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Mi, 08:29 Uhr
18.11.2020
Das Wetterphänomen La Niña und die Folgen

Erwartet uns ein Rekordwinter?

La Niña ist zurück. Diese Temperaturanomalie im Pazifik wirbelt das Wetter in vielen Teilen der Erde durcheinander. Für Deutschland wird deshalb mitunter ein "Rekordwinter" und Weiße Weihnachten erwartet. Diese Spekulationen aber bedürfen der Einordnung...

Die Grafik zeigt, wie und wo La Niña nach Stand der Wissenschaft das Wetter beeinflusst. (Foto: WetterOnline) Die Grafik zeigt, wie und wo La Niña nach Stand der Wissenschaft das Wetter beeinflusst. (Foto: WetterOnline)


Eine La Niña macht noch keinen Winter
Ähnlich wie der Gegenspieler El Niño bringt auch La Niña das Wetter weltweit durcheinander. Björn Goldhausen, Pressesprecher und Meteorologe von WetterOnline, erklärt: „Für Mitteleuropa aber gibt es keine eindeutigen Hinweise auf einen Einfluss von La Niña. Das letzte Ereignis war im Jahr 2010, als es in Mitteleuropa einen kalten schneereichen Winter gab. Wahrscheinlich basiert die Vermutung eines bevorstehenden kalten Winters auf diesem Jahr. Das Zusammentreffen im Jahr 2010 hatte allerdings keinen wissenschaftlichen Zusammenhang, denn der kalte Winter hatte andere Gründe.“

„Hinzu kommt, dass die Winter bei vorherigen La Niña-Ereignissen, wie zum Beispiel von 1998 bis 2000, eher mild waren. Zum Zusammenhang von La Niña oder El Nino auf das Wetter in Europa gibt es wissenschaftliche Analysen. Auch diese zeigen keinen eindeutigen Trend. Es gibt in Mitteleuropa Jahre mit kalten, aber auch mit milden Wintern bei La Niña. Insofern gilt wie immer bei Jahreszeitenprognosen: Warten wir es einfach mal ab“, so Goldhausen.

Anzeichen von La Niña
Während eines La Niña- Ereignisses herrschen ungewöhnlich hohe Luftdruckunterschiede zwischen Südamerika und Indonesien, was zu stärkeren Winden führt. „Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) sieht ein sogenanntes La Niña - Ereignis für die nächsten Wochen als sehr wahrscheinlich an. Dafür gibt es zwei Hinweise: Zum einen liegt in einem bestimmten Bereich im äquatorialen Pazifik die Meeresoberflächentemperatur mehr als 0,5 Grad unter dem Durchschnitt. Zum anderen hat sich die atmosphärische Zirkulation verändert. Im Wesentlichen heißt dies, dass die Passatwinde im Pazifik stärker geworden sind. Am meisten sind Regionen von La Niña betroffen, die unmittelbar am Pazifik liegen“, weiß der Meteorologe.

Auswirkungen des Ereignisses
Unter Einfluss La Niñas fällt an der australischen Nordostküste sowie in Südostasien tendenziell mehr Niederschlag. In Südamerika regnet es hingegen weniger als üblich, dort ist es vor allem an der Pazifikküste kälter als im Durchschnitt. An der Golfküste ist es wärmer, im Atlantik bilden sich oft mehr Hurrikane. Auch in anderen Bereichen hat La Niña Einfluss. So hat das Horn von Afrika häufiger mit Dürren zu kämpfen, während es in Südafrika nasser als üblich ist.
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Kommentare

18.11.2020, 12.56 Uhr
Paulinchen | Hoffentlich nicht,....
...denn auf derartige Situationen sind wir nicht eingestellt. Auf der anderen Seite aber, hätten wir jede Menge freiwillige Helfer dafür in Reserve. Schauen wir heute nach Berlin, dort trampeln wieder die offensichtlich Arbeitsunwilligen vor dem Brandenburger Tor umher und wissen nichts mit ihrer Freiheit anzufangen.

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18.11.2020, 14.31 Uhr
Örzi | Kalter Winter und Schnee?
Das wäre ja dumm. Mein ganzes Weltbild würde ja auf den Kopf gestellt. Kann man da nichts dagegen tun? Vielleicht E-Autos verbieten oder die Innenstädte nur noch von alten Diesel-Citypanzern befahren lassen. Eventuell hilft ja auch Hüpfen.

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18.11.2020, 14.47 Uhr
Kobold2 | Nichts wie los
und Klopapier, Nudeln, Mehl und Hefe kaufen...
Falls man mal eingeschneit ist.

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18.11.2020, 16.47 Uhr
Wolfi65 | Das kann ja gar nicht sein
Mir sind milde Winter versprochen worden.
Bananenplantagen in Mitteleuropa.
Zwanzig Grad an Weihnachten und Regen.
Und jetzt das.
Schnee zu Weihnachten.
Ich glaube ich höre nicht richtig.
Aber Klopapier und Nudeln kaufen ist eine gute Idee.

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18.11.2020, 17.30 Uhr
tannhäuser | So ein Ärger...
...da könnten die Schwiegereltern mal den Gänsebraten verpassen, weil sie im Schnee stecken bleiben und damit Fabelstoff am Kamin für 10 Nachfolgenerationen liefern und dann dürfen sie im prognostizierten Jahrhundertwinter wegen Corona nicht mal ins Auto steigen und losfahren...

Anm. d. Red.: Gekürzt, kein Chat

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18.11.2020, 20.13 Uhr
diskobolos | @ Wolfi,
Man muss streng zwischen Klima und Wetter unterscheiden. Ältere werden sich an die Winter in ihrer Kindheit erinnern, die deutlich kälter als die letzten waren. Ausreißer sind natürlich auch heute möglich. Die Bananenplantagen in Mitteleuropa sind nur eine Frage der Zeit. Ich werde es wohl nicht mehr erleben, meine Enkel aber vielleicht

Anm. d. Red.: Gekürzt, kein Chat bitte

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18.11.2020, 20.22 Uhr
Wolfi65 | Also ich definiere Wetter und Klima anders
Das Wetter findet man meistens außerhalb der eigenen vier Wände vor.
Das Klima stelle ich grundsätzlich am Bedienteil im Auto ein.

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18.11.2020, 20.38 Uhr
Pe_rle | Winter
hoffentlich ein richtiger , wie wir ihn in den 50er Jahren erleben durften. Schneefräsen die die Stadt geräumt haben.
Festgefahrene Schneedecke in der Stadt.
Andersrum, lieber nicht, der Verkehr bricht ja heute schon bei 2 cm Neuschnee zusammen, und dann gibt es nur eins
Salz ,Salz ,Salz

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18.11.2020, 20.54 Uhr
tannhäuser | Wolfi...
...ich musste während des Wehrdienstes bei minus 22 Grad Schnee schippen und Sägespäne (!) streuen, damit die Genossen Offiziere (Piloten der L410 und AN2) heil zu ihrer Baracke gekommen sind, um ihren Flugdienst vorzubereiten.

Solche Winter mit Stromausfall brauche ich persönlich nicht nochmal, würde ihn aber den freitäglichen Hüpffröschen mal wünschen, damit Ihnen ihre klamme Gliedmassen mal zeigt, dass das Wetter aus 4 unterschiedlichen Jahreszeiten besteht und der Begriff "Klima" nicht ideologisch vergewaltigt werden sollte.

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19.11.2020, 05.51 Uhr
Anna Lüst | Das wäre ja mal was!
Ich würde es mir wünschen.
Das würde in der Service Gesellschaft so richtig vor den Baum gehen.
20cm Schnee überall im Landkreis, damit die Führungselite, welche für diese Ausbeutermethoden verantwortlich sind, sowas von auf den Bauch fallen.
Zu wenig Winterdienstfahrer, zu wenig Hausmeister an den Objekten.
Und hoffentlich jede Menge Zivilklagen, damit die Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft gezogen werden.
Am Schönsten wäre es, wenn sie selbst Hand anlegen müssten, damit sie mal merken, was körperliche Arbeit ist.

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