So, 22:08 Uhr
11.10.2020
CDU Nordhausen startet aus Corona-Pause
Familienwanderung und politischer Stammtisch
Mit einer sehr guten besuchten Familienwanderung zum Tag der Deutschen Einheit und einem Politischen Stammtisch ist der Nordhäuser CDU-Ortsverein aus der langen Corona-Zwangspause gestartet...
Mehr als dreißig CDU-Mitglieder und -freunde aus Nordhausen und dem Eichsfeld waren am Tag der Deutschen Einheit bei einer Wanderung rund um Herreden, Hörningen und Salza dabei gewesen. Erläuterungen entlang der Route gab es von Steffen Ifflland, dem Vorsitzender der Nordhäuser CDU-Fraktion im Stadtrat. Begrüßt wurden die CDU-Freunde vom Ortsvereinsvorsitzenden Stefan Nüßle und von Birgit Scholz, Vorsitzende der Nordhäuser Frauen-Union.
Zielpunkt war dann die Salza-Quelle. Dort gab es Steaks und Würstchen vom Grill, zubereitet vom Heimatverein Salza. Zur Geschichte der Quelle sprach auch hier Steffen Iffland. Mit Blick auf die Gegenwart stellte dieser das Engagement der Salzaer für die Quelle heraus. So ist dank des Vereins das Gelände rund um die Quelle inzwischen eine neues Kleinod für die Naherholung. Der Verein hatte Bänke aufgestellt, sorgt für ein ordentliches und deutlich aufgewertetes Umfeld mit neuen Brücken am `Grundlosen Loch`. Dieses Engagement habe man seitens des Freistaats, des Umweltamtes der Stadtverwaltung und des Naturparks unterstützt. Damit war es möglich, hochwertige Informationstafeln zu gestalten und aufzustellen, die über die geologischen Besonderheiten aufklären.
Straßenbahn, Gipsabbau und Nordhäuser Altstadt
Kommunalpolitik von der Zukunft der Nordhäuser Straßenbahn bis hin zum Gipsabbau und dem Tourismus stand dann wenige Tage später auf der Tagesordnung des CDU-Stammtischs des Nordhäuser Ortsvereins.
Meist diskutiertes Thema war die Zukunft von Bus und Bahn in Nordhausen. Steffen Iffland sagte, Grundvoraussetzung für eine konstruktive Entscheidung durch den Stadtrat sei ein sachliches Gespräch zwischen Oberbürgermeister Kai Buchmann und dem Landrat. Alle Fraktionen im Stadtrat hätten dem OB versucht deutlich zu machen, dass ohne sachliche und ergebnisorientierte Kommunikation eine Entscheidungsfindung durch den Stadtrat sehr schwer sei. Wir Stadträte müssen eine weitreichende Entscheidung treffen. Deshalb haben wir nachdrücklich darauf hingewirkt, dass es eine Selbstverständlichkeit sein müsste, das es Spitzengespräch mit einem elementaren Informationsaustausch zwischen OB und Landrat gibt und dass dies bald zustande kommt. Ich persönlich bin optimistisch, dass unser Appell beim Oberbürgermeister inzwischen ein Umdenken ausgelöst hat., sagte Steffen Iffland.
ÖPNV braucht auch Ideen und Strategien
Mehr Phantasie in diesem Themenfeld wurde von einem Gast des Stammtischs gefordert. Zum Beispiel sollte man vor einer schnellen Abgabe des ÖPNV das Szenario zumindest durchspielen, Bus und Straßenbahn kostenlos oder gegen eine Pauschale nutzen zu lassen. Da könnte man sehen, ob dies nicht doch viele Menschen zum Umstieg auf den ÖPNV bewegt, sagte der Mann.
Iffland verwies darauf, dass dieses Ansinnen vom früheren OB Dr. Klaus Zeh erfolgreich bei der Landesregierung durchgesetzt worden war. Das Land hatte daraufhin auch rund 1,5 Millionen Euro für Nordhausen bereitgestellt kurz nach dem Ausscheiden von Dr. Zeh aus dem Amt. Doch leider hat der Nachfolger von Dr. Zeh ohne Konsultation des Stadtrats dieses Geld nach Erfurt zurück überwiesen, weil er persönlich gegen eine solche Variantenprüfung war. Da haben wir eine Chance vertan und ein falsches Signal nach Erfurt gesendet, sagte Steffen Iffland.
Auf völliges Unverständnis stieß die Diskussion um Bus und Straßenbahn bei einem langjährigen Nordhäuser CDU-Mitglied mit Kommunalerfahrung: Ich kann keinem vermitteln – und verstehe es selbst nicht – dass die Straßenbahn nach überstandenem Krieg und DDR-Zeit ausgerechnet jetzt zum Gegenstand einer Diskussion wird. Die Abgabe von Aufgaben und Verantwortung ist immer die einfachste Lösung. Doch von Politik werden Ideenreichtum, Verhandlungsgeschick und strategisches Denken erwartet. Insoweit bin ich froh, dass der Stadtrat hier keine vorschnelle Entscheidung treffen will.
Da immer wieder gesagt wird, fehlende Gewinne der EVN seien der Grund der Abgabe des ÖPNV, betonte Iffland zugleich, dass dies keineswegs der Fall sei! Nein, die EVN ist ein leistungsstarkes und gewinnabführendes Unternehmen, nur sind in den letzten Jahren die Löhne und Gehälter in allen Unternehmen der HVV-Gruppe gestiegen. Das ist auch gut so! Es ist uns wichtig, dass auch die Mitarbeiter im Badehaus oder der VBN an Tarife anknüpfen. Nur reichen zum Ausgleich dieser Kosten die Gewinne der EVN allein nicht mehr aus., so der Fraktionsvorsitzende.
Mangelnde Informationen sorgen beim Thema Gips für Unsicherheit in den Ortsteilen
Ein weiteres Thema war die Sorge mit Blick auf den Gipsabbau – vorgetragen von der langjährigen früheren Steigerthaler Ortsbürgermeisterin Karin Busch. Gerade in den Nordhäuser Ortsteilen ist die Verunsicherung groß, dass der Abbau unkontrolliert weitergeht. Keineswegs geht es um ein prinzipielles `Nein´ gegen den Abbau, sondern eher um dessen Kontrolle. Die Unsicherheit resultiert wiederum daraus, dass man in der Kommunalpolitik keine Strategie erkennen lässt, welchen Weg man bei diesem Thema einschlägt, welche nächsten Schritte anstehen und ob diese konzertiert sind, so Frau Busch. Es wäre gut, wenn die Nordhäuser CDU diese Informationsfunktion übernehme. so können wir zu einem nächsten öffentlichen Stammtisch Vertreter der Umweltverbände einladen und darauf folgend Vertreter der Gipsindustrie befragen. So kann man sich und den Bürgern am besten ein objektives Bild zum Stand der Dinge verschaffen.
Geschlossen wurde der Stammtisch-Abend mit dem Thema Altstadt und Tourismus in Nordhausen. Mit dem historischen Viertel in Nordhausen habe man einen kleinen Schatz, sagte einer der Stammtischgäste. Was fehlt ist eine neue Diskussion um die Verkehrsführung dort, um die Altstadt zu beleben. Sowohl am oberen als am unteren des Viertels gibt es Parkplätze. So sollte man zum Beispiel überlegen, ob eine Sperrung der Altstadt für den Durchgangsverkehr ab einer bestimmten Uhrzeit die Attraktivität zum Beispiel für auswärtige Besucher erhöht oder nicht. Was Nordhausen eindeutig fehle, so der Mann weiter, sind ausgewiesene Stellplätze für Wohnmobile. Hier verpasst die Stadt gerade einen gewaltigen Boom. Mir erschließt sich nicht, warum man zum Beispiel Teile des Bebelplatzes nicht längst als ausgewiesene Wohnmobilstellplätze nutzt. Hier Muss man aktiv werden. Einen entsprechenden Beschluss des Stadtrates aufgrund eines entsprechenden CDU-Antrags gebe es ja bereits.
Autor: redMehr als dreißig CDU-Mitglieder und -freunde aus Nordhausen und dem Eichsfeld waren am Tag der Deutschen Einheit bei einer Wanderung rund um Herreden, Hörningen und Salza dabei gewesen. Erläuterungen entlang der Route gab es von Steffen Ifflland, dem Vorsitzender der Nordhäuser CDU-Fraktion im Stadtrat. Begrüßt wurden die CDU-Freunde vom Ortsvereinsvorsitzenden Stefan Nüßle und von Birgit Scholz, Vorsitzende der Nordhäuser Frauen-Union.
Zielpunkt war dann die Salza-Quelle. Dort gab es Steaks und Würstchen vom Grill, zubereitet vom Heimatverein Salza. Zur Geschichte der Quelle sprach auch hier Steffen Iffland. Mit Blick auf die Gegenwart stellte dieser das Engagement der Salzaer für die Quelle heraus. So ist dank des Vereins das Gelände rund um die Quelle inzwischen eine neues Kleinod für die Naherholung. Der Verein hatte Bänke aufgestellt, sorgt für ein ordentliches und deutlich aufgewertetes Umfeld mit neuen Brücken am `Grundlosen Loch`. Dieses Engagement habe man seitens des Freistaats, des Umweltamtes der Stadtverwaltung und des Naturparks unterstützt. Damit war es möglich, hochwertige Informationstafeln zu gestalten und aufzustellen, die über die geologischen Besonderheiten aufklären.
Straßenbahn, Gipsabbau und Nordhäuser Altstadt
Kommunalpolitik von der Zukunft der Nordhäuser Straßenbahn bis hin zum Gipsabbau und dem Tourismus stand dann wenige Tage später auf der Tagesordnung des CDU-Stammtischs des Nordhäuser Ortsvereins.
Meist diskutiertes Thema war die Zukunft von Bus und Bahn in Nordhausen. Steffen Iffland sagte, Grundvoraussetzung für eine konstruktive Entscheidung durch den Stadtrat sei ein sachliches Gespräch zwischen Oberbürgermeister Kai Buchmann und dem Landrat. Alle Fraktionen im Stadtrat hätten dem OB versucht deutlich zu machen, dass ohne sachliche und ergebnisorientierte Kommunikation eine Entscheidungsfindung durch den Stadtrat sehr schwer sei. Wir Stadträte müssen eine weitreichende Entscheidung treffen. Deshalb haben wir nachdrücklich darauf hingewirkt, dass es eine Selbstverständlichkeit sein müsste, das es Spitzengespräch mit einem elementaren Informationsaustausch zwischen OB und Landrat gibt und dass dies bald zustande kommt. Ich persönlich bin optimistisch, dass unser Appell beim Oberbürgermeister inzwischen ein Umdenken ausgelöst hat., sagte Steffen Iffland.
ÖPNV braucht auch Ideen und Strategien
Mehr Phantasie in diesem Themenfeld wurde von einem Gast des Stammtischs gefordert. Zum Beispiel sollte man vor einer schnellen Abgabe des ÖPNV das Szenario zumindest durchspielen, Bus und Straßenbahn kostenlos oder gegen eine Pauschale nutzen zu lassen. Da könnte man sehen, ob dies nicht doch viele Menschen zum Umstieg auf den ÖPNV bewegt, sagte der Mann.
Iffland verwies darauf, dass dieses Ansinnen vom früheren OB Dr. Klaus Zeh erfolgreich bei der Landesregierung durchgesetzt worden war. Das Land hatte daraufhin auch rund 1,5 Millionen Euro für Nordhausen bereitgestellt kurz nach dem Ausscheiden von Dr. Zeh aus dem Amt. Doch leider hat der Nachfolger von Dr. Zeh ohne Konsultation des Stadtrats dieses Geld nach Erfurt zurück überwiesen, weil er persönlich gegen eine solche Variantenprüfung war. Da haben wir eine Chance vertan und ein falsches Signal nach Erfurt gesendet, sagte Steffen Iffland.
Auf völliges Unverständnis stieß die Diskussion um Bus und Straßenbahn bei einem langjährigen Nordhäuser CDU-Mitglied mit Kommunalerfahrung: Ich kann keinem vermitteln – und verstehe es selbst nicht – dass die Straßenbahn nach überstandenem Krieg und DDR-Zeit ausgerechnet jetzt zum Gegenstand einer Diskussion wird. Die Abgabe von Aufgaben und Verantwortung ist immer die einfachste Lösung. Doch von Politik werden Ideenreichtum, Verhandlungsgeschick und strategisches Denken erwartet. Insoweit bin ich froh, dass der Stadtrat hier keine vorschnelle Entscheidung treffen will.
Da immer wieder gesagt wird, fehlende Gewinne der EVN seien der Grund der Abgabe des ÖPNV, betonte Iffland zugleich, dass dies keineswegs der Fall sei! Nein, die EVN ist ein leistungsstarkes und gewinnabführendes Unternehmen, nur sind in den letzten Jahren die Löhne und Gehälter in allen Unternehmen der HVV-Gruppe gestiegen. Das ist auch gut so! Es ist uns wichtig, dass auch die Mitarbeiter im Badehaus oder der VBN an Tarife anknüpfen. Nur reichen zum Ausgleich dieser Kosten die Gewinne der EVN allein nicht mehr aus., so der Fraktionsvorsitzende.
Mangelnde Informationen sorgen beim Thema Gips für Unsicherheit in den Ortsteilen
Ein weiteres Thema war die Sorge mit Blick auf den Gipsabbau – vorgetragen von der langjährigen früheren Steigerthaler Ortsbürgermeisterin Karin Busch. Gerade in den Nordhäuser Ortsteilen ist die Verunsicherung groß, dass der Abbau unkontrolliert weitergeht. Keineswegs geht es um ein prinzipielles `Nein´ gegen den Abbau, sondern eher um dessen Kontrolle. Die Unsicherheit resultiert wiederum daraus, dass man in der Kommunalpolitik keine Strategie erkennen lässt, welchen Weg man bei diesem Thema einschlägt, welche nächsten Schritte anstehen und ob diese konzertiert sind, so Frau Busch. Es wäre gut, wenn die Nordhäuser CDU diese Informationsfunktion übernehme. so können wir zu einem nächsten öffentlichen Stammtisch Vertreter der Umweltverbände einladen und darauf folgend Vertreter der Gipsindustrie befragen. So kann man sich und den Bürgern am besten ein objektives Bild zum Stand der Dinge verschaffen.
Geschlossen wurde der Stammtisch-Abend mit dem Thema Altstadt und Tourismus in Nordhausen. Mit dem historischen Viertel in Nordhausen habe man einen kleinen Schatz, sagte einer der Stammtischgäste. Was fehlt ist eine neue Diskussion um die Verkehrsführung dort, um die Altstadt zu beleben. Sowohl am oberen als am unteren des Viertels gibt es Parkplätze. So sollte man zum Beispiel überlegen, ob eine Sperrung der Altstadt für den Durchgangsverkehr ab einer bestimmten Uhrzeit die Attraktivität zum Beispiel für auswärtige Besucher erhöht oder nicht. Was Nordhausen eindeutig fehle, so der Mann weiter, sind ausgewiesene Stellplätze für Wohnmobile. Hier verpasst die Stadt gerade einen gewaltigen Boom. Mir erschließt sich nicht, warum man zum Beispiel Teile des Bebelplatzes nicht längst als ausgewiesene Wohnmobilstellplätze nutzt. Hier Muss man aktiv werden. Einen entsprechenden Beschluss des Stadtrates aufgrund eines entsprechenden CDU-Antrags gebe es ja bereits.


