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Di, 13:15 Uhr
13.02.2024
Sonderausstellungen 2024

Thüringer Städte zeigen Einfallsreichtum

Auch mal abseits der gewohnten Pfade. Von den großen Namen der Kunst über regionalgeschichtliche Themen und Entdeckungen für die ganze Familie so lässt sich überschreiben, wie abwechslungsreich sich die Ausstellungslandschaft in den Thüringer Städten auch im Jahr 2024 gestaltet...

Porzellan der ahlers collection auf der Heidecksburg in Rudolstadt ©Stadt Rudolstadt, Ausstellung „SugarWOW“ Jan von Holleben auf der Heidecksburg in Rudolstadt (Foto: ©Stadt Rudolstadt, Ausstellung „SugarWOW“ Jan von Holleben auf der Heidecksburg in Rudolstadt) Porzellan der ahlers collection auf der Heidecksburg in Rudolstadt ©Stadt Rudolstadt, Ausstellung „SugarWOW“ Jan von Holleben auf der Heidecksburg in Rudolstadt (Foto: ©Stadt Rudolstadt, Ausstellung „SugarWOW“ Jan von Holleben auf der Heidecksburg in Rudolstadt)


Historisches und Zeitgenössisches wird verbunden, Nachwuchstalenten werden Foren geboten und sogar die Besucher selbst zur Partizipation aufgerufen.
Berühmte Meister und solche, die es werden wollen
Große Namen locken die Besucher in diesem Jahr in die Kunstausstellungen.

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Im Kunsthaus Apolda Avantgarde ist es gelungen, mit Rembrandt (1606 1669) eine der hochkarätigsten Ausstellungen bisher zu organisieren. Noch bis zum 28. April können seine Werke bestaunt werden, die sich mit der Gegenüberstellung unterschiedlicher Variationen desselben biblischen Themas auseinandersetzen. Diese Vorliebe ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass sich der Künstler intensiv mit Texten der Heiligen Schrift auseinandergesetzt hat und seine Werke eine tief durchdachte Deutung des Geschehens bieten.

Caspar David Friedrich gilt heute als einer der bedeutendsten deutschen Künstler der Romantik. Wenig bekannt ist, dass seine Karriere auch inWeimar begann und eng mit Johann Wolfgang von Goethe verbunden war. Die Klassik Stiftung Weimar bewahrt einen bedeutenden Bestand an Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken des Romantikers auf. Diese werden in der Ausstellung „Caspar David Friedrich, Goethe und die Romantik in Weimar“ vom 22. November 2024 bis 2. März 2025 präsentiert, in der die Verbindung der beiden Künstler im Mittelpunkt steht.

Im Kunsthaus Meyenburg in Nordhausen ist vom 9. März bis zum 26. Mai die Ausstellung „Lebensräume - Natur und Mensch“ zu sehen. Diese setzt sich auseinander mit dem Mensch-Natur-Lebensraum-Verhältnis aus der Sicht von Künstlern der letzten 120 Jahre. Gezeigt werden unter anderem Werke von Paul Cezanne, Salvador Dali, Roy Lichtenstein und Gerhard Richter.

Vom 8. Juni bis 8. September schließt sich die Schau „Mädchen, Mütter, Musen“ an. Sie stellt eines der ältesten Motive der Menschheitsgeschichte in den Fokus: die Frau, sowohl in ihren menschlichen Entwicklungsphasen, als auch in der Gesellschaft. Präsentiert werden Frauenbilder aus Malerei, Grafik und Plastik aus unterschiedlichen Kunstepochen von zahlreichen namhaften Künstlern wie Leonardo da Vinci, Albrecht Dürer, Marc Chagall, Max Klinger, Käthe Kollwitz, Ernst Barlach, Otto Mueller, Pablo Picasso und anderen.

Ab dem 16. Februar und nur für kurze Zeit ist in der Zentralheize Erfurt die Ausstellung „Inside Van Gogh“ zu sehen. Die Besucher erwartet ein völlig neu konzipiertes Multimedia-Spektakel, das auf noch nie zuvor gesehene Art und Weise die weltberühmten Kunstwerke des Malers Vincent van Gogh (1853-1890) präsentiert. Seine Gemälde werden mit Hilfe von aufwendigen Lichtinstallationen und Projektionen mehrfach vergrößert und an den Wänden der Präsentationsräume zum Leben erweckt.
In Erfurt beheimatet war der Landschaftsmaler Friedrich Nerly (1807-1878).

Das Forschungs- und Restaurierungsprojekt zu dessen Nachlass im Angermuseum Erfurt wird dieses Jahr in eine große Ausstellung münden, die vom dem 17. November 2024 bis zum 23. Februar 2025 zu sehen sein wird. Nerlys Künstlerpersönlichkeit und sein Werk gilt es vor dem Hintergrund der beginnenden Globalisierung zu sehen.

Auch in Gera wird dem bekannten Sohn Otto Dix ab dem 3. Oktober eine neue Werkschau gewidmet. In der Orangerie im Kirchgarten werden repräsentative Werke aus der Kunstsammlung Gera gezeigt (der umfangreichten Sammlung in öffentlicher Hand). Sie werden ergänzt durch die Sammlung Fritz Niescher und einer bedeutend erweiterten Dauerleihgabe der Otto Dix Stiftung Vaduz.

Das Schlossmuseum Sondershausen beschäftigt sich anlässlich des 90. Geburtstags von Ronald Paris (1933-2021) in einer Sonderausstellung vom 10. August bis zum 21. Januar 2025 schwerpunktmäßig mit den Porträts des Malers und Grafiker.
Im Altenburger Lindenau-Museum wird mit einer Schau dem von dort stammenden Maler Walter Jacob (1893-1964) gedacht. Unter dem Titel „Feuer und Farbe“ ist diese vom 8. Juni bis zum 25. August zu sehen. Dessen Leben und Werk waren geprägt von der scharfen Beobachtung der Natur, mit der er sich intensiv auseinandersetzte. Immer wieder zog es den rastlosen Künstler auf das Land, in die Berge und ans Meer, um die Schönheit und die Kraft von Pflanzen und Tieren in Zeichnungen und Gemälden festzuhalten.

Zeitgenössisch regional wird es im Lindenau-Museum mit der Ausstellung „Oltenburg“. Vom 20. April bis zum 19. Mai zeigen KünstlerInnen aus Altenburg und der Partnerstadt Olten, was eine 30 Jahre währende Freundschaft im kulturellen Austausch hervorgebracht hat. Um die Förderung des Kunstnachwuchses wird es in der Residenzstadt dann in der zweiten Jahreshälfte gehen. Zum zweiten Mal vergibt das Museum den Bernhard-August-von-Lindenau-Förderpreis an eine Absolventin oder einen Absolventen einer mitteldeutschen Kunsthochschule. Die Ausstellung vom 8. September bis 27. Oktober stellt die Arbeiten der acht Nominierten vor.
Autor: emw

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