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Fr, 15:20 Uhr
24.07.2020
Stiftungsrat hat beraten

Karsten Uhl wird Nachfolger

Es war ein unsägliches Spiel, dass die Leitung der Gedenkstätten Buchenwald-Dora mit Dr. Stefan Hördler trieb. So zumindest empfand es die Nordhäuser Region nach dessen Kündigung. Jetzt wurde ein Nachfolger und eine Nachfolgerin berufen...

KZ-Gedankstätte Mittelbau-Dora (Foto: nnz) KZ-Gedankstätte Mittelbau-Dora (Foto: nnz)
Wie die nnz aus Historiker-Kreisen erfuhr, ist Dr. Karsten Uhl vom Stiftungsrat der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, gestern zum Leiter der Gedenkstätte in Nordhausen bestätigt worden.

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Die Bestätigung sei durch den Stiftungsrat erfolgt, der am Mittwochmittag tagte. Für die Besetzung der Leitung in Nordhausen lagen nnz-Informationen zufolgen 15 Bewerbungen vor, davon sollen sieben Bewerber die Voraussetzungen der Stellenausschreibung erfüllt haben. Zwei sagten in Folge des Bewerbungsprozederes ab und mit fünf habe man ausführliche Gespräche geführt.

Letztlich wurde dem Stiftungsrat neben dem 48-jährigen Karsten Uhl auch Andreas Froese vorgeschlagen. Die Entscheidung fiel letztlich für Dr. Uhl, der bereits mit Dr. Wagner in Nordhausen zusammengearbeitet hatte. Von 2003 bis 2006 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora.

Neu besetzt wurde auch die Position der Stellvertreterin. Auf Dr. Regine Heubaum folgt nun nach nnz-Informationen Anett Dremel, die ebenfalls einige Zeit bereits in der Gedenkstätte bei Nordhausen arbeitete.

Update Freitag, 15.20 Uhr
Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Kulturminister des Freistaats und Vorsitzender des Stiftungsrates, erklärt: „Ich freue mich außerordentlich, dass Herr PD Dr. Karsten Uhl künftig die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora leiten und gemeinsam mit Frau Anett Dremel, M.A., als neuer Stellvertreterin und Leiterin der Dokumentationsstelle weiterentwickeln wird. Der Freistaat und die Stiftung gewinnen zwei Persönlichkeiten zurück, die beide wissenschaftliche Exzellenz mit herausragenden Erfahrungen in der Gedenkstätten-, Museums-, Forschungs- und Vermittlungspraxis verbinden.“

„Mit Herrn Dr. Uhl und Frau Dremel habe ich in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora bereits hervorragend zusammengearbeitet“, sagt der designierte Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Dr. Jens-Christian Wagner, der die KZ-Gedenkstätte von 2001 bis 2014 geleitet hatte. „Das neue Leitungsteam ist mit der Geschichte des KZ Mittelbau-Dora und den Aufgaben der Gedenkstätte bestens vertraut und in der Region Nordhausen wie auch national und international gut vernetzt: eine ideale Ausgangssituation für den Neustart in Nordhausen.“

Auch Stefan Nüßle, Vertreter des Landkreises Nordhausen im Stiftungsrat, begrüßt die personelle Neubesetzung: „Das neue Team für die Leitung der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora überzeugt durch fachliche wie persönliche Eignung. Beide kennen die Region sehr gut und bringen zugleich einen frischen Blick und fundierte Erfahrungen von außen mit.“

Uhl (Foto: privat) Uhl (Foto: privat) Karsten Uhl studierte Geschichte, Politische Wissenschaft und Psychologie mit Promotion sowie zusätzlich „Museum & Ausstellung“. In seiner universitären Laufbahn – mit Habilitation und Vertretung einer Professur an der Technischen Universität Darmstadt – befasste er sich mit der Geschichte von Technik und Industriearbeit im 20. Jahrhundert, insbesondere während des Nationalsozialismus. Er realisierte zahlreiche Publikationen, Lehrveranstaltungen und Vorträge. Für die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora war er bereits von 2003 bis 2006 als wissenschaftlicher Volontär und anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig.

Dremel (Foto: privat) Dremel (Foto: privat) Anett Dremel, die in Nordhausen geboren und aufgewachsen ist, absolvierte ein Studium der Politikwissenschaft, Neuesten Geschichte und des Öffentlichen Rechts sowie berufsbegleitend Weiterbildungen im Museumsbereich. Darüber hinaus verfügt sie über einschlägige Berufserfahrung in anwendungsbezogenen Forschungs-, Ausstellungs- und Vermittlungsprojekten in den Gedenkstätten Mittelbau-Dora, Ehrenhain Zeithain, Wolfenbüttel und Bergen-Belsen.

Frau Dremel wird die Arbeit von Dr. Regine Heubaum fortsetzen, die die Stiftung auf eigenen Wunsch zum 30. Juni 2020 verlassen hat. Seit 2003 war Frau Heubaum wissenschaftliche Mitarbeiterin, seit 2004 stellvertretende Leiterin der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Sie hat sich insbesondere um den Aufbau der Dokumentationsstelle verdient gemacht, sowie durch die kommissarische Leitung der KZ-Gedenkstätte seit dem vergangenen Jahr. Derzeit hat diese Holger Obbarius inne, Leiter der pädagogischen Abteilung der Stiftung.

Die neue Leitung der KZ-Gedenkstätte wird sich gemeinsam mit Dr. Jens-Christian Wagner, der zum 1. Oktober 2020 das Amt des Direktors der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora antreten wird, in einem noch anzuberaumenden Termin im Herbst 2020 der Öffentlichkeit vorstellen.
Autor: psg

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Kommentare
Hans Dittmar
24.07.2020, 15:39 Uhr
Personalien in der Gedenkstätte Mittelbau Dora
Es ist schon schade, welchen Schaden Prof. Knigge in dieser Region anrichtete. Mit dem Weggang von Herrn Hördler haben wir einen guten Historiker und Menschen für die Region verloren. Nun wird Dr. Wagner Nachfolger in Buchenwald und in Nordhausen, sind die alt bewerten Mitarbeiter wohl nichts wert. Da kann man verstehen, wenn Frau Dr. Heubaum die Gedenkstätte verlässt.

Das wirklich positive an den neuen Personalien: endlich sind es gebürtige Nordhäuser! Hoffentlich werden sie auch ihren Wohnort in Nordhausen haben. Das hatten ja bisher weder Wagner, noch Hördler oder Heubaum.
Motte83
24.07.2020, 21:29 Uhr
Gedenkstätte
Ich freue mich über diese Personalentscheidung.
Aber im Geunde hätte wir noch heute einen super Gedenkstättenleiter mit Dr. Hördler, wenn Prof. Knigge früher die Gesamtleitung entzogen worden wäre.
So rühmt sich Prod. Hoff jetzt mit einer zweifelsfrei guten Entscheidung. Die wirklich Richtige hat er aber seinerzeit nicht getroffen.
DerBesitzer
27.07.2020, 10:16 Uhr
Wenn Delfine übers fliegen reden
Genau so fundiert wirken die Kommentare hier.
1. Die Grundlose Verteufelung von Herrn Knigge, ohne tieferen Einblick zu haben.
2. Das Urteilen über Herrn Hördler, ohne näheres Wissen über den Gerichtsprozess und mögliche Verfehlung zu haben.
3. Das spekulieren über Frau Heubaums Austritt, was einfach nur eine unbegründete Vermutung ihrerseits ist.
4. Soll ich lachen oder weinen? Was sagt der Wohnort über die Qualifikation eines Mitarbeiters aus?

Man sagt doch so schön: " Schuster bleib bei deinen Leisten", natürlich hab ich kein Problem wenn der Schuster über das Tischlern reden will, aber dann sollte er wenigstens ein gewisses Know-How haben. Ansonsten kann es fast nur wertloses Gebrabel über etwas werden von dem er kaum/keine Ahnung hat, und das hilft keinem wirklich weiter.
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