Mi, 12:05 Uhr
29.08.2007
Es wird rotiert
Nordhausen (nnz). Nicht nur in der Thüringer Landesregierung wird derzeit das personelle Kettenkarussell auf Hochtouren gebracht, auch im Landratsamt in Nordhausen gibt es ein munteres Stühlerücken, wie die nnz feststellen musste.
Nach Informationen der nnz soll es in diesem Jahr mehrere Strafanzeigen innerhalb der Verwaltung gegeben haben. Die sollen munter zwischen dem Behördenchef, Landrat Joachim Claus (CDU), und dem Chef des Personalrates, Klaus-Uwe Koch, ausgetauscht worden sein. Warum das so war, dazu will sich momentan niemand äußern, wobei zumindest der Landrat die Anzeigenflut bestätigt und gleichzeitig der nnz mitgeteilt, daß die Fälle erledigt seien.
Besonders risikobelastet sind in diesem Wochen die Arbeitsplätze der Juristen in der Kreisverwaltung. Wie die nnz erfuhr, mußte der Fachbereichsleiter Ordnung, Rainer Nennmann, seinen Stuhl räumen. Die einen sprechen von Strafversetzung in die Hartz-IV-Arbeitsgemeinschaft, die anderen von einer lange in Erwägung gezogenen Maßnahme. Herr Nennmann ist jetzt also Teamleiter in der ARGE. Die Arbeitsgemeinschaft brauchte schon lange einen Juristen als Verstärkung, meinte Joachim Claus auf Anfrage der nnz.
Auf dem Stuhl von Rainer Nennmann sitzt dafür Ulrich Schilling. Herr Schilling hat mein vollstes Vertrauen, sagte sein unmittelbarer Vorgesetzter, der Landrat. Schilling war bis vor kurzem Rechtsreferent im unmittelbaren Landratsbereich. Jetzt also muß er sich mit der Ordnung im Landkreis Nordhausen auseinandersetzen.
Richtig konfus wird es aber erst, wenn man die politische Wertung dieser Vorgänge betrachtet. Die Sozialdemokraten wittern natürlich sofort ein Komplott dahinter und eine Strafversetzung eines ihrer Mitglieder. Da wird auch schon mal gern kolportiert, daß der Landrat das Karussell just dann in Gang gesetzt hätte, nach dem seine Stellvertreterin, Jutta Krauth (SPD), in den Urlaub startete. Alles Quatsch, meinen objektive Betrachter der Szenerie. Das alles war mit Jutta Krauth abgesprochen und vielleicht sogar ihr Bestreben. Sie stützen damit auch das Statement von Landrat Claus gegenüber der nnz.
Autor: nnzNach Informationen der nnz soll es in diesem Jahr mehrere Strafanzeigen innerhalb der Verwaltung gegeben haben. Die sollen munter zwischen dem Behördenchef, Landrat Joachim Claus (CDU), und dem Chef des Personalrates, Klaus-Uwe Koch, ausgetauscht worden sein. Warum das so war, dazu will sich momentan niemand äußern, wobei zumindest der Landrat die Anzeigenflut bestätigt und gleichzeitig der nnz mitgeteilt, daß die Fälle erledigt seien.
Besonders risikobelastet sind in diesem Wochen die Arbeitsplätze der Juristen in der Kreisverwaltung. Wie die nnz erfuhr, mußte der Fachbereichsleiter Ordnung, Rainer Nennmann, seinen Stuhl räumen. Die einen sprechen von Strafversetzung in die Hartz-IV-Arbeitsgemeinschaft, die anderen von einer lange in Erwägung gezogenen Maßnahme. Herr Nennmann ist jetzt also Teamleiter in der ARGE. Die Arbeitsgemeinschaft brauchte schon lange einen Juristen als Verstärkung, meinte Joachim Claus auf Anfrage der nnz.
Auf dem Stuhl von Rainer Nennmann sitzt dafür Ulrich Schilling. Herr Schilling hat mein vollstes Vertrauen, sagte sein unmittelbarer Vorgesetzter, der Landrat. Schilling war bis vor kurzem Rechtsreferent im unmittelbaren Landratsbereich. Jetzt also muß er sich mit der Ordnung im Landkreis Nordhausen auseinandersetzen.
Richtig konfus wird es aber erst, wenn man die politische Wertung dieser Vorgänge betrachtet. Die Sozialdemokraten wittern natürlich sofort ein Komplott dahinter und eine Strafversetzung eines ihrer Mitglieder. Da wird auch schon mal gern kolportiert, daß der Landrat das Karussell just dann in Gang gesetzt hätte, nach dem seine Stellvertreterin, Jutta Krauth (SPD), in den Urlaub startete. Alles Quatsch, meinen objektive Betrachter der Szenerie. Das alles war mit Jutta Krauth abgesprochen und vielleicht sogar ihr Bestreben. Sie stützen damit auch das Statement von Landrat Claus gegenüber der nnz.

