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Mi, 12:30 Uhr
29.08.2007

Wie weit weg ist die Kernstadt?

Nordhausen (nnz). Nordhausen will größer werden. Nordhausen will sich fit für die anstehenden Gebietsreformen machen. Nordhausen will nicht nur die Einheitsgemeinde Hohenstein, sondern auch deren Schwester: Werther.


Die nnz hatte darüber bereits mehrfach berichtet. In diesem Jahr noch aber sollen die ersten offiziellen Kontakte geknüpft werden. Sprechen ist erlaubt. Klaus Hummitzsch (LINKE), der Bürgermeister von Werther, hatte sich gegenüber der nnz schon einmal vorsichtig geäußert. Ob es nun schon ein konkretes Angebot aus Nordhausen gegeben hat, darüber wird sich in der Rolandstadt, aber auch in Werther ausgeschwiegen. Obwohl, im Januar, in einer trauten Runde, da rechnete Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) die 3.600 Einwohner in das Groß-Nordhausen des Jahres 2009 mit hinein.

Wenn er da mal nicht die Rechnung ohne die Wertherschen gemacht hat? Wer sich in der Einheitsgemeinde genau umhört, der erheischt momentan eine Kontra-Nordhausen-Stimmung. Das ist unter der Bürgerschaft verständlich. Aber auch Klaus Hummitzsch weiß, der er aktuell im Gemeinderat keine Mehrheit für den Gang nach Nordhausen erhalten würde. Also ist in den kommenden Monaten kommunales Polit-Marketing angesagt. Das müssen in erster Linie die Nordhäuser betreiben. Neben der eventuellen Aufstockung der Andockungsprämie seitens des Landes, wird es natürlich auch Angebote aus Nordhausen geben müssen. Und die dürften eine Gewichtsklasse höher liegen, als jene Verlockungen, die Petersdorf, Rodishain oder Stempeda annonciert wurden. Es geht um 3.600 Frauen, Männer und Kinder, sprich, Faktoren für die Schlüsselzuweisung des Landes. Und die gibt es entweder alle oder gar nicht, glaubt man der Landesregierung, die ein Zerschlagen der jetzigen Verwaltungsgebilde ausschließt.

Und genau da liegt für viele in Werther der „Hase im Nordhäuser Pfeffer“. Während zum Beispiel bei der „Aufnahme“ von Petersdorf garantiert wurde, daß dessen Einwohner weiterhin einen ehrenamtlichen Ortsteilbürgermeister und einen Ortschaftsrat wie Hesserode oder Steinbrücken haben, so wird es für die Einheitsgemeinde Werther nur einen Ortschaftsrat und einen ehrenamtlichen Bürgermeister geben. Nun fragen sich die Menschen in Großwechsungen zum Beispiel, warum sie mit mehr als 900 Einwohnern plötzlich keinen direkten Ansprechpartner mehr vor Ort haben sollen, während die 240 Steinbücker über einen ehrenamtlichen Ortsbürgermeister nebst Ortschaftsrat verfügen.

Es gibt in den kommenden Monaten noch viel zu tun – in erster Linie für den Nordhäuser Agitationstrupp. Es würde sich aber lohnen, denn über Werther führt der Nordhäuser Weg zur Einheitsgemeinde Hohenstein, deren „Umzug“ nach Nordhausen per Gemeinderatsbeschluß bereits geregelt ist. Unmittelbare Nachbarn sind die Hohensteiner und Nordhäuser nun mal nicht. Mauderode versperrt den Weg.

Die Frage, die letztlich beantwortet werden muss ist die: Wie weit weg ist für die Neu-Nordhäuser das "Regierungsviertel" am Markt der Rolandstadt? Beim Blick auf die Landkarte wird klar. Trebra ist verdammt weit weg...
Autor: nnz

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