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Mo, 18:00 Uhr
26.10.2020
In Großwechsungen entsteht ein Streetball-Platz

Starker Auftritt zweier Mädchen

Wie aus einer spontanen Idee zweier Schülerinnen ein handfestes Projekt und schon bald eine Streetball-Anlage wird, zeigt der nachfolgende Bericht aus Großwechsungen. Hand in Hand arbeiten hier die Kinder mit den Funktionäre aus Sport und Politik zusammen und schaffen Fakten …

Lilllith Spintge und Charlotta Linde am Basketballkorb im Kreise ihrer Unterstützer (Foto: S.Beer) Lilllith Spintge und Charlotta Linde am Basketballkorb im Kreise ihrer Unterstützer (Foto: S.Beer)


Während des Schulsportunterrichts erwachte in den beiden Gymnasiastinnen Charlotta Linde und Lilith Spintge aus Großwechsungen der Wunsch, auch in der Freizeit Basketball zu spielen. Die Gemeinde Großwechsungen verfügt noch nicht über ein Basketballfeld, aber dafür über einen sehr geeigneten Platz dafür, meinten die Mädchen und machte sich an die Arbeit. Von der Leiterin des örtlichen Kindergartens, auf dessen Spielplatz sie sich einen Anbau vorstellen konnten, bekamen sie Kontakt zur örtlichen Jugendkoordinatorin Katrin Heidelberg, mit der sie einen Projektplan entwarfen.

Um ihr Projekt vorzustellen wurde ein Treffen vor Ort am Spielplatz organisiert, in dessen Verlängerung sich Charlotta und Lilllith die Entstehung eines Basketballfeldes vorstellen. Doch die anderen eingeladenen Jugendlichen hielten einen Pavillon als Jugendtreff für wichtiger als die Sportanlage. Von diesem Rückschlag ließen sich die Sechstklässlerinnen aber nicht entmutigen und nahmen einen neuen Anlauf mit Julia Schulze, der Vorsitzenden des Reit- und Fahrvereins in Großwechsungen. Gemeinsam verfassten sie Briefe an zuständige Politiker im Ort und Kreis und wandten sich an den Kreissportbund um Hilfe.

Am letzten Sonntag trafen sich alle Akteure zum Sportlerfrühstück in Großwechsungen und machten dort Nägel mit Köpfen. Vertreter der Landkreisverwaltung, der Gemeinde, der Kinder und Eltern, der Großwechsunger Sportvereine sowie des KSB Nordhausen folgten der Einladung der Basketball-Fans und kamen zusammen, um einen Vertrag aufzusetzen und zu beraten, wer wie und wo die notwendigen finanziellen Mittel beantragen könnte. Jeder der Beteiligten verpflichtete sich im Verlauf der Gespräche, einzelne Aufgaben zur Realisierung des Projektes zu übernehmen. Patrick Börsch, Geschäftsführer des KSB, hatte gleich einen Basketballkorb und einen professionellen Ball im Gepäck, so dass die ersten Körbe schon geworfen wurden.

Den einen oder anderen Verantwortlichen sah man auch, wie er mit etwa einen Meter langen Schritten das Terrain abschritt, wo sich Charlotta und Lilllith ihre Streetball-Anlage wünschen. Im Dezember soll das nächste Treffen stattfinden und eine Bestandsaufnahme gemacht werden. In den Winterferien planen die Projektteilnehmer an der Infrastruktur rund um das Spielfeld zu basteln und beispielsweise Sitzgelegenheiten zu bauen. Wenn alles klappt, steht den Großwechsunger Kindern und Jugendlichen ab dem Frühjahr 2021 die neue Sportanlage zur Verfügung. Und spätestens zur Einweihung werden die kleinen Rückschläge und Hindernisse auf dem Wege zur Vollendung des Platzes vergessen sein. Eine wertvolle Lebenserfahrung ist der nicht immer geradlinig verlaufende Prozess indes jetzt schon für die Mädchen. Eine Erfahrung, die ihnen keiner mehr nehmen kann und die letztlich beweist, dass es sich lohnt für seine Ziele zu kämpfen und Zeit aufzubringen.
Olaf Schulze

Streetball-Projekt in Großwechsungen (Foto: S.Beer)
Streetball-Projekt in Großwechsungen (Foto: S.Beer)
Streetball-Projekt in Großwechsungen (Foto: S.Beer)
Streetball-Projekt in Großwechsungen (Foto: S.Beer)
Streetball-Projekt in Großwechsungen (Foto: S.Beer)
Streetball-Projekt in Großwechsungen (Foto: S.Beer)
Streetball-Projekt in Großwechsungen (Foto: S.Beer)
Streetball-Projekt in Großwechsungen (Foto: S.Beer)
Streetball-Projekt in Großwechsungen (Foto: S.Beer)
Streetball-Projekt in Großwechsungen (Foto: S.Beer)
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Kommentare

26.10.2020, 20.12 Uhr
Harzer66 | Hoffe. ...
...Das wird was. Für die eigene Jugend. Hoffentlich scheitert es nicht am Geld. Nur weil die Kinder nicht unbegleitet sind.

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