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Mi, 12:30 Uhr
08.02.2006

Keine Konkurrenz

Nordhausen (nnz). Schön öfter hatte die nnz in den zurückliegenden beiden Jahren über die Etablierung eines medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) am Südharz-Krankenhaus berichtet. Wie ist der Aufbau der „Poliklinik“ vorangeschritten? Diese Frage stellten wir dem Krankenhaus-Geschäftsführer Antonius Pille.


Der Stadtrat hatte nach dem Kreistag Anfang des Monats die Gründung des MVZ als Tochter der Hilfswerk gGmbH beschlossen. Jedenfalls ist Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) beauftragt worden, diesen Schritt als Gesellschafter der Südharz-Krankenhaus gGmbH zu vollziehen. Indes wird im MVZ schon lange gearbeitet. Drei Mediziner – eine Allgemeinmediziner, ein Pathologe und ein Hautarzt – behandeln die Patienten. Ab dem 1. April hofft Antonius Pille auf „Nachwuchs“ in dem Poliklinik-Nachfolger. Derzeit läuft ein entsprechendes Verfahren beim Zulassungsausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung in Weimar.

Die endgültige Ausbaustufe soll laut Pille mit sieben bis acht Ärzten erreicht sein. Vorher soll auch der Umzug des MVZ in die neuen Räumlichkeiten im Bettenhaus 1, in der ehemaligen Hautabteilung erfolgt sein. Mit dieser Besetzung wäre auch eine Ausweitung der Sprechzeiten möglich, so dass die Dienste der angestellten Ärzte auch von der „werktätigen Bevölkerung“ in Anspruch genommen werden können.

Eine Konkurrenz zu den niedergelassenen Ärzten sieht der Krankenhaus-Geschäftsführer hingegen nicht. Schließlich muß sich auch das MVZ um einen so genannten Kassenarzt-Sitz bewerben, wenn kein Sitz im Landkreis Nordhausen frei ist, dann „haben auch wir keine Chance“. Und letztlich habe auch jeder Kassenarzt-Sitz sein eigenes Budget. Das MVZ könnte aber eine Alternative sein, wenn es schwierig wird, einen Nachfolger für eine Arztpraxis zu finden. Beispiele im Landkreis Nordhausen gibt es dafür genug.

Weitere nnz-Beiträge und Informationen über das Medizinische Versorgungszentrum finden Sie unter den folgenden Links: (Artikel 1) und (Artikel 2) sowie (MVZ)
Autor: nnz

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