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Fr, 12:35 Uhr
16.06.2023
70 Jahre Volksaufstand in der DDR

Lehren des 17. Juni wirken bis heute fort

Am 17. Juni jähren sich die Ereignisse des Volksaufstandes in der DDR zum 70. Mal. Zum den Lehren der Geschichte und ihrer Relevanz für die Gegenwart äußert sich die Union der Vertriebenen in Person von Egon Primas...

„Wir wollen freie Menschen sein!“ Diese Botschaft des 17. Juni 1953 ist das Herzstück und der Fokus aller Forderungen, mit denen in der damaligen DDR vor 70 Jahren mehr als eine Million mutige Menschen gegen das SED-Unrecht aufbegehrten, sei es mehr Demokratie, bessere Lebensbedingungen oder die Einheit Deutschlands. Das Regime kam gegen die Proteste nur an, indem es die Maske der Menschenfreundlichkeit ein für alle Mal fallen ließ und Panzer und Soldaten gegen die eigenen Bürger schickte.

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„Die damaligen Ereignisse dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Daher ist es gut, dass der Bundesausschuss der CDU Deutschlands angesichts des morgigen 17. Juni besonders an dieses Jubiläum erinnert und damit auch den Opfern der SED-Diktatur ein ehrendes Andenken bewahrt.“, erklärt der Bundesvorsitzende der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung der CDU/CSU (OMV) – Union der Vertriebenen und Flüchtlinge, Egon Primas.

Gerade diejenigen Opfer verdienen Beachtung, deren Schicksal noch immer nicht ausreichend aufgearbeitet wurde. Wem die Flucht gelang oder wer freigekauft wurde, litt häufig noch bis zum Mauerfall unter den „Zersetzungsaktionen“ der Stasi und somit unter Angriffen auf die neugewonnene Freiheit. Die OMV setzt sich daher dafür ein, dass auch diese Machenschaften des DDR-Regimes erforscht und aufgeklärt und die Opfer angemessen entschädigt werden.

Die Lehren aus dem 17. Juni 1953 wirken bis heute fort. Damals – ebenso wie später beim ungarischen Volks- aufstand 1956 und beim Prager Frühling 1968 – trat das Wesen solcher Unrechtssysteme ungeschminkt und in seiner schlimmsten Ausprägung zutage. Jeder, der dort Freiheit wollte oder Systemkritik übte, wurde be- spitzelt, als Staatsfeind gebrandmarkt, inhaftiert und schlimmstenfalls hingerichtet. Im Umgang mit Diktatoren und Autokraten und aktuell besonders angesichts des Krieges Russlands gegen die Ukraine gilt es, diese Lektion besonders im Blick zu behalten und solchen Systemen entschlossen entgegenzutreten.

Damals kämpften DDR-Bürger für die Freiheit und die Einheit Deutschlands. Ihre Mitbürger in der Bundesrepublik sprangen ihnen bei, indem der 17. Juni zum „Tag der deutschen Einheit“ und später zum „Nationalen Gedenktag des deutschen Volkes“ erklärt wurde. Gerade die deutschen Heimatvertriebenen, Flüchtlinge, Aussiedler und Spätaussiedler in der OMV und den Unionsparteien hielten an der Symbolkraft dieses Gedenktages fest und setzten sich bis zuletzt für die deutsche Einheit ein.

Heute kämpfen die Bürger der Ukraine für ihre Freiheit und für Demokratie. Sie kämpfen aber auch für unser aller Freiheit in Europa. Deshalb gilt für alle europäischen Länder, der Ukraine beizustehen, damit die Freiheit im Kampf gegen Unrecht und Unterdrückung besteht.
Autor: red

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Kommentare
ArreeTim
16.06.2023, 12:53 Uhr
Die Lehren des 17. Juni (siehe Einsatz Westkampfgruppe (IFA Museum Ausstellung) lückenlos offen leg.
Ja richtig, nur offenbar wurde auch in Nordhausen zweifellos aus dem Westen heraus mitgeputscht, für die Freiheit. Warum wird das immer unterschlagen? Es geht immer nur um die Befindlichkeiten des Ostregimes der SED, die sich als "Partei neuen Typs Leninscher Prägung" sah, eine Farce. Dabei sind viele Freiheitskämpfer aus dem Westen in der DDR sogar zum Tode verurteilt worden, insbesondere dieser KGU, der Freiheit- Kampfgruppe gegen die Unmenschlichkeit/West Berlin! Macht auf die Archive West, damit die Deutsch- Deutsche Geschichte endlich objektiviert werden kann! Selbst CIA-Berichte gibt es dazu schon.
Echter-Nordhaeuser
16.06.2023, 13:14 Uhr
Bürger der Ukraine
Sie haben genauso viel Demokratie wie wir zu DDR Zeiten und Kämpfen tun sie auch nicht für unsere Freiheit in Europa.
Anna Lüst
16.06.2023, 16:13 Uhr
Ein guter Artikel
bis zum letzten Absatz.
WAS HAT DER KRIEG IN DER UKRAINE MIT DEM VOLKSAUFSTAND VOM 17. JUNI ZU TUN?
Kein Wort davon, dass die Nachfolger der SED immer noch politische Verantwortung tragen, die SED - Altmitglieder nicht entfernt haben, das SED - Vermögen für sich beanspruchen und sich auch noch demokratisch nennen.
Stattdessen der Bezug zum Ukrainekrieg, der, so völkerrechtsverletzend dieser ist, nichts, aber auch gar nichts mit dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 zu tun hat.
Und doch werden wir, weil wir Demokraten sind, die scheinheiligen Beifallsbekundungen der Linken am morgigen Tag tolerieren. Wir brauchen keine Antifa - Schlägertruppen.
Ich hege keinen Hass gegen das ukrainische Volk.
Im Gegenteil, ich freue mich, dass sie unsere Freiheit an der Nordhäuser Tafel verteidigen.
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