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Mo, 12:07 Uhr
31.01.2022
Lokalpolitiker fordern eine Ende der Kriegshysterie

Linke will das Säbelrasseln um Ukraine beenden

Unter der Überschrift: „Meinst du, die Russen wollen Krieg?“ haben die Lokalpolitiker Petra Hauthal und Matthias Mitteldorf (beide DIE LINKE) sich zum schwelenden Konflikt an der ukrainischen Grenze geäußert.

Beide fordern die Bundesregierung auf, das Säbelrasseln zu beenden. „Derzeit wird in Europa eine nie da gewesene Kriegshysterie heraufbeschworen, wie wir sie in den letzten Jahrzehnten nicht erlebt haben. Nicht nur die verbale Aufrüstung macht uns fassungslos“, konstatiert Petra Hauthal aus Bleicherode.

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„Nach dem Desaster der NATO und den USA in Afghanistan 2021 sucht man nun offenbar zur eigenen Legitimation neue Feinde und riskiert damit den Frieden in Europa. Dagegen möchten wir entschieden unsere Stimme erheben, denn das Säbelrasseln schadet uns allen! Wir brauchen Frieden für unsere Völker, für unsere Familien, für unsere Volkswirtschaften, für unser ‚gemeinsames Haus‘. Wir müssen Partner sein und keine Gegner“, ergänzte Matthias Mitteldorf.

„Als Linke beanspruchen wir ganz sicher nicht, für nur eine beteiligte Seite dieses wichtigen völkerrechtlichen Konfliktes Partei zu ergreifen. Was wir aber fordern ist, dass die Minsk II - Verträge vom 12. Februar 2015 endlich umgesetzt werden“, unterstreicht Mitteldorf weiterhin.

Vor sieben Jahren unterschrieben die Ukraine, Russland, die Vertreter der selbst ausgerufenen Republiken Donezk und Lugansk und die OSZE unter Vermittlung von Deutschland und Frankreich diesen Vertrag, der unter anderem den sofortigen Abzug aller militärischen Kräfte auf dem Gebiet der Ukraine beinhaltet sowie eine ukrainische Verfassungsänderung und freie Wahlen vorsieht. Durch die Bestätigung der UNO ist der Minsker Vertrag aus Sicht der Linken auch völkerrechtlich bindend. „Die Ukraine hat die wichtigsten Punkte bis heute nicht erfüllt und die Europäische Union hat nicht mehr auf die Umsetzung dieser Verträge gedrungen. Anstatt also jetzt allein Russland für alles verantwortlich zu machen, was in Westeuropa schief läuft, ist es die Aufgabe der Bundesregierung dieser Hysterie im Sinne der Diplomatie Einhalt zu gebieten. Wir erwarten daher Entspannung statt weiterem Säbelrasseln der westeuropäischen Außenpolitik“, fordert Petra Hauthal.

„Wir glauben nicht, dass Russland wirklich Krieg will. Es wäre auch die Katastrophe schlechthin. Daher ist die jetzige NATO-Politik das absolut falsche Signal“, sind sich die kommunalpolitisch Aktiven sicher.
Autor: red

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Kommentare
benny 1998
31.01.2022, 15:13 Uhr
Russland will keinen Krieg
Frau Hauthal und Herr Mitteldorf haben völlig recht das Russland keinen Krieg will.Hier wird vom Westen ein kalter Krieg geschürt.Haben wir denn in Deutschland nicht selbst genügend Probleme ?Müssen wir uns immer in die inneren Angelegenheiten andere Staaten einmischen?Man kann nur hoffen das sich Russland nicht weiter provoziert fühlt und der Frieden in Europa nicht gefährdet wird
Gehard Gösebrecht
31.01.2022, 16:00 Uhr
Das sehe ich anders
Der Ivan sieht seine Einflussbereich in Europa schwinden und will mit aller Macht verhindern, dass die NATO weiter an Moskau heranrückt.
Ist ja aus russischer Sicht irgendwie verständlich, aber aus westlicher Sicht nicht akzeptabel.
Schließlich soll doch irgendwann die amerikanische Flagge über dem roten Platz wehen, damit die westliche Freitheit überall präsent ist.
jayjay
31.01.2022, 16:05 Uhr
Krieg
1. @benny 1998: Wenn Rußland keinen Krieg will, dann muß es erlaubt sein zu fragen, warum hat Putin z.B. die Krim vereinnahmt?
2. es ist doch klar, dass für "Die Linke" (Kommunisten) der Diktator Putin Ihr Genosse ist.
Leser X
31.01.2022, 17:03 Uhr
Partei ergreifen
Sorry, aber natürlich muss man für eine Seite Partei ergreifen. Das ist unbequem. Aber wenn eine Seite ständig am Lügen ist, kommt man nicht umhin. Also - nur Mut, liebe Linke! Traut Euch endlich mal wieder was!
diskobolos
31.01.2022, 17:08 Uhr
Für Sie, jayjay, ist Putin ein Kommunist?
Und die Linken eine kommunistische Partei? Vielleicht sollten Sie doch noch einmal bei Marx nachlesen...
GN24
31.01.2022, 19:00 Uhr
...Säbel rassel
...sollte sofort beendet werden. Ich bin ganz sicher kein Freund der SED nachfolge Partei.
Aber hier haben die Autoren absolut recht. Keinen Menschen in ganz Europa würde ein Krieg gut tun. Nur den " NATO Partnern " über den großen Teich. Sie wollen ihre Interessen egal wo auf der Welt -Asien, Nahen Osten oder nun auch in Osteuropa vertreten sehen. Auf ihren Kontinent gab es noch keine verherende Kriege. @ jayjay was heißt Krim vereinnahmt. Lesen oder vielleicht lassen sie sich mal die Geschichte der Krim vorlesen. Es leben auch jetzt noch 90 % Russen dort. Die aber nicht mal ihre Heimatsprache lernen dürfen.
grobschmied56
31.01.2022, 19:31 Uhr
Putin wurde in der UDSSR sozialisiert ...
... als diese noch ihre größte Macht und Ausdehnung hatte. Seine Lehrjahre absolvierte er beim KGB.
Ein Mensch, vor dem man sich in Acht nehmen sollte.
Nur sollte man ihn eben auch als gleichwertigen Partner behandeln und nicht wie einen Paria.
Genau das fand wohl auch Schönbach.
Vizeadmiral Schönbach hatte bei einem Auftritt in Indien Verständnis für den russischen Präsidenten Wladimir Putin geäußert. „Was er wirklich will, ist Respekt auf Augenhöhe. Und - mein Gott - jemandem Respekt entgegenzubringen, kostet fast nichts, kostet nichts. Also würde man mich fragen: Es ist leicht, ihm den Respekt zu geben, den er fordert - und den er vermutlich auch verdient.“
Was klingt daran unvernünftig oder gar unannehmbar?
Für mich eigentlich nichts. Für unsere neue Rot-Grüne (stimmt die Reihenfolge noch?) Regierung offenbar eine schlimmere Provokation, als hätte der Mann den Kernwaffensperrvertrag für Deutschland aufgekündigt und die Bewaffnung der Bundeswehr mit Minuteman III - Raketen und MIRVs nicht unter dem W-78 gefordert.
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