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So, 13:13 Uhr
19.07.2020
GEW zu Forderungen des Thüringer Rechnungshofes

1.000 langzeitkranke Lehrkräfte können nicht lügen

In seinem jüngst veröffentlichten Jahresbericht 2020 hat der Thüringer Rechnungshof unter anderem die Abschaffung der Altersabminderungsstunden von Thüringer Lehrkräften gefordert. Die GEW Thüringen fordert den Thüringer Rechnungshof auf, sich erst über die Arbeitsbelastung und damit über die Gründe von so vielen älteren Langzeitkranken unter den Thüringer Lehrkräften zu informieren...

Die Forderungen seien kurzsichtig und würden die gesundheitlichen Dimensionen ignorieren, teilt die GEW mit.

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Es ist allgemein bekannt, dass Thüringen nicht nur eine verhältnismäßig hohe Anzahl an langzeiterkrankten Lehrer Lehrerinnen aufweist, sondern dass diese vor allem unter den älteren Kollegen und Kolleginnen zu finden sind. Ältere Lehrkräfte werden nicht öfter, aber eben länger krank und das hat in erster Linie etwas mit ihren Arbeitsbelastungen zu tun. Die aktuell gültige Regelung der Abminderungsstunden nimmt auf diesen Umstand Rücksicht und ist damit inhaltlich begründet.

Dass der Thüringer Rechnungshof diese Begründung übersehen hat und nicht versteht, warum es mehr statt weniger Abminderungsstunden benötigt, ist nicht nachzuvollziehen. Weniger Arbeitsbelastung für die älteren Kolleg*innen durch mehr Abminderungsstunden kann den Langzeitkrankenstand erheblich verringern. Das Ergebnis wäre ein deutlich besseres hinsichtlich Unterrichtsausfall und vor allem ein der Fürsorgepflicht als öffentlicher Arbeitgeber angebrachtes.

Es hat sich gezeigt, dass das Sparen in den systemrelevanten Bereichen – und dazu zählt das System Schule – der falsche Weg ist. Eine der eindrücklichsten Erkenntnisse in der Coronakrise ist, dass die Schwarze-Null-Politik vor allem auch an den Schulen zu untragbaren und beschämenden Ergebnissen geführt hat. Die Sparpolitik durch die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen der älteren Lehrer*innen noch zu steigern, ist unsäglich. 1.000 langzeitkranke Thüringer Lehrer*innen können nicht lügen.
Autor: red

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Kommentare
ossi1968
19.07.2020, 20:22 Uhr
Das eigentliche Problem
Das eigentliche Problem ist doch,
daß in den 90er Jahren bis Anfang 2000 fast niemand eingestellt wurde. Der Personalstamm ist total überaltert. Die wenigen jungen Lehrer/innen sind oder waren schwanger und teilweise im Babyjahr...Da fehlen Leute!
Und dann gibt es auch besonders bei den Lehren (da öffentlicher Dienst/Beamte) die notorischen ´Krankmacher!
Oder wer kennt es nicht vom letzten Arztbesuch die Frage: Wie lange? Bis Freitag? Oder bis nächsten Freitag in 14Tagen?
Mfg
Motte83
19.07.2020, 21:37 Uhr
Zusammenhang verkannt
Thüringen hat die großzügige Regelung zur Altersabminderung bei Lehrern, aber dennoch den höchsten Krankenstand?
Dann scheint nicht zwingend der Zusammenjang zu existieren, den die GEW da weißmachen möchte.
geloescht.otto
20.07.2020, 08:12 Uhr
kann
man denn nicht den Artikel in einem für alle verständlichem deutsch schreiben?
Was bitte sind " Altersabminderungsstunden"??
Die Lehrer als Simulanten zu beschreiben und abzustempeln finde ich dem Lehrerberuf als abwertend zu bezeichnen!
Bodo Bagger
20.07.2020, 09:22 Uhr
Altersabminderungsstunden...
sind wohl Unterrichtsstunden, die ältere Lehrer weniger unterrichten müssen. Soweit ich informiert bin, sind das in Thüringen 2h pro Woche.
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