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Mi, 08:47 Uhr
01.12.2021
Land stellt Mittel zur Verfügung

Vier Millionen für das Theater

Der Freistaat Thüringen und die Stadt Nordhausen haben sich über die Finanzierung der zu erwartenden Mehrkosten der Sanierung und Erweiterung des Theaters Nordhausen geeinigt. Das Land wird fast vier Millionen Euro zusätzlich bereitstellen...

„Als Stadt Nordhausen erkennen wir ausdrücklich die Bemühungen des Freistaats Thüringen an, auch hier stabile Rahmenbedingungen zu setzen und die Möglichkeiten, die der Landeshaushalt bietet, der Sanierung und Erweiterung des Theater Nordhausens zugutekommen zu lassen“, zeigt sich Oberbürgermeister Kai Buchmann gegenüber dem Freistaat Thüringen dankbar. „Mit der gestiegenen Landeszuweisung können wir zu erwartende Preissteigerungen bei Ausschreibungen für die Jahre 2022 bis 2024 abfedern.

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Damit reagieren wir als Stadtverwaltung noch während der Bauphase auf sich abzeichnende Mehrkosten und planen transparente Kostenerhöhungen für eines der wichtigsten Bauprojekte der Stadt und des Landes, rechtzeitig und nicht im Nachgang, ein. Basis der Landeszuwendung ist darüber hinaus ein überaus großes Vertrauen und eine kollegiale Zusammenarbeit auf beiden Seiten. Die Stadtverwaltung - von den Sachgebieten bis zur Rathausspitze - ist jederzeit und erfolgreich in der Lage, sich für die Belange der Stadt auf Landesebene einzusetzen“, so Buchmann abschließend. Dies unterstreichen auch die jüngst durch das Land Thüringen ausgezahlten 4,5 Millionen Euro aus dem Corona-Härtefallfonds. Damit erhielte die Stadt 58 % der landesweit ausgeschütteten Gelder.

Positiv wurde neben der städtischen Finanzierung der Interimsspielstätte seitens des Landes gesehen, dass im steten Dialog mit den Architekten und Fachplanern wirtschaftliche Lösungen und Varianten erarbeitet wurden, die bisher absicherten, dass die Ausschreibungsergebnisse
im Rahmen der Kostenberechnung der HU Bau lagen. Zur Einhaltung der Kosten wurden Reduzierungen am Leistungsumfang bei einzelnen Gewerken vorgenommen, wenn die erstellten Kostenberechnungen bereits vor den Ausschreibungen über den Budgets lagen. Es wurden Alternativen und Lösungen gefunden um Kosten zu optimieren, zu minimieren beziehungsweise um die entsprechenden Vorgaben der HU Bau einzuhalten.

Nach dem derzeitigen Bauablauf ist es geplant, im Jahr 2022 die Baugewerke für den 2. BA, die Sanierung des historischen Bestandsgebäudes, auszuschreiben und zu vergeben. Hier werden vor allem durch die aktuellen Preissteigerungen bei Baustoffen und Leistungen Mehrkosten erwartet.

Das Theater Nordhauen hat über das künstlerische Angebot hinaus eine bedeute Rolle auch über die Stadtgrenzen hinaus. Die wirtschaftlichen Entwicklungschancen für Nordthüringen und die gesamte Region Südharz und Harz können und müssen nachhaltig durch ein qualitätsvolles Kulturangebot unterstützt werden. Nur so kann Nordhausen als größte Stadt der Region der besonderen Funktion als Entwicklungskern gerecht werden. Das Zusammenspiel von Kultur, Bildung, Forschung und Wirtschaft ist hier an der Peripherie des Landes Thüringen und insbesondere auch für die angrenzenden Regionen der Bundesländer Sachsen-Anhalt und Niedersachsen von außerordentlicher Bedeutung.

Bauabschnitte der Sanierung und Erweiterung des Theaters Nordhausen: Im Ersten Bauabschnitt, ab Mitte 2020 bis voraussichtlich Sommer 2022, werden zunächst durch einen mehrgeschossigen Anbau an die rückwärtige Seite des Theaters zusätzliche Nutzflächen für Werkstätten, Hinterbühne, Büro- und Sanitärräume geschaffen, die für die räumliche Entlastung im Haupthaus und den Wegfall einzelner Werkstattgebäude sorgen werden. Dadurch werden Brandschutz und die Arbeitssicherheit für die Theatermitarbeiter verbessert.

Im zweiten Bauabschnitt geht es um die Sanierung und Erweiterung des 100- jährigen Theatergebäudes. Auch da werden hauptsächlich der Brandschutz, die Haustechnik, die Bühnentechnik und die Statik ertüchtigt. Das „Theater unterm Dach“ erhält einen 2. baulichen Rettungsweg und kann somit als weitere Spielstätte im Haus erhalten werden. Weitere Maßnahmen konzentrieren sich auf die barrierefreien Zugänge zu allen Ebenen des Theaters, dies wird durch die Anordnung eines Aufzuges an der Nordseite realisiert. Der Orchestergraben wird erweitert und im Zuschauerraum werden bauliche Veränderungen vorgenommen, die zukünftig die Akustik wesentlich verbessern. Alle geplanten Maßnahmen werden mit Spielzeitbeginn 2024/2025 abgeschlossen sein.
Autor: red

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