Di, 08:13 Uhr
24.08.2021
EINE SCHWARZE WOLKENFRONT BEDEUTETE NICHTS GUTES
Sekundenschnell: Schlammlawine rollte ins Dorf
Örtlich starke Niederschläge sagte der Wetterbericht voraus. Was das bedeutete, erlebten die Günzeröder anschaulich. Georg Brockt berichtet für die nnz. Doreen Spieß hielt das Geschehen in Bildern fest...
Eine Schlammlawine rollte ins Dorf, Feuerwehren waren im Einsatz (Foto: Doreen Spieß)
Günzerode. Es war der 22. August, der Sonntag Sonntag. So gegen 15.30 Uhr kam meine Gattin aus dem Garten. Vom Westen her komme eine schwarze Wolkenfront auf uns zu, bemerkte sie. Das bedeutet nichts Gutes, dachte ich insgeheim. Wenige Minuten später, meine Frau war kaum im Zimmer, krachte es aus der Wetterfront immer heftiger. Dann begann es zu regnen. Immer heftiger. Es schüttete wie aus Eimern. Mindestens 40 Liter auf den Quadratmeter könnten es gewesen sein, schätzte mein Nachbar.
Ein Wetter, wie ich es hier noch nicht erlebte. Die Dachfenster begannen zu rappeln. Man hörte den Hagel auf die Scheiben trommeln. Wir fürchteten um unser Auto auf dem Parkplatz. Es war nagelneu. Später hörten wir die Feuerwehr. Sie sperrte die Straße ab. Keiner wusste so richtig, was genau los war. Aber man konnte erahnen, dass so ein Unwetter nur Unheil mit sich brachte.
Das hatte es in sich, wie die Bilder offenbarten. Günzerode liegt im Tal zwischen Hamsterberg und der Waldung Am Hagen. Dort, am Hang, musste es punktgenau sinnflutartig niedergeprasselt sein. Man vermutete 50 Liter/Quadratmeter. Diesen Wassermassen war ein frisch bearbeiteter Acker nicht gewachsen. Das Wasser riss das Erdreich vom Feld, formte eine mächtige Schlammlawine. Die ergoss sich über die Kreuzung (Mauderode) Richtung Hegegasse, überschwemmte Grundstücke, drückte in Garagen und Keller.
Schlamm drückte in Garagen und Kellern. (Foto: Doreen Spieß)
Dann hörte der Regen auf. Die Feuerwehr räumte und säuberte Straßen und Abflüsse. Mein Nachbar hatte die Autos gezählt, die zwischenzeitlich umgeleitet werden mussten. Über 700 sollen es gewesen sein, auch Wohnwagen darunter. Um 16.30 Uhr war der Spuk vorbei. Mein Auto war zum Glück heil geblieben.
Georg Brockt
Autor: psg
Eine Schlammlawine rollte ins Dorf, Feuerwehren waren im Einsatz (Foto: Doreen Spieß)
Günzerode. Es war der 22. August, der Sonntag Sonntag. So gegen 15.30 Uhr kam meine Gattin aus dem Garten. Vom Westen her komme eine schwarze Wolkenfront auf uns zu, bemerkte sie. Das bedeutet nichts Gutes, dachte ich insgeheim. Wenige Minuten später, meine Frau war kaum im Zimmer, krachte es aus der Wetterfront immer heftiger. Dann begann es zu regnen. Immer heftiger. Es schüttete wie aus Eimern. Mindestens 40 Liter auf den Quadratmeter könnten es gewesen sein, schätzte mein Nachbar.
Ein Wetter, wie ich es hier noch nicht erlebte. Die Dachfenster begannen zu rappeln. Man hörte den Hagel auf die Scheiben trommeln. Wir fürchteten um unser Auto auf dem Parkplatz. Es war nagelneu. Später hörten wir die Feuerwehr. Sie sperrte die Straße ab. Keiner wusste so richtig, was genau los war. Aber man konnte erahnen, dass so ein Unwetter nur Unheil mit sich brachte.
Das hatte es in sich, wie die Bilder offenbarten. Günzerode liegt im Tal zwischen Hamsterberg und der Waldung Am Hagen. Dort, am Hang, musste es punktgenau sinnflutartig niedergeprasselt sein. Man vermutete 50 Liter/Quadratmeter. Diesen Wassermassen war ein frisch bearbeiteter Acker nicht gewachsen. Das Wasser riss das Erdreich vom Feld, formte eine mächtige Schlammlawine. Die ergoss sich über die Kreuzung (Mauderode) Richtung Hegegasse, überschwemmte Grundstücke, drückte in Garagen und Keller.
Schlamm drückte in Garagen und Kellern. (Foto: Doreen Spieß)
Dann hörte der Regen auf. Die Feuerwehr räumte und säuberte Straßen und Abflüsse. Mein Nachbar hatte die Autos gezählt, die zwischenzeitlich umgeleitet werden mussten. Über 700 sollen es gewesen sein, auch Wohnwagen darunter. Um 16.30 Uhr war der Spuk vorbei. Mein Auto war zum Glück heil geblieben.
Georg Brockt









