auch der eigene Nachwuchs für die beliebte Harzbahn nicht zu kurz. Als Ausbilder konnte der in Fachkreisen bekannte und renommierte Helmut Neumann, der bereits an der ehemaligen Lokfahrschule in Güstrow Generationen von Dampflokführern ausgebildet hat, gewonnen werden.

Auf einzelnen Schmal- und Regelspurgleisen verkehren in Deutschland auch heute noch Dampflokomotiven. Hierzu zählen die beliebten Harzer Schmalspurbahnen, die sogar noch einen täglichen Betrieb mit den betagten Dampfrössern durchführen. Aber auch andere deutsche Bahngesellschaften und Museumseisenbahnen brauchen zur Bewältigung ihres Verkehrs Lokführer-Nachwuchs. So drücken nun zehn Aspiranten in Wernigerode nochmals die Schulbank: Neben Mitarbeitern der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft, der Döllnitzbahn, der Vienenburger Eisenbahnfreunde e.V. werden bei der HSB in den kommenden Monaten auch drei Heizer und Triebfahrzeugführer aus eigenen Reihen ausgebildet.

Die etwa fünfmonatige Ausbildung zum Dampflokführer beinhaltet neben der theoretischen Ausbildung, die mit einer schriftlichen und mündlichen Prüfung abgeschlossen wird, auch ein Werkstattpraktikum sowie zahlreiche Dienstschichten auf einer Harzer Dampflok.

Einer von ihnen ist Thomas Friedrich aus Straßberg (Harz), der seinem Traumberuf nun so nahe ist wie nie zuvor. Bereits mit 20 Jahren begann er als einer der ersten Auszubildenden der HSB 1997 eine Lehre zum Industriemechaniker in der Fahrzeugwerkstatt am Wernigeröder Westerntor. Immer mit dem Ziel vor Augen, später einmal eine der zahlreichen historischen Dampfloks durch den Harz zu steuern.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Lehre wurde er von der HSB übernommen, sammelte dann praktische Erfahrungen in der Instandhaltung von Dampflokomotiven, war als Heizer und dann auch als Triebwagen- und Rangierlokführer tätig. Als Krönung seiner Lokführerkarriere wird nun mit dem Dampflokführerschein sein Jugendtraum bald Wirklichkeit.
Autor: nnz

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