eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Do, 15:47 Uhr
22.04.2021
Baustellengeschichten aus der Gemeinde Hohenstein

Sperrung auf der B 243 wird im Mai aufgehoben

Der Stadtentwässerungsbetrieb Nordhausen hat im vergangenen Sommer begonnen im Ortsteil Holbach der Gemeinde Hohenstein eine öffentliche Kanalisation zu errichten. Die Arbeiten hatten auch Folgen für die Bundesstraße B 243...

Die anfallenden Schmutzwässer sollen in einer vollbiologischen Kompaktkläranlage für 800 Einwohnergleichwerte entsprechend den Regeln der Technik gereinigt werden. Dabei handelt es sich um eine Maßnahme im Thüringer Landesprogramm Gewässerschutz der Jahre 2016 bis 2021 zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Ziel ist die Nährstoffreduzierung und damit die Verbesserung der Gewässerqualität der Helme.

Anzeige symplr (1)
In diesem Jahr unterstützt der Freistaat Thüringen den Stadtentwässerungsbetrieb beim Bau des Anschlusses des Ortsteiles Holbach und den Bau der Kläranlage durch eine erhöhte Förderung, die bei einer Bauausführung in einem anderen Zeitraum, zum Beispiel nach Fertigstellung der neuen Bundesstraße, nicht mehr möglich gewesen wäre. Die Gemeinde nutzt die Arbeiten in Holbach zur Verlegung einer Leerrohren für den Breitbandausbau und die TEN für die Verkabelung der restlichen Freileitungen in der Neubauernsiedlung im Ort.

Die geplante Vollsperrung der B 243 konnte erst drei Wochen verspätet durch den verzögerten Abschluss der Bauarbeiten an der Helmebrücke nach Pützlingen Ende September 2020 eingerichtet werden. Im Zuge des Kanalbaus in Holbach stellte sich heraus, dass unter den bituminösen Schichten der Bundesstraße keine ausreichende Tragfähigkeit (Schotter) vorhanden war, so dass das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehrs (TLBV) sich gezwungen sah, die Restflächen neben dem Kanalbau auch zu ertüchtigen und damit in einen adäquaten Zustand zu versetzen. Mit diesen zusätzlichen Arbeiten konnte der Straßenbau der B 243 im vergangenen Jahr nicht abgeschlossen werden.

Von links: Polier Mark Rühlemann, Bauleiter Roland Wiesner (beide Mütze & Rätzel Bauunternehmen GmbH), Andreas Gerbothe, Toralf Kanowski und Heiko Maulhardt (Ingenieurbüro Meinecke GmbH)  (Foto: Gemeinde Hohenstein) Von links: Polier Mark Rühlemann, Bauleiter Roland Wiesner (beide Mütze & Rätzel Bauunternehmen GmbH), Andreas Gerbothe, Toralf Kanowski und Heiko Maulhardt (Ingenieurbüro Meinecke GmbH) (Foto: Gemeinde Hohenstein)


Da seit vielen Jahren zum Jahresanfang, den Kindern sehr zur Freude, richtiges Winterwetter einsetzte, mit viel Schnee und strengem Frost, konnten die Arbeiten auf der Baustelle erst am 22. Februar dieses Jahres wiederaufgenommen werden.

Anfang März musste die Landesstraße zwischen Schiedungen und Holbach, die als Umleitungsstrecke genutzt wird, kurzfristig für rund 300.000 Euro saniert werden. Durch den starken Winter und den hohen Schwerlastverkehr war eine Befahrung nicht mehr möglich. Große Probleme für die Gemeinde stellte generell mit Einrichtung der Vollsperrung der Ortsdurchfahrt Holbach die zahlreichen Nutzungen der gesperrten Anwohnerstraßen insbesondere durch ausländische LKW’s dar, die dabei sämtliche Straßensperrungen und Verkehrsbeschilderung ignorierten, sich sogar einen Weg über Gassen, reine Anliegerstraßen und ländliche Wege suchten und so enorme Schäden in der Gemeinde verursachten. Für alle betroffenen Anwohner und Akteure ein riesiges Ärgernis und eine enorme zusätzliche Belastung.

Mit Aufnahme der Arbeiten zum Jahresbeginn wurde der Bauablaufplan überarbeitet. Dieser sah vor, bis Ende Mai 2021 die Vollsperrung der B 243 in der Ortslage aufzuheben. Bis zum 16. April wurde in großen Abschnitten der Bitumen bereits eingebaut. Zurzeit erfolgen in den Nebenanlagen weitere Arbeiten (Pflaster Gehwege, Fahrbahnmarkierung…), die nur unter einer Vollsperrung ausgeführt werden können. Das TLBV nutzt weiterhin die Sperrung zur Reparatur der B 243 in Richtung Nordhausen.

Bei einem Vor-Ort-Termin nutzen heute Vertreter der Gemeinde Hohenstein die Gelegenheit, mit Vertretern des Stadtentwässerungsbetriebes, der bauausführenden Firma sowie der Planer letzte Details des weiteren Bauablaufes zu diskutieren. „Ich freue mich sehr, insbesondere für unsere von den Bauarbeiten betroffenen Bürgern mitteilen zu können, dass die Bundesstraße ab 17. Mai 2021 wieder für den durchgehenden Verkehr freigegeben werden kann“, sagte der zurzeit staatlich Beauftragte und bisher ehrenamtliche Bürgermeister Andreas Gerbothe. „Bauarbeiten im Bereich von Kanalisationen sind immer mit Behinderungen und Beeinträchtigungen verbunden“, konstatiert Toralf Kanowski, der Leiter des Stadtentwässerungsbetriebes, der vor allem die Unterstützung seitens der Gemeinde Hohenstein bei der kurzfristigen Klärung von aufgetretenen Problemlagen hervorhebt.

Dem schließt sich auch der Vertreter der bauausführenden Firma, Roland Wiesner, an. Das Unternehmen Mütze und Rätsel wird als Dank an die Einwohner der Einheitsgemeinde eine Waldschänke am Grillplatz in Holbach aufstellen.

Die Gesamtinvestitionen für den Kanalbau, die Kläranlage sowie für den zusätzlichen Straßenbau belaufen sich nach derzeitigem Stand auf über drei Millionen Euro. In den folgenden Jahren sollen dann die Ortsteile Klettenberg, Liebenrode, Obersachswerfen Schiedungen und Trebra an die Kläranlage Holbach angeschlossen werden. Die Anbindung des Ortsteiles Klettenberg wird noch in diesem Jahr begonnen.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
emmerssen
22.04.2021, 18:33 Uhr
Eine Waldschänke als Dank?
Das Danke hätten viel mehr die von der Umleitung der B 243 geplagten Einwohner der anderen Ortsteile verdient. Auch eine Einwohnerversammlung in den Ortsteilen im Vorfeld mit den dazu gehörenden Erklärungen wären angebracht gewesen. Hier haben wir den nun fast täglich in der NNZ präsenten Herrn Gerbothe vermißt. Da könnte man den Einwohnern auch gleich vermitteln, wie es technisch und finanziell realisiert werden soll die Abwässer der weiter weg liegenden Ortsteile über mehrere Kilometer und Berge nach Holbach zu pumpen.
Otto77
22.04.2021, 21:51 Uhr
emmerssen: manchen Menschen ist eben das Hemd näher als die Hose
Es ist richtig, dass die Einwohner der Orte wie Branderode, Schiedungen und Obersachwerfen unter dem Umleitungsverkehr gelitten haben und so Einiges ertragen mussten. Die Orte haben aber ca. 10 Monate jeweils nur einen Teil des Verkehrs ertragen müssen den die Holbacher seit 30 Jahren ertragen. Aus meiner Sicht gilt als erstes der Dank den Holbachern die sich während der Bauphase fast täglich auf andere Situationen einstellen mussten und Schäden an ihren Straßen und Wegen durch rücksichtslose Kraftfahrer hinnehmen mussten. Ja, es ist auch richtig, dass sich der amtierende Bürgermeister, Herr Gerbothe, für den baldigen Abschluss dieser Baumaßnahme ins Bild rücken darf, denn hätte er nicht an der Kooperation mit dem Stadtentwässerungsbetrieb Nordhausen festgehalten, wäre der Bau dieser Abwasseranlage nie möglich gewesen. Und auch wenn es einige noch nicht wissen oder wissen wollen, die Einwohner Hohensteins können von der Zusammenarbeit mit dem Stadtentwässerungsbetrieb durch moderate Anschlusskosten und später günstige Abwassergebühren nur profitieren. Und wenn jemand wissen möchte wie das Abwasser von A nach B kommt, kann er sich ja mal bei den Kleinwechsungern erkundigen, denn deren Abwasser wird von Kleinwechsungen über Hesserode in die Nordhäuser Kläranlage in der Halleschen Straße gepumpt.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)