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Fr, 11:19 Uhr
30.09.2022

Acht auf einen Streich

Ende September trafen sich über 40 Experten zum Thema Gipsrecycling im Südharz im Rahmen der Bundesförderung „WIR! Wandel durch Innovation in der Region“. Hier ein Bericht darüber...

Das große Ziel des bundesweiten WIR!-Förderprogramms ist ein nachhaltiger Strukturwandel in der Region durch Innovationen - initiiert, geplant und umgesetzt von engagierten Akteuren vor Ort. Vor diesem Hintergrund hat der Verein für Regionalentwicklung Bleicherode ein zweitägiges Statustreffen des WIR! Bündnisses „Gipsrecycling Chance für den Südharz“ im Kulturhaus Bleicherode organisiert.

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Dort tauschten sich über 40 Experten aus ganz Deutschland über die bisherigen fünf von acht Förderjahren aus. Im Mittelpunkt standen acht Fachprojekte, die die Minimierung des Naturgipsabbaus sowie das Schließen der zukünftigen Gipslücke u.a. durch ein Recycling von Gipsabfällen zum Ziel haben. Dazu bedarf es jeder Menge Kooperation, Tests, Abstimmungen und Verständigungen zwischen Forschung, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Zum Statustreffen am 22./23. September wurden deshalb Vorhaben und Ergebnisse präsentiert, weitere Ideen besprochen und das eigene Netzwerk mit neuen Kontakten erweitert. Inhalte der acht Fachprojekte sind zum Beispiel das Rückführen, Sortieren, Trennen, Aufbereiten von Gipsabfällen sowie das Konzeptionieren innovativer Recycling-Gipsprodukte für den Endkunden. Auch alternative Baustoffe sind ein Forschungsfeld zum Erreichen des Gesamtziels. „Acht auf einen Streich ist ein kurzweiliges und erfrischendes Format“ sagte einer der Gäste.

Stattgefunden hat das Treffen im Kulturhaus Bleicherode. Nach einer Sitzung des Beirates zur Beratung weiterer Innovationprojekte, startete mittags der Fachaustausch mit Vorträgen, Projektvorstellungen und jeder Menge Zeit für einen intensiven Austausch. Am Abend wurde für das gesundheitliche und leibliche Wohl gesorgt: ein historischer Stadtspaziergang durch Bleicherode sowie eine Verkostung regionaler Spezialitäten sorgten für eine wahrlich sinnliche Wahrnehmung der Region, die wohl lange in schöner Erinnerung bleibt. Am Folgetag besuchten die Experten die Südharzer Gipskarstlandschaft im Rahmen einer Busexkursion. Herzlichen Dank an dieser Stelle an den Kreiswegewart Andreas Heise vom Förderverein Karstwanderweg Landkreis Nordhausen, der neben einer Vielzahl interessanter Wandertipps auch über viel Wissenswertes zum weißen Gipsgestein und der Geschichte des Gipsabbaus im Südharz berichtete.

Zum Abschluss wurde das neue Thüringer Innovationszentrum für Wertstoffe (ThIWert) von Prof. Dr. Ariane Ruff, der Koordinatorin des WIR!-Bündnisses, vorgestellt und besichtigt. Mit einer Thüringer Rostbratwurst verabschiedeten sich die Gäste und traten den Heimweg an im Gepäck: viele Erkenntnisse, neue Kontakte und schöne Erinnerungen an den Südharz.
Der Verein für Regionalentwicklung unterstützt seit 2021 das WIR!-Bündnis „Gipsrecycling als Chance für den Südharz“ als vierter Initialpartner neben der Hochschule Nordhausen, der Bauhaus Universität Weimar und der CASEA GmbH aus Ellrich. Als operative Servicestelle unterstützt der Verein die mittlerweile über 25 Bündnispartner im Innovationsmanagement durch Beratungen, Coachings, Trainings, Fördermittelanträge, Kompetenzerweiterungen etc.. Ansprechpartnerinnen sind Frau Jana Henning-Jacob und Frau Katja Westermann-Credo.

Der Verein für Regionalentwicklung bedankt sich bei allen Gästen, Mitwirkenden und Unterstützern für zwei unterhaltsame und informative Tage. Die Förderung erfolgt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über das Programm "WIR!- Wandel durch Innovation in der Region".
Katja Westermann-Credo
Autor: red

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