Di, 10:39 Uhr
06.02.2007
Wohin geht die Reise?
Nordhausen (nnz). Im Landratsamt in Nordhausen ist es das Unwort dieses und – vermutlich auch – der kommenden Jahre: Gebietsreform. Innerhalb des verwaltungs-politischen Gebildes sieht das anders aus. Da jagt ein Gespräch das andere...
Man trifft sich. Mal locker bei einem der vielen Empfänge zum Beginn des Jahres, mal verabredet in einem Dienstzimmer. Wer mit wem? – das scheint die entscheidende Frage, gefolgt von: Wer gegen wen? Die Kreisstadt, so scheint es, läßt es in ihren Erweiterungsansprüchen erst einmal etwas lockerer angehen. Das zum Teil aufdringliche Werben in der Goldenen Aue ist verstummt. Einsicht oder Taktik – eine Antwort gibt es nicht. Vermutlich ist damit das letztere der Fall. Die Zuwächse mit Rodishain und Stempeda sind so erklecklich nicht, momentan dominieren da immer mehr zusätzliche Fragen aus den kleinen Orten, die im Nordhäuser Rathaus zu Problemen mutieren könnten.
Doch im Rest-Landkreis wird geredet. So soll es nach nnz-Informationen Gespräche zwischen den Einheitsgemeinden Hohenstein und Werther gegeben haben. Zu viele Fragen konnten zwischen Martin Höche und Klaus Hummitzsch nicht geklärt werden: Wo liegt die Hauptstadt? Ist ein Gebilde mit 17 Ortsteilen überhaupt regierbar? Auch historisch gesehen – alle Verkehrswege aus den beiden Einheitsgemeinden führen eher nach Nordhausen. Und da ist eine gesetzgeberische Unsicherheit: Welche Größenordnung sollen künftig Einheitsgemeinden haben – 5.000 oder 7.000 Einwohner? Gespräche beendet, in Hohenstein hat man eine künftige Hauptstadt gefunden, man wird sich Nordhausen anschließen. Erste Beschlüsse von Gemeinde- und Stadtrat seien in nichtöffentlicher Sitzung gefaßt worden, berichtete die nnz bereits im vergangenen Jahr.
Wie sieht es mit einer Vereinigung von Werther und der Verwaltungsgemeinschaft Hainleite aus? Wäre theoretisch vorstellbar, die Hauptstadt eventuell Wolkramshausen. Doch innerhalb der Hainleite herrscht Unstimmigkeit. Überhaupt nicht bewegen werden sich vermutlich Großlohra, Kleinfurra und Wipperdorf. Doch steht fest, es wird laut Innenministerium bei einer zweiten Auflage der Gebietsreform kein Anfassen der ersten geben. Will heißen, entweder das komplette Gebilde oder gar nichts. Einzelne Ortsteile einer Einheitsgemeinde können nicht wechseln. Wie es bei Verwaltungsgemeinschaften aussieht, ist ebenfalls strittig, wo wir wieder bei den Nordhäuser Problemen mit Rodishain und Stempeda, bzw. der Verwaltungsgemeinschaft im Südharz wären.
Bleiben wir aber bei Werther, das nach Meinung von Bleicherodes Bürgermeister Frank Rostek auf dem Tablett der Kreisstadt liege. Für die Einheitsgemeinde, die in diesem Jahr ihren 10. Geburtstag feiern wird, bleibt eigentlich nur Nordhausen übrig. Eine erste Verbrüderung wird es in diesem Jahr geben. Da schließen sich wahrscheinlich die Gewässerunterhaltungsverbände Werther-Görsbach und Harzvorland (Nordhausen-Urbach) zusammen. Man erinnere sich, die Nordhäuser hatten ihren ersten politischen Fuß auch mit einem Entsorgungsdeal in der Tür von Rodishain und Stempeda – dem stadteigenen Entwässerungsbetrieb.
Klaus Hummitzsch kann sich in Werther eigentlich bequem zurücklehnen. Noch ist vermutlich keine Stimmung in Richtung Nordhausen zu erheischen, der Gemeinderat blockt nach nnz-Informationen ab. Andererseits, wenn in Nordhausen wieder mal die Zeit für Gespräche anzubrechen scheint, dann können die Regierenden vor den Toren der großen Stadt warten. Ein Angebot wird Werther vermutlich erhalten.
Autor: nnzMan trifft sich. Mal locker bei einem der vielen Empfänge zum Beginn des Jahres, mal verabredet in einem Dienstzimmer. Wer mit wem? – das scheint die entscheidende Frage, gefolgt von: Wer gegen wen? Die Kreisstadt, so scheint es, läßt es in ihren Erweiterungsansprüchen erst einmal etwas lockerer angehen. Das zum Teil aufdringliche Werben in der Goldenen Aue ist verstummt. Einsicht oder Taktik – eine Antwort gibt es nicht. Vermutlich ist damit das letztere der Fall. Die Zuwächse mit Rodishain und Stempeda sind so erklecklich nicht, momentan dominieren da immer mehr zusätzliche Fragen aus den kleinen Orten, die im Nordhäuser Rathaus zu Problemen mutieren könnten.
Doch im Rest-Landkreis wird geredet. So soll es nach nnz-Informationen Gespräche zwischen den Einheitsgemeinden Hohenstein und Werther gegeben haben. Zu viele Fragen konnten zwischen Martin Höche und Klaus Hummitzsch nicht geklärt werden: Wo liegt die Hauptstadt? Ist ein Gebilde mit 17 Ortsteilen überhaupt regierbar? Auch historisch gesehen – alle Verkehrswege aus den beiden Einheitsgemeinden führen eher nach Nordhausen. Und da ist eine gesetzgeberische Unsicherheit: Welche Größenordnung sollen künftig Einheitsgemeinden haben – 5.000 oder 7.000 Einwohner? Gespräche beendet, in Hohenstein hat man eine künftige Hauptstadt gefunden, man wird sich Nordhausen anschließen. Erste Beschlüsse von Gemeinde- und Stadtrat seien in nichtöffentlicher Sitzung gefaßt worden, berichtete die nnz bereits im vergangenen Jahr.
Wie sieht es mit einer Vereinigung von Werther und der Verwaltungsgemeinschaft Hainleite aus? Wäre theoretisch vorstellbar, die Hauptstadt eventuell Wolkramshausen. Doch innerhalb der Hainleite herrscht Unstimmigkeit. Überhaupt nicht bewegen werden sich vermutlich Großlohra, Kleinfurra und Wipperdorf. Doch steht fest, es wird laut Innenministerium bei einer zweiten Auflage der Gebietsreform kein Anfassen der ersten geben. Will heißen, entweder das komplette Gebilde oder gar nichts. Einzelne Ortsteile einer Einheitsgemeinde können nicht wechseln. Wie es bei Verwaltungsgemeinschaften aussieht, ist ebenfalls strittig, wo wir wieder bei den Nordhäuser Problemen mit Rodishain und Stempeda, bzw. der Verwaltungsgemeinschaft im Südharz wären.
Bleiben wir aber bei Werther, das nach Meinung von Bleicherodes Bürgermeister Frank Rostek auf dem Tablett der Kreisstadt liege. Für die Einheitsgemeinde, die in diesem Jahr ihren 10. Geburtstag feiern wird, bleibt eigentlich nur Nordhausen übrig. Eine erste Verbrüderung wird es in diesem Jahr geben. Da schließen sich wahrscheinlich die Gewässerunterhaltungsverbände Werther-Görsbach und Harzvorland (Nordhausen-Urbach) zusammen. Man erinnere sich, die Nordhäuser hatten ihren ersten politischen Fuß auch mit einem Entsorgungsdeal in der Tür von Rodishain und Stempeda – dem stadteigenen Entwässerungsbetrieb.
Klaus Hummitzsch kann sich in Werther eigentlich bequem zurücklehnen. Noch ist vermutlich keine Stimmung in Richtung Nordhausen zu erheischen, der Gemeinderat blockt nach nnz-Informationen ab. Andererseits, wenn in Nordhausen wieder mal die Zeit für Gespräche anzubrechen scheint, dann können die Regierenden vor den Toren der großen Stadt warten. Ein Angebot wird Werther vermutlich erhalten.


